Kompostieren im Wohnzimmer

David Witzenede mit seiner Wurmkiste Copyright www.wurmkiste.at
David Witzenede mit seiner Wurmkiste Copyright www.wurmkiste.at

Als David Witzenede, gelernter Agrarwissenschaftler, sich darüber ärgerte, dass er seinen Biomüll in die Restmülltone werfen musste, wurde zusammen mit seinem Bruder Thomas, (ein gelernter Tischler) eine Idee geboren: Die Wurmkiste – Kompostieren im Wohnzimmer, oder genauer gesagt, in der Küche. Denn Biomüll in den Restmüll war für die beiden ein absolutes No-Go.

Anforderungen an die Kiste gab es viele, die wichtigsten waren wohl, dass obwohl in der Kiste 100te von Würmer sich durch verrotteten Biomüll arbeiteten, die Kiste außen nicht riechen sollte. Und zweitens, dass auch keiner der fleissigen Helfer aus der Kiste entfliehen kann. Ausserdem sollte der Komposter nicht wie ein Komposter aussehen. Schnell war ein Prototyp fertig. Das der Prototyp gelungen war, wurde durch das grosse Interesse der Freunde bestätigt – die alle selbst eine solche Kiste ihr eigen nennen wollten.

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Und als alle Freunde mit einer Wurmkiste versorgt waren, war der nächste logische Schritt ein Geschäftsmodell zu entwickeln. Und aus einer Idee wurde ein (Online)Geschäft.

 

Die Wurmkiste zