Wie aus der Mühle in Bohlsen einen riesen Ökoimpuls wurde.

Die Mühle in Bohlsen vom Vater zu übernehmen, das kam dem Wirtschaftswissenschaftler Volker Krause nie in den Sinn. Doch während des Studiums muss er dem Vater unter die Arme greifen, dessen Mühle kurz vor dem Konkurs stand. Krause braucht nicht lange und entschloss, die Mühle seines Vater zu übernehmen.

Als aktives Mitglied der damaligen Ökobewegung, wurde schon bald aus der Mühle eine reine Biomühle. Nicht nur verarbeitete er damit umweltverträgliches Getreide, auch Bauern in der Umgebung wurden Biobauern.

Als die finanzielle Situation der Mühle mal nicht so rosig war, ging Volker Krause wieder in den frontal Angriff und gründete eine Biobäckerei, die viele, viele Bioläden in Hamburg mit Brot beliefert. Mit dem Brot, das aus dem Getreide der Mühle gebacken wurde.

Mittlerweile ist die Nachfrage nach Biomehl so gross, dass er sogar aus dem Ausland Getreide dazu kaufen muss. Aber bevorzugt natürlich lokales Getreide. Auch, um im direkten Kontakt mit den Bauern, neue, bzw. uralte Getreidesorten wieder anzubauen, wie etwa das Einkorngetreide.

Aber damit nicht genug. Nun hat er eine Backstrasse vor den Toren des Dorfes gebaut. Über 200 Mitarbeiten backen hier nun so allerhand Bio-Backwaren – die der Markt verlangt.

Wenn es das mal wäre. Auch der Strom wird selbst erzeugt in einer Genossenschaft. Aus den Abfällen der Mühle – Biostrom wahrhaftig Bio.

Die Mühle in Bohlsen und Volker Krause – eine tolle Erfolgsgeschichte!

Mehr details in diesem wunderbaren kurzen Film:

#gutestun

#guteidee

#toll

Agroforst – eine Form um dem wandelnden Klima entgegen zu wirken?

Die ältesten Formen des Agroforstes reichen bis 4000 vor Christus zurück. Die Agroforstkultur ist auch durch die Permakultur bekannt geworden. Die Permakultur plant zusammen mit der Natur, um bestimmte Pflanzen, helfende Insekten oder Tiere in den Garten zu holen, um so ein ausgeglichenes Ökosystem entstehen zu lassen.

Ein Agroforst Beispiel
Screenshot: Beispiel: Ein Agroforst wird in Agrarfläche integriert. Copyright Verband Agroforstwirtschaft.

Es gibt ähnliche Vorteile eines Agroforstes. Zum Beispiel werden Vögel und Insekten zum Feld gezogen; es wird Schatten wird im Sommer gespendet für Tiere, wie Kühe, Schafe, Ziegen oder Hühner und Gänse, die unter den Bäumen grasen; das Bodenleben wird positiv verändert und es gibt positive Effekte für die umliegenden Agrarflächen, Bäume geben Windschutz und können Verdunstungseffekte reduzieren, und, und und… Als Hölzer können schnell-wachsende Arten genommen werden oder langfristig mit hochwertigeren Bäumen geplant werden (Fruchtbäume, Edelhölzer).

Was ist ein Agroforst? Eine kurze Beschreibung.

Es gibt Vorteile für den Bauern, die Natur und die Kommune. Man kann vielleicht auch behaupten, die Vorteile überwiegen gegenüber den Nachteilen. Der Gesetzgeber beschränkt zur Zeit aber noch den Anbau eines Agroforstes. Auch eine Förderung für einen Agroforst gibt es in Deutschland noch nicht. Deshalb steht der Fachverband für Agroforstwirtschaft mit der Politik im Dialog. Ziel ist es, es den Bauern einfacher zu machen auf Ihren Feldern einen Agroforst anlegen zu können. Hoffentlich sind sie erfolgreich – denn wenn sogar der Gesetzgeber bei neuen Ideen im Wege steht, ist das ja manchmal überhaupt nicht hilfreich.

