Vom Scammer zum Heiligen – Joel aus Liberia.

Wie aus einem möglichen Onlinescam, ein tolles Hilfsprojekt wurde.

Ben Taylor von ‚Pleasant Green‘ wurde eines Tages von einen Mann namens Joel via email kontaktiert. Joel schlug ihm eine dubiose Geschäftsidee vor, statt das email zu löschen, fing Ben an mit ihm zu schreiben. Nach dem Motto, wenn er mit mir beschäftigt ist, betrügt er keinen anderen Menschen. Ben fand heraus, dass Joel Geld brauchte und einen Geschäftspartner suchte. Joel machte den Vorschlag, Schrottteile zu verschiffen und der Gewinn würde geteilt.

Statt Schrott-Handel – Schrott-Fotos.

Statt auf Joel’s Vorschlag einzugehen, macht er einen Gegenvorschlag: Er log Joel an und sagte er hätte eine Foto-Agentur und er bräuchte Bilder. Er schlug ihm vor ein Bild von einem ‚iberischen Sonnenuntergang‘ zu machen. Er würde für die Bilder bezahlt, die gut wären.

Leider, oder besser erwartungsgemäß, kam ein Horror-Foto zurück. Aber Ben gab nicht auf und schickte sogar eine 60 Dollar Kamera zu Joel. Und auf einmal kamen tolle Fotos zurück und Ben musste schnell eine Lösung finden, sonst wurde noch aus ihm ein Betrüger.

Ein Fotobuch ist geboren.

Bald entstand die Idee, Freunde und Familie anzubieten einen kleinen Bildband zu kaufen, um etwas Geld für Joel zu haben. Aber nach ein paar Facebook shares, hatte Ben auf einmal mehrere hunderte Bestellungen. Bis heute gingen 6000 Bestellungen ein.

Joel verdiente eine Menge Geld um seine neunköpfige Familie zu ernähren. Und noch toller, die Hälfte des Profits ging an die örtlichen Schulen. Mittlerweile werden sogar von den Gewinnen Mikrokredite an junge Unternehmer gegeben.

Win-Win für alle.

Sogar für Ben, denn der hat gelernt, was alles passieren kann, wenn man an das gute in Menschen glaubt.

Hier die ganze Geschichte als Video (Englisch)

 

Die Webseite von dem Projekt: https://bydgraceofgod.com/

Twitter: https://twitter.com/pleasantgreen

Instagram: https://www.instagram.com/pleasantgrn/?hl=en

Habt ihr auch schon mal so etwas erlebt? Erst misstraut und dann war alles anders als Du gedacht hast?

 

Die Suchmaschine Ecosia pflanzt 4 Millionen Bäume.

Die Suchmaschine Ecosia ist ein Sozialunternehmen das laut eigener Angabe mindestens 80% seiner Einnahmen für Wiederaufforstungsprojekte spendet, um mit Partnerorganisationen Bäume in Wüstenregionen zu pflanzen.

 

 

Die Suchmachine Ecosia (Screenshot Ecosia.org)
Die Suchmachine Ecosia (Screenshot Ecosia.org)

Die Idee für Ecosia begann in Nepal zu keimen (um einmal in Baum-Sprache zu schreiben). Gründer Christian Kroll wollte schon in Nepal eine Suchmaschine programmieren, die mit den Einnahmen NGO Projekte finanzieren sollte. Doch durch mangelnde Infrastruktur musste er die Idee bald aufgeben. Ganz aufgegeben hatte er jedoch nicht. Als er in Südamerika und durch ein Buch („Hot, flat and crowded“ von Thomas L. Friedman) erfuhr welch einen positiven Einfluss Aufforstungsprojekte in Wüstengebieten haben, war Ecosia – die Baum pflanzende Suchmaschine – geboren. Christian wollte seine originale Idee – eine Suchmaschine die soziale Projekte finanziert – nun speziell mit Aufforstungsprojekten verbinden.

 

Zu Beginn wurden Projekte in Brasilien finanziert. Als Ecosia auf der Suche nach einen neuen Projekt war, kamen Sie auf WeForest, da bei WeForest ganzheitlicher arbeitete (und günstiger) und die ganzen lokalen Menschen in das Projekt mit einbindet und profitieren lässt. Hier ein Video von der Arbeit von WeForest

Warum ist Bäume zu pflanzen eine so gute Sache?

 

 

Die Suchmachine Ecosia pflanzt von Ihren Gewinnen Bäume in Wüstenregionen. (Bildrecht: Ecosia)
Die Suchmaschine Ecosia pflanzt von Ihren Gewinnen Bäume in Wüstenregionen. (Bildrecht: Ecosia)

Bäume zu pflanzen hat einen wirklich positiven Effekt auf eine ganze Region. Wo vorher Trockenheit und Dürre herrschten, bilden sich nach und nach weitere Pflanzen und Büsche – ein neues Mirko-Klima kann entstehen. Damit ergeben sich völlig neue Perspektiven für die Menschen die in diese kargen Regionen leben – schon das eigene Gemüse anzubauen wird leichter sein und größerer Erträge einbringen. Ecosia versucht aber über die Finanzierung der Wiederaufforstungsprojekte zusätzlich auch Social Investment und Empowerment für die lokale Wirtschaft zu unterstützen.

 

Kurz zusammengefasst gibt es diese Vorteile (Quelle: Ecosia 2016):

  • Mehr Regen (Wiederbelebung des Wasserkreislaufs)
  • Mehr einheimische Pflanzen und Tiere (biologische Vielfalt)
  • CO2-Abscheidung und -Speicherung (Abschwächung des Klimawandels)
  • Nachhaltige Bildungsprogramme
  • Wiederbelebung der lokalen Wirtschaft
  • Stärkung der Frauen durch eigene Verdienstmöglichkeiten
  • Mehr Kinder in der Schule

Wie werden die Bäume finanziert?

