KiezVorbilder – Vorbild sein im Brennpunktviertel.

Kinder werden von einem Teenager bei einem Projekt angeleitet. Das Prinzip von KiezVorbilder.
Kinder werden von einem Teenager bei einem Projekt angeleitet. Das Prinzip von KiezVorbilder. Copyright Nepia e.V.

Vorbild sein als Teenager bei KiezVorbilder. Kinder haben viele Talente, die sie erst entdecken müssen. Und in der Schule ist einfach nicht der Raum dafür da. So entstand 2014 der Nepia e.V. um genau dieses Vaccum zu schliessen und um die Persönlichkeitsentwicklung von Neuköllner Grundschulkindern zu fördern. Daher leitet sich auch der Vereinsname ab: Nepia bedeutet „Netzwerk für Persönlichkeitsentwicklung in außerschulischen Aktivitäten“. Zusammen mit Partner-Grundschulen, sogenannte Brennpunkt-Schulen in Neukölln, werden verschiedene Projekte angeboten um die Schulen zu unterstützen und den Schulalltag zu bereichern. Es werden AG’s angeboten, die von Werken, über Informatik bis zu Sport AGs reichen. In den Ferien gibt es außerdem ein Feriencamp, das durch Spenden finanziert wird und so über 60 Kindern verschiedene Aktivitäten ermöglicht. Es gibt im Feriencamp Angebote wie zB. Theaterspielen, Waldspiele, Naturwissenschaftliche Experimente, Fussball, Akrobatik und andere Aktivitäten. Bei allen Aktivitäten, wie auch in den AG’s, versucht Nepia Persönlichkeitsentwicklung, Gesellschaftliche Teilhabe, Bildungsgerechtigkeit und Demokratiebildung zu integrieren.

Team der Nepia e.V. die das Projekt KiezVorbilder ins Leben gerufen haben.
Team des Nepia e.V. die KiezVorbilder ins Leben gerufen haben. Copyright Nepia e.V.

Jetzt hat der Nepia e.V. „Kiez Vorbilder“ ins Leben gerufen, und sucht auch noch nach Förderern und finanziellen Unterstützern.

Kinder lernen durch Vorbilder. Was die Älteren vormachen, wird oft nachgemacht. Dieses Prinzip ist die Kernidee von „KiezVorbilder“. Die Ideen entstand, weil ehemalige Teilnehmer der Gruppenangebote den Wunsch hatten, selbst als Co-Leiter Verantwortung zu übernehmen. Wie eine solche Tätigkeit aussieht, beschreibt Momo in dem Video:

Für das Projekt „Kiez Vorbilder“ werden 2 Jugendliche wie Momo, von einem erfahrenen Freiwilligen betreut um ein Gruppenangebot wöchentlich an einer Grundschule in Berlin Neukölln umzusetzen. Teil des Schulungs- und Förderprozesses der KiezVorbilder wird sein, dass die Jugendlichen dazu angeleitet werden, das Konzept für das Gruppenangebot selbst zu entwerfen. Die Angebote richten sich nach den Interessen der KiezVorbilder. Dadurch entstehen Freizeitaktivitäten in vielfältigen Bereichen wie Teamsport, Musik, Theater und Tanz, (bildende) Kunst und Technik.

Mit dem Geld aus der Crowd-Kampagne werden Schulungen und die Begleitung der Kiez-Vorbilder bezahlt. Gruppenangebote und die Koordination des Projektes, und auch der Entwurf eines neuen Logos für die T-shirts der KiezVorbilder muss bezahlt werden. Am Ende des Projektes sollen zudem die Jugendlichen bei einem Abschlussfest geehrt und ausgezeichnet werden. Wer Kiez-Vorbilder unterstützen mag kann sich auf diesem Link informieren: http://tiny.cc/4a9z6y

Weitere Informationen gibt es auf der Website: http://tiny.cc/rf9z6y

Facebook: http://tiny.cc/ug9z6y

Instagram: http://tiny.cc/rh9z6y

Elternforum startet Projekte für Kinder.