Ein Film von Bayern 3 Agroforste: Acker und Wald – Faszination Wissen

Mögen wir mehr natürliche Agroforste bald sehen ! <3

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Kompostieren im Wohnzimmer

David Witzenede mit seiner Wurmkiste Copyright www.wurmkiste.at
David Witzenede mit seiner Wurmkiste Copyright www.wurmkiste.at

Als David Witzenede, gelernter Agrarwissenschaftler, sich darüber ärgerte, dass er seinen Biomüll in die Restmülltone werfen musste, wurde zusammen mit seinem Bruder Thomas, (ein gelernter Tischler) eine Idee geboren: Die Wurmkiste – Kompostieren im Wohnzimmer, oder genauer gesagt, in der Küche. Denn Biomüll in den Restmüll war für die beiden ein absolutes No-Go.

Anforderungen an die Kiste gab es viele, die wichtigsten waren wohl, dass obwohl in der Kiste 100te von Würmer sich durch verrotteten Biomüll arbeiteten, die Kiste außen nicht riechen sollte. Und zweitens, dass auch keiner der fleissigen Helfer aus der Kiste entfliehen kann. Ausserdem sollte der Komposter nicht wie ein Komposter aussehen. Schnell war ein Prototyp fertig. Das der Prototyp gelungen war, wurde durch das grosse Interesse der Freunde bestätigt – die alle selbst eine solche Kiste ihr eigen nennen wollten.

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Und als alle Freunde mit einer Wurmkiste versorgt waren, war der nächste logische Schritt ein Geschäftsmodell zu entwickeln. Und aus einer Idee wurde ein (Online)Geschäft.

 

Die Wurmkiste zum selbst zusammenbauen. Copyright www.wurmkiste.at
Die Wurmkiste zum selbst zusammenbauen. Copyright www.wurmkiste.at

Auf der Website bietet das junge Start-up eine Menge gut verständliche Infos über (Wurmkisten) kompostieren an, und via ihres Onlineshops Ihre Wurmkisten oder Seminare. Die Kiste wird, als Fertigmodell (265 Euro (Stand 01/2018) oder zum selbst zusammenbauen (ab 170 Euro) oder sogar zum  komplett selberbauen in einem Workshop zusammen mit David und Thomas (220 Euro) angeboten. Je nach Budget oder handwerklichen Geschick kann der Kunde dort wählen. Mehr Infos auf der Website: www.wurmkiste.at.

 

 

1000 Würmer leben in einer solchen Kiste, die 200g Biomüll am Tag essen. Das Endprodukte ist dann wunderbarer schwarzer Humus. Der kann den Zimmerpflanzen gegeben werden, im eigenen Garten oder, wenn man keines von beiden hat, einfach auf den öffentlichen Beeten “entsorgt” werden. David’s Vision ist, dass eine Wurmkiste genauso in der Küche vorhanden ist, wie heute der Kühlschrank. So könnten die Müllmengen aus der Restmülltonnen sicher enorm reduziert werden.

Wer wenig Geld hat, für den ist die Wurmkiste sicher zu teuer. Da gibt es auch günstige Lowbudget Möglichkeiten. Etwa, in dem man sich 4 Ketchup Eimer gratis aus einer Pommesbude holt und der folgenden Anleitung folgt.

Kosten: 20 Euro für die Regenwürmer oder sogar die kann man sich sparen, wenn man etwas Zeit in Wormhunting im eigenen Garten  oder bei Freunden investiert. Gesamtkosten Null Euro.

Fazit: Die Wurmkiste ist eine tolle Idee und David’s Vision, dass in jeder Küche in der Zukunft eine Wurmkiste zu finden ist, wie heute ein Kühlschrank, ist eine wunderbare – und besonders unterstützenswerte. Also gleich bestellen oder zur nächsten Pommesbude. 🙂

 

Quellenangaben:

wurmkiste.at. (2018). Wurmkiste: Einfach kompostieren mit einem stylischen Hocker. [online] Available at: https://wurmkiste.at/ [Accessed 28 Jan. 2018].

YouTube. (2018). Wurmkiste für Zuhause im ORF heute leben. [online] Available at: https://www.youtube.com/watch?v=Xc0dKzB2lWY [Accessed 28 Jan. 2018].

YouTube. (2018). Wurmkiste Wurmkompost Wurmfarm Wurmeimer Tutorial. [online] Available at: https://www.youtube.com/watch?v=kDGRtes0KVc [Accessed 28 Jan. 2018].

Vimeo. (2018). wurmkomposter in der wohnung wurmkiste fernsehbeitrag. [online] Available at: https://vimeo.com/227234453 [Accessed 22 Jan. 2018].

Kaltenreiner, C. and Mangione, J. (2018). Wurmkiste: Wie man Würmern ein Zuhause baut. [online] Kurier.at. Available at: https://kurier.at/wirtschaft/immobiz/wohnen/wurmkiste-wie-man-wuermern-ein-zuhause-baut/292.400.608 [Accessed 22 Jan. 2018].

Minkin, C. (2018). Pflanzendünger aus dem Sitzhocker. [online] derStandard.at. Available at: https://derstandard.at/2000055269021/Pflanzenduenger-aus-dem-Sitzhocker [Accessed 22 Jan. 2018].

 

Einfach eine solidarische Landwirtschaft finden.

Eine solidarische Landwirtschaft finden ist nicht einfach. Nun gibt es Ernte-teilen.org. Es ist eine Onlineplattform, die auf einer interaktiven Karte alle Solidarischen Landwirtschaften (SoLaWi) in Deutschland auflistet – mit dem Ziel: „Verbrauchern und Landwirten es einfacher zu machen, sich an Solidarischer Landwirtschaft zu beteiligen“ (Ernte-teilen.de 2016).

Ob man als Verbraucher eine solidarische Landwirtschaft finden möchte, oder als Landwirt, der eine SoLaWi gegründet hat und dies der Welt mitteilen will. Unterstützt wird Ernte-teilen.org vom Netzwerk Solidarische Landwirtschaft.

Eine Solidarische Landwirtschaft finden mit Ernte-Teilen.org
Eine Solidarische Landwirtschaft finden auf der Karte von Ernte-Teilen.org (Bildrechte Ernte-Teilen.org)

Aber nun werden sich manche Leser sicher Fragen: „Was ist eine SoLaWi (Solidarische Landwirtschaft)?“ Das Konzept für die Solidarische Landwirtschaft entstand in den 60er Jahren in Japan. Es ist ein Zusammenschluss von Menschen, die einem Bauern im Voraus einen regelmäßigen (Mitglieds)Beitrag zahlen, um dafür eine angemessene Menge an Gemüse zu bekommen. Meist bindet man sich für 1 Jahr. Das Gemüse holt man selbst auf dem Hof ab, teilweise helfen die Mitglieder auch bei der Ernte oder anderen Aktivitäten. Dabei ist wichtig, dass der Preis vom Produkt entbunden ist, dass heißt, es wird kein Preis festgesetzt für einen Salat oder 1 Kilo Tomaten, sondern es gibt eine bestimmte Menge geerntetes Gemüse, das dann durch die Mitglieder geteilt wird. Im Winter kann es weniger sein, im Sommer meist mehr. Gibt es Menschen, die weniger Geld zur Verfügung haben, dann darf man um eine Verringerung bitten – übernommen werden die Kosten von Familien, die besser verdienen, oder externen Sponsoren. Somit ist jeder ein Gewinner: Der Bauer, weil er regelmäßige Einnahmen hat und so besser, und mit weniger Risiko, planen kann und der Verbraucher, weil er frisches Gemüse bekommt, auf dem Bauernhof mithelfen kann und dadurch auch einen viel näheren Bezug zu seiner Nahrung bekommt.

In den letzten Jahren sind in Deutschland SoLaWi’s wie die Pilze aus dem Boden geschossen. Gründe gibt es viele, ein Hauptgrund ist sicher der immer größere werdende Kostendruck in der Landwirtschaft, und auf der anderen Seite, dass immer mehr Menschen wissen möchte wo ihr Essen herkommt.

Genau hier soll die Website ernte-teilen.org helfen ansetzen und unterstützend wirken – dass noch mehr Menschen zu einer SoLaWi finden oder noch mehr SoLaWi’s gegründet werden können.

Lasst uns eine solidarische Landwirtschaft finden.

Simon und seine Freunde starteten die Idee, als sie selbst frustriert waren und es sehr schwer fanden selbst eine Solidarische Landwirtschaft zu finden. Mit Hilfe einer Förderung der Open Knowledge Foundation Deutschland (im Rahmen des Programms Stadt Land Code)  gab es die notwendige finanzielle Unterstützung und seitdem wird das Projekt langsam, aber kontinuierlich in der Freizeit weiterentwickelt.

Und bist du schon bei einer SoLaWi? Konntest du eine SoLaWi in deiner Nähe auf der Karte finden? Erzähl deine Erfahrungen von SoLaWi’s wenn du welche hast oder frage unten in der Kommentar-Box.

Guten Hunger!

Gründung des Projektes durch:

  • Simon Jockers (Design und Softwareentwicklung)
  • Christian Rijke (Softwareentwicklung)
  • Tobias Preuss (Softwareentwicklung)
  • Charis Braun (Inhaltliche Betreueung)

Quellenangaben:

(2016): „Solidarische Landwirtschaft“. De.wikipedia.org. Abgerufen am 29. 03. 2016 von https://de.wikipedia.org/wiki/Solidarische_Landwirtschaft#Entwicklung.

e.V., Solidarische (2016): „Startseite :: Solidarische Landwirtschaft e.V.“. Solidarische-landwirtschaft.org. Abgerufen am 29. 03. 2016 von http://www.solidarische-landwirtschaft.org.

(2016): „Ernte teilen“. Ernte-teilen.org. Abgerufen am 29. 03. 2016 von http://ernte-teilen.org/.

(2016): „Stadt Land Code – digitale Werkzeuge für Bürger“. Stadtlandcode.de. Abgerufen am 10. 04. 2016 von http://stadtlandcode.de/.

20 Jahre Saatgutfonds für Artenvielfalt.

75% des international Saatgutmarktes werden von nur 10 großen Konzernen kontrolliert und zur gleichen Zeit bewirkt diese Konzentration von wenigen Firmen auch eine Abnahme von Artenvielfalt. Ein Beispiel: in den 60er Jahren gab es auf den Philippinen noch über 3000 Reissorten, in den 90er Jahren fand man auf 98% der Anbaufläche nur 2 Reissorten. Mittlerweile ist mehr und mehr in der breiten Öffentlichkeit bekannt, wie die Situation um unser Saatgut steht – das war 1995 noch ganz anders. Aus dieser Situation heraus entstand der Saatgutfonds.

 

Hier ein Film der die Situation genauer beleuchtet: „Die Saatgut Retter“ (ZDF 2014) ( (2016). http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2103992/Die-Saatgut-Retter#/beitrag/video/2103992/Die-Saatgut-Retter

Zuchinisamen bei der Auswahl.(Bild Saatgutfonds)
Zuchinisamen bei der Auswahl. (Bild Saatgutfonds)

Damals gab es schon Initiativen, die einen Gegenimpuls setzen wollten und an Saatgutzüchtungen für die Allgemeinheit arbeiteten. Aus der öffentlichen Hand gab es keine Fördergelder für diese zeitintensive Arbeit. So entstand die Idee des Saatgutfonds, der genau diese Initiativen unterstützen sollte.

 

Es waren Albert Fink (damals Vorstand der GLS Treuhand) und Dirk Lücke (ehemaliger Manager in der Verpackungsindustrie und Bio-Landwirt) die sich zusammenschließen und mit 140.000 DM Gründungskapital den Fonds ins Leben riefen. Dieser nahm schon im darauf folgenden Jahr seine Arbeit auf und unterstützte die ersten Saatgutzüchtungsprojekte.

Das Ziel.

Das Ziel des Fonds sollte sein: „ein Spendensammelfonds für die Förderung der gemeinnützige, biologische und biodynamische Züchtungsforschung“ (Saatgutfonds 2016) zu sein. Außerdem tritt man für „Fruchtbarkeit, Vielfalt und Saatgutforschung ohne Patente und Gentechnik“ ein.

Das Besondere am Saatgutfonds ist, dass es keine Stiftung oder ein Fonds im traditionellen Sinne ist, sondern wie schon erwähnt, die Projekte werden mit Geld gefördert, das durch regelmäßige Spenden eingesammelt wird. (im Vergleich: Eine Stiftung fördert gemeinnützige Projekte mit den Zinserträgen aus dem Stiftungsvermögen). Zur Zeit zählen zu den Unterstützern über 4000 Bürger und Bürgerinnen und eine große Anzahl namhafter Unternehmen und Organisationen, die teilweise schon sehr lange dem Saatgutfonds verbunden sind. So ist etwa Alnatura, eine Biosupermarktkette, schon seit über 10 Jahren mit dabei.

854.000 Euro für Saatgutzüchtungen in 2015.

Man würde sich sicher jederzeit über neue Unterstützer freuen, denn die Entwicklung einer einzigen Sorte kostet um die 600.000 €. Im Jahre wurde 854.000 € für Saatgutzüchtungsforschung im Bereich ‚Gemüse-‚, ‚Getreide-‚ und ‚Obstzüchtung‘ verteilt. Dieser Link zeigt genau wo das Geld im Jahre 2015 hingeflossen ist: (http://goo.gl/hSxPhr)

Wie die Fördergelder verteilt werden, wird vom Treuhänderkreis entschieden. „Die Mitglieder des Treuhänderkreises sind, neben der Geschäftsführung der Zukunftsstiftung Landwirtschaft und einem Mitarbeiter bzw. einer Mitarbeiterin, Vertreter/innen von Bio-Verbänden, Forschungseinrichtungen des biologischen Landbaus und den Züchtungsinitiativen. Sie informieren sich wechselseitig über die Arbeit und Entwicklung der geförderten Projekte und unterstützen das Team der Zukunftsstiftung Landwirtschaft bei der inhaltlichen Vorbereitung der jährlich stattfindenden Saatgut-Tagung.“ (Saatgutfonds 2016)

Der Saatgutfonds sucht Förderer.

Wie kann man den Fonds unterstützen? Oder vielleicht ist man auf der Suche nach finanzieller Unterstützung für die eigene Saatgutzucht? Dann bitte einfach den folgenden Link folgen, dort gibt es allerhand Informationen. Mehr hier: http://goo.gl/pW6zZn

Was hältst du von dieser Idee? Bist du schon Unterstützer oder planst du den Saatgutfonds zu unterstützen? Bitte hinterlasse uns eine Nachricht unten in den Kommentaren. 🙂

Quellenangaben:

(2016): „Die Saat der Zukunft“. Alnatura.de. Abgerufen am 18. 03. 2016 von http://www.alnatura.de/de-de/panorama/kultur-und-gesellschaft/gesellschaft/die-saat-der-zukunft.

(2016): „Saatgutfonds – Zukunftsstiftung Landwirtschaft“. Zukunftsstiftung-landwirtschaft.de. Abgerufen am 18. 03. 2016 von http://goo.gl/aFjn1u

(2016): „Die Saatgut-Retter – planet e – ZDFmediathek – ZDF Mediathek“. Zdf.de. Abgerufen am 18. 03. 2016 von http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2103992/Die-Saatgut-Retter#/beitrag/video/2103992/Die-Saatgut-Retter.

Der Film: „Wenn ein Garten wächst“

Der Film „Wenn ein Garten wächst“ ist ein Projekt von Ines Reinisch (Regie, Produktion, Schnitt). Ines wurde seinerzeit in der Medienstadt Hamburg geboren und verfolgte auch einen Berufsweg in den Medien. Als diplomierte Filmemacherin arbeitete Sie über mehrere für ARD/ZDF und andere Institutionen. Erst im Jahre 2010 beschloss Sie ein zweites Studium für Agrarwissenschaften in Kassel zu beginnen. Als die dort mit dem Gemeinschaftsgarten ‚Huttenplatz‘ in Kontakt kam, entstand die Idee zum Film „Wenn ein Garten wächst“. Hier der Trailer:

 

Denn Sie faszinierte, wie durch Gemeinsamkeit in der urbanen Nachbarschaft ein ökologisches Projekt wie der Huttenplatz Gemeinschaftsgarten entstehen konnte. Manche Nachbarn hatten jahrelang nie ein Wort gewechselt, vielleicht ein mal ein scheues „Hallo, einen schönen Tag“ über die Lippen gebracht – der Gemeinschaftsgarten änderte dies und es entstanden persönliche, enge Freundschaften. Und genau diese enge Gemeinsamkeit sieht Ines als Fundament dieses Gartenprojektes an und möchte dies auch im Film kommunizieren. Nach dem Motto, „zusammen schaffen wir alles“.

Screenshot vom Film "Wenn ein Garten wächst"
Screenshot vom Film „Wenn ein Garten wächst“

Beim Film „Wenn ein Garten wächst“ – wuchs die Gemeinschaft.

Der Garten am Huttenplatz ist schon über die Stadtviertel bekannt geworden. Dieser Film „Wenn ein Garten wächst“wird sicher dazu beitragen, dass bundesweit Menschen über dieses Projekt erfahren und dann vielleicht selbst inspiriert werden, mit Freunden und Bekannten auch Grünland in ihrer Stadt „zu privatisieren“. Reinisch’s Film wurde sogar schon von dem Toronto Filmfestival ausgezeichnet und vier weiteren Wettbewerben.

Screenshot vom Film "Wenn ein Garten wächst"
Screenshot vom Film „Wenn ein Garten wächst“

Der Film ist sicher ein gutes Beispiel dafür, was eine Gemeinschaft bewirken kann, wenn man gemeinsame Ziele verfolgt. 🙂

Gibt es bei Dir in der Umgebung ein ähnliches Projekt? Bitte erzähl uns mehr – unten in den Kommentaren oder via der Kontaktform oben rechts.

Zur Zeit läuft der Film in mehreren Städten in Deutschland. Termine wo und wann, können auf der Website entnommen werden: http://www.wenneingartenwaechst.de/termine/

Der Trailer:

 

Quellenangaben:

(2016): „Wenn ein Garten wächst – Ein Dokumentarfilm von Ines Reinisch“. Wenneingartenwaechst.de. Abgerufen am 16. 03. 2016 von http://www.wenneingartenwaechst.de/.

(2015): „Wenn ein Garten wächst – Trailer“. Vimeo. Abgerufen am 16. 03. 2016 von https://vimeo.com/134846390.

Wassertankstellen: Gratis Trinkwasser ‚tanken‘.

Der Verein ‚Wassertankstellen e.V.‘ hat sich etwas ganz tolles auf die Fahne geschrieben: „Niemand sollte (In Deutschland) für reines und sauberes Trinkwasser bezahlen müssen und abgezockt werden.“ (Wassertankstellen e.V. 2016). Diese Vision möchte der Verein durch Bildung und durch die Verfügbarkeit von ‚Wasserabholstellen‘ (Wassertankstellen) erreichen. Die Wassertankstellen sollen Menschen ermöglichen selbst gratis, sauberes Trinkwasser zu ‚tanken‘. Ein zweites Bein des Vereins ist den Bürger durch Dokumentation von wissenschaftlichen Medienbeiträgen über die Situation von Trinkwasser – ob als Mineralwasser oder Leitungswasser- zu informieren.

Gratis sauberes Trinkwasser tanken an einer Wassertankstelle vom  Wassertankstellen e.V.
Gratis sauberes Trinkwasser tanken an einer Wassertankstelle vom Wassertankstellen e.V.

Wasser ist verschmutzt.