 Das Prinzip der Suchmaschine Ecosia. (Bildrechte: Ecosia)
Das Prinzip der Suchmaschine Ecosia. (Bildrechte: Ecosia)

Ecosia ist eine Suchmaschine wie jede andere – genauer gesagt wie Bing, denn Ecosia ist eine Suchmaske, die auf der Technologie von Bing basiert. Obwohl Ecosia auch eigene Techniker hat, die die Logarithmen der Suchmaschine verändern und verbessern, kommt die Haupttechnik eben von Bing. So auch die Werbegelder: Bing spielt die Werbung auf der Suchergebnisseite ein, und Ecosia verdient dann mit. Genau 0.5 Cent pro Suchanfrage. Von diesen 0.5 Cent werden 0,4 Cent gespendet, 0,1 Cent wird für die Verwaltung aufgewendet. Obwohl Ecosia nur einen so geringen Betrag bekommt, kamen schon seit der Gründung im Jahre 2009 über 3 Millionen Euro zusammen, davon wurden über 4 Millionen Bäume finanziert.

Bei einer aktuellen Anzahl von 2,5 Millionen Menschen die Ecosia monatlich nutzen, kann gesagt werden, dass alle 12 Sekunden ein neuer Baum gekauft wird. Und das wird transparent kommuniziert. Zum Einen kann jeder auf der Website www.info.ecosia.org genau nachlesen, welche Organisation wie viel Geld erhielt, zum Anderen gibt es ein kleines, aber feines Feature auf der Website. Es gibt den Baumzähler auf der Website. Das ist eine kleine Anzeige oben rechts neben dem Suchfeld. Dort wird angezeigt, wie viele Bäume schon finanziert wurden mit der persönlichen Suchtätigkeit. (Siehe Screenshot). Durch mein Suchen mit Ecosia wurde schon 113 Bäume bezahlt.

Der Baumzähler der Suchmaschine Ecosia. (Screenshot Ecosia.org)
Der Baumzähler der Suchmaschine Ecosia. (Screenshot Ecosia.org)

Ein tolles Gefühl! Und noch etwas tolles gibt es: Wer partout seine geliebte Google-Suchmaschine nicht verlassen möchte, kann auch via Ecosia mit Google suchen. Einfach auf das „Google“ Tab klicken (siehe Screenshot) und wie gewohnt Google nutzen (Anmerkung: Jedoch verdient Ecosia mit Google nicht viel)

Wenn man über dieses tolle Projekt liest, fragt man sich, warum benutzen nicht mehr Menschen Ecosia. Was könnte bewirkt werden, wenn Ecosia Suchanfragen wie Google hätte? Laut Searchegineland berichtet Google vor kurzem, dass es 100 Billionen Suchanfragen pro Monat verarbeitet. Hätte Ecosia diese Anzahl, dann könnten 50 Billionen Euro pro Monat gespendet werden und statt ein Ziel von 1 Billionen Bäume in 4 Jahren gepflanzt zu haben, würde 3 Billiarden Bäume pro Monat gepflanzt werden können!!!.

in Zahlen sieht das so aus: 3.000.000.000.000.000

Die Suchmaschine Ecosia wartet auf Dich!

Wer umsteigen will, gleich auf www.ecosia.org gehen und die Seite speichern. Wer seinen Browser auf Ecosia umrüsten will, der kann sich auf den folgenden Links unten eine Browser Extension installieren.

Firefox Erweiterung: https://goo.gl/DfzhdB

Opera Erweiterung: https://goo.gl/RQ5wF6

Chrome Erweiterung: https://goo.gl/XkMTOj

Gutes Surfen!!!

 

 

 

 

Quellenangaben:

(2016): „What is Ecosia? – The search engine that plants trees“. Info.ecosia.org. Abgerufen am 25. 03. 2016 von https://info.ecosia.org/.

Henley, Will (2013): „New breed of ethical startups are taking on the giants of the internet“. the Guardian. Abgerufen am 25. 03. 2016 von http://www.theguardian.com/sustainable-business/ethical-startups-taking-on-internet-giants.

Sullivan, Danny (2012): „Google: 100 Billion Searches Per Month, Search To Integrate Gmail, Launching Enhanced Search App For iOS“. Search Engine Land. Abgerufen am 25. 03. 2016 von http://searchengineland.com/google-search-press-129925.

Süddeutsche.de GmbH, Germany (2014): „Alternative Suchmaschinen – Googeln für den Regenwald statt für Google“. Süddeutsche.de. Abgerufen am 25. 03. 2016 von http://www.sueddeutsche.de/digital/alternative-suchmaschinen-googeln-fuer-den-regenwald-statt-fuer-google-1.2116129-2.

(2016): Upworthy „A search engine like Google, except for one small detail: It plants trees!“. Upworthy. Abgerufen am 25. 03. 2016 von http://www.upworthy.com/a-search-engine-like-google-except-for-one-small-detail-it-plants-trees.

Fischetti, Mark (2016): „Search Engine Plants Trees as It Finds Your Info“. Scientific American Blog Network. Abgerufen am 25. 03. 2016 von http://blogs.scientificamerican.com/observations/search-engine-plants-trees-as-it-finds-your-info/.

(2016): „Burkina Faso – Greening the Desert“. Weforest.org. Abgerufen am 10. 04. 2016 von http://www.weforest.org/projects/burkina-faso-greening-desert.

(2016): „Ecosia hat 4 Millionen Bäume gepflanzt: Dankeschön!“. YouTube. Abgerufen am 10. 04. 2016 von https://www.youtube.com/watch?v=3gy666XPpJw.