Elternforum started Projekte für Kinder.
Das Elternforum startet Projekte für Kinder.

Das Elternforum in Birmensdorf in der Schweiz trifft sich regelmäßig im ehemaligen Asylbewerberheim, um aktiv die Freizeit Ihrer Kinder mitzugestalten. Dabei entstanden in den letzten Jahren Ideen wie etwa das ‚Kinder-Kino‘ oder der ‚Kinder-Coiffeur‘ – aber auch Ideen für die Eltern wurden ins Leben gerufen: der ‚Stricktreff‘ oder der ‚Französische Treff‘ waren Beiprodukte für die Eltern.

Dabei sieht sich das Elternforum nicht als Alternative zu bestehenden Angeboten von Sportvereinen und Co, sondern als Ergänzung. Denn das Ziel ist es aktiv Brücken zu bauen – zwischen den Eltern untereinander, aber auch zwischen Eltern und Schule, Behörden und Vereinen.

Das Elternforum Birmensdorf lädt den Kinder-Choiffeur ein.
Das Elternforum Birmensdorf lädt den Kinder-Choiffeur ein.

 

Wie werden Ideen im Elternforum umgesetzt?

Das ist ganz einfach: Man trifft sich regelmäßig zu einer Ideenbörse im ehemaligen Asylheim der Gemeinde. Dort werden Vorschläge diskutiert. Hat ein Elternteil eine Idee, wird demokratisch abgestimmt und das Elternteil, dass die den Vorschlag für eine Projekt vorschlug, übernimmt dann die Verantwortung für die Umsetzung.

So entstanden viele Ideen, die die Gemeinde zusammengebracht haben, aber auch das Leben sehr bereichert haben, denn das besondere ist in Birmensdorf dadurch dass die Ideen von den Eltern selbst kam, statt von Behörden oder Jugendamt. Denn wer kennt seine Kinder besser? 🙂

Doch mit dem Projekt wurden auch Ideen umgesetzt die von und für die Eltern waren. So gab es Babykurse für Mütter und Väter, eine Französisch-Gruppe und vieles mehr.

Dieses Projekt ist wohl ein gutes Beispiel für funktionierende Direkte Demokratie. Ob so eine Idee auch in Gemeinden, anderer Ländern Früchte tragen kann? Gerne würden wir davon hören, bitte unten einfach ein Kommentar hinterlassen oder uns kontaktieren.

Oder bist du movitiviert worden selbst ein solches Elternforum in deiner Gemeinde zu gründen? Bitte lass es uns wissen. 🙂

Quellenangaben:

(2016): „Elternforum Birmensdorf“. Elternforum-birmensdorf.ch. Abgerufen am 12. 03. 2016 von http://www.elternforum-birmensdorf.ch/.

Hunziger, Dominik (2016): „Von Kinder-Coiffeur bis Stricktreff: Den Eltern mangelt es nicht an Ideen“. Limmataler Zeitung. 2016.

Wassertankstellen: Gratis Trinkwasser ‚tanken‘.

Der Verein ‚Wassertankstellen e.V.‘ hat sich etwas ganz tolles auf die Fahne geschrieben: „Niemand sollte (In Deutschland) für reines und sauberes Trinkwasser bezahlen müssen und abgezockt werden.“ (Wassertankstellen e.V. 2016). Diese Vision möchte der Verein durch Bildung und durch die Verfügbarkeit von ‚Wasserabholstellen‘ (Wassertankstellen) erreichen. Die Wassertankstellen sollen Menschen ermöglichen selbst gratis, sauberes Trinkwasser zu ‚tanken‘. Ein zweites Bein des Vereins ist den Bürger durch Dokumentation von wissenschaftlichen Medienbeiträgen über die Situation von Trinkwasser – ob als Mineralwasser oder Leitungswasser- zu informieren.

Gratis sauberes Trinkwasser tanken an einer Wassertankstelle vom  Wassertankstellen e.V.
Gratis sauberes Trinkwasser tanken an einer Wassertankstelle vom Wassertankstellen e.V.

Wasser ist verschmutzt.

Es gibt ein riesiges Problem aus Sicht des Vereins ‚Wassertankstellen e.V.‘ – mehr und mehr ist Wasser – ein Allgemeingut – industrialisiert oder von Industriebetrieben kontrolliert und überwacht. Wasserproben finden keine Chemikalien, weil gar nicht eine vollständige Analyse betrieben wird und einzelne Stoffe von Wasseruntersuchungen ausgeschlossen oder Höchstgrenzen immer höher gesetzt werden. Mineralwasser hat eine schlechte Qualität und wird überteuert verkauft. Durch diese Tatsache wird es immer schwerer für den gesundheitsbewussten Bürger sauberes Wasser zu geringen Kosten zu kaufen. Wer wenig Geld hat, scheint fast von sauberen Wasser ausgeschlossen zu sein (da Osmose Anlagen oder sauberes Mineralwasser sehr teuer ist).

Wassertankstellen überall in Deutschland.

Bei dieser Problematik setzt die Idee der ‚Wassertankstellen‘ an. Die Vision ist, es gibt in der nahen Zukunft in jeder Stadt in Deutschland, oder jeden Stadtbezirk, ‚Wassertankwärter‘ (Menschen wie du und ich), die gratis Wasser an interessierte Mitmenschen ausgeben. Sauber und Frei von Zusatzstoffen. Auf einer Karte (siehe hier: http://wassertankstelle.de/wassertankstellen.html) werden private oder öffentliche ‚Wassertankstellen‘ schon jetzt aufgelistet, so dass man sich eine Stelle in der nächsten Nähe suchen kann. Das Tolle ist, es gibt schon eine Menge Tankstellen. Jeder kann eine ‚Tankstelle‘ eröffnen. Einfach den Verein kontaktieren.

Der Wasseradar der Wassertankstellen e.V. zeigt Wasserqualitäten in ganz Deutschland.
Der Wasserradar der Wassertankstellen e.V. zeigt Wasserqualitäten in ganz Deutschland.

Eine weitere Karte auf der Website listet Wasserproben der Mitglieder auf, die als Teil der Mitgliedschaft im Verein gemacht wurden. Als Mitglied bekommt man eine Wasserprobe (Leitungswasser oder Mineralwasser) bezahlt. Der ‚Wasserradar‘, wie diese Karte genannt wird, listet auch Proben von Mineralwässern auf. Es wird in verschiedene Wasserqualitäten eingeteilt. Man ist schon erstaunt, wie oft orange Fähnchen auftauchen. Mit der Farbe orange werden Wasserproben kategorisiert die als ’stark belastet‘ gelten.

Der Wasserradar bringt Transparenz.

Der Wasserradar ist ein Weg Aufmerksamkeit und Aufklärung zu erreichen. Es werden aber auch Kurse und Vorträge gehalten – deutschlandweit (Siehe hier: http://wassertankstelle.de/termine.html) – und wissenschaftliche Informationen und Fernsehbeiträge zum Wasser aufgelistet und verbreitet.

Eine Mitgliedschaft kostet nur 12,00 Euro im Jahr (20,00 Euro Aufnahmegebühr). Enthalten in der Mitgliedsschaft sind:

  • Webspace mit eigener URL, die genutzt werden können um die Bildungsarbeit des Vereins zu unterstützen, um etwa Termine zu veröffentlichen oder um seine Wassertankestelle zu bewerben.
  • Ein gratis Wassertest. Das Ergebnis wird dann in dem Wasserradar gelistet.

    Mehr infos vom Verein.


Links:

Website: www.wassertankstelle.de

Facebook: https://www.facebook.com/Wassertankstelle-468837466471645/

Quellenangaben:

Wassertankstelle.de, (2016): „Wassertankstelle.de“. Abgerufen am 03. 03. 2016 von http://wassertankstelle.de/.

(2016): „Frank geht zur Wasserinfo“. YouTube. Abgerufen am 09. 03. 2016 von https://www.youtube.com/watch?v=VQSZJ9LavcI.