Es gibt ein riesiges Problem aus Sicht des Vereins ‚Wassertankstellen e.V.‘ – mehr und mehr ist Wasser – ein Allgemeingut – industrialisiert oder von Industriebetrieben kontrolliert und überwacht. Wasserproben finden keine Chemikalien, weil gar nicht eine vollständige Analyse betrieben wird und einzelne Stoffe von Wasseruntersuchungen ausgeschlossen oder Höchstgrenzen immer höher gesetzt werden. Mineralwasser hat eine schlechte Qualität und wird überteuert verkauft. Durch diese Tatsache wird es immer schwerer für den gesundheitsbewussten Bürger sauberes Wasser zu geringen Kosten zu kaufen. Wer wenig Geld hat, scheint fast von sauberen Wasser ausgeschlossen zu sein (da Osmose Anlagen oder sauberes Mineralwasser sehr teuer ist).

Wassertankstellen überall in Deutschland.

Bei dieser Problematik setzt die Idee der ‚Wassertankstellen‘ an. Die Vision ist, es gibt in der nahen Zukunft in jeder Stadt in Deutschland, oder jeden Stadtbezirk, ‚Wassertankwärter‘ (Menschen wie du und ich), die gratis Wasser an interessierte Mitmenschen ausgeben. Sauber und Frei von Zusatzstoffen. Auf einer Karte (siehe hier: http://wassertankstelle.de/wassertankstellen.html) werden private oder öffentliche ‚Wassertankstellen‘ schon jetzt aufgelistet, so dass man sich eine Stelle in der nächsten Nähe suchen kann. Das Tolle ist, es gibt schon eine Menge Tankstellen. Jeder kann eine ‚Tankstelle‘ eröffnen. Einfach den Verein kontaktieren.

Der Wasseradar der Wassertankstellen e.V. zeigt Wasserqualitäten in ganz Deutschland.
Der Wasserradar der Wassertankstellen e.V. zeigt Wasserqualitäten in ganz Deutschland.

Eine weitere Karte auf der Website listet Wasserproben der Mitglieder auf, die als Teil der Mitgliedschaft im Verein gemacht wurden. Als Mitglied bekommt man eine Wasserprobe (Leitungswasser oder Mineralwasser) bezahlt. Der ‚Wasserradar‘, wie diese Karte genannt wird, listet auch Proben von Mineralwässern auf. Es wird in verschiedene Wasserqualitäten eingeteilt. Man ist schon erstaunt, wie oft orange Fähnchen auftauchen. Mit der Farbe orange werden Wasserproben kategorisiert die als ’stark belastet‘ gelten.

Der Wasserradar bringt Transparenz.

Der Wasserradar ist ein Weg Aufmerksamkeit und Aufklärung zu erreichen. Es werden aber auch Kurse und Vorträge gehalten – deutschlandweit (Siehe hier: http://wassertankstelle.de/termine.html) – und wissenschaftliche Informationen und Fernsehbeiträge zum Wasser aufgelistet und verbreitet.

Eine Mitgliedschaft kostet nur 12,00 Euro im Jahr (20,00 Euro Aufnahmegebühr). Enthalten in der Mitgliedsschaft sind:

  • Webspace mit eigener URL, die genutzt werden können um die Bildungsarbeit des Vereins zu unterstützen, um etwa Termine zu veröffentlichen oder um seine Wassertankestelle zu bewerben.
  • Ein gratis Wassertest. Das Ergebnis wird dann in dem Wasserradar gelistet.

    Mehr infos vom Verein.


Links:

Website: www.wassertankstelle.de

Facebook: https://www.facebook.com/Wassertankstelle-468837466471645/

Quellenangaben:

Wassertankstelle.de, (2016): „Wassertankstelle.de“. Abgerufen am 03. 03. 2016 von http://wassertankstelle.de/.

(2016): „Frank geht zur Wasserinfo“. YouTube. Abgerufen am 09. 03. 2016 von https://www.youtube.com/watch?v=VQSZJ9LavcI.

Der Trend zur eigenen Biomolkerei

Immer mehr Bauern schließen sich zusammen, um eine eigene Biomolkerei zu gründen. Verkaufen an die großen Molkereien das mag ein Biobauer gar nicht. Oft werden die kleinen Milchverarbeitungsanlagen durch die Bevölkerung aus der Umgebung finanziert – denn die wollen ja regionale und ökologische Produkte.

Die Situation um die deutsche Biomilch ist komplizierter, als es auf den ersten Anblick scheint. Obwohl Biobauern seit Einführung von Bio-Milcherzeugergemeinschaften (man verkauft gemeinsam an eine Molkerei, um einen guten Preis zu erhalten) sich über einen stabilen Milchpreis freuen dürfen – ist es trotzdem nicht einfach die gute Biomilch an den Mann oder die Frau zu bringen. Der einfache Weg wäre an große Molkereien zu verkaufen, die auch Biomilch zertifizierte Milch verarbeiten dürfen. Um nur einmal zu illustrieren was ‚groß‘ bedeutet: „Die konventionelle Molkerei DMK verarbeitet rund 18 mal so viel Milch, wie die fünf größten Biomolkereien Andechser, Gläserne Meierei, Berchtesgardener Land, Söbbeke und die deutschen Ableger der dänischen Molkerei Arla zusammen“ (Bioland 2016). Verständlicherweise möchte ein Biobauer lieber an eine reine Biomolkerei verkaufen, denn wer möchte schon schon seine gute Biomilch mit konventioneller Milch vermischt haben?

Die Lösung war eine eigene Biomolkerei

Unter anderem aus dieser Motivation, ‚die Großen‘ zu vermeiden, entstand die Erzeugergemeinschaft Hamfelder Hof, die 2013 sich mit 27 Bioland Milchbauern (wieder)gegründete wurde. Seit 01.08.2015 produziert der Hamfelder Hof leckere Biomilch. Dabei ist der Hamfelder Hof schon sehr professionell aufgestellt und kann den Bedarf der Supermärkte und Kundschaft bedienen und produziert auch länger haltbare Biomilch. Anderen Mikromolkereien, wie etwa die Tü-Bio aus Tübingen fehlt diese Technik (um Milch haltbar zu machen). Als Resultat waren Bestellung, und sind Bestellung immer noch verhalten, denn die Tü-Bio Milch ist nur 7 Tage haltbar. Trotzdem erfreut sich das Angebot der Tü-Bio größter und wachsender Begeisterung. Das die Konsumenten aus Region voll hinter dem Konzept der Biomolkerei stehen, zeigen die 300.000 Euro, die von Bürgern aus der Region in die Molkerei investiert worden sind.

Langfristig kann nur gesagt werden, dass ein Konzept wie die Mikromolkerei Zukunft hat und voll im Trend liegt. Etwa ist der Anteil von Biomilch im Milchmarkt zwischen 2008 und 2014 um 30 % gestiegen (Bioland 2016), obwohl die Deutschen immer weniger Milch trinken. Der deutsche Biomilchmarkt ist auch immer noch auf Importe aus Österreich und Dänemark angewiesen – das liegt zuletzt daran, dass der österreichische Biobauer 6% (Bioland 2016) mehr erhält als im eigenen Land.

Links zu verschiedenen kleinen Biomolkereien:

Tü-Bio Molkerei http://www.tue-bio.de/

In der Region Tübingen.

Hamfelder Hof http://www.hamfelderhof.de

Ein Zusammenschluss von 27 Biolandbauern in Schleswig-Holstein.

De Öko Melkburen http://deoekomelkburen.de/

Eine kleine Mikromolkerei, die aus 3 Biolandbauern besteht.

Quellenangaben:

Bioland.de, (2016): „Bioland: Der Trend geht zur eigenen Molkerei“. Abgerufen am 28. 02. 2016 von http://www.bioland.de/im-fokus/hintergrund/detail/article/milch.html.

Loderhose, Jan (2016): „Startseite der Tübinger Bio-Bauernmilch GmbH – Tü Bio“. Tue-bio.de. Abgerufen am 28. 02. 2016 von http://www.tue-bio.de/.

Hamfelderhof.de, (2016): „Milchprodukte aus der Meierei Bauerngemeinschaft – Hamfelder-Hof“. Abgerufen am 28. 02. 2016 von http://www.hamfelderhof.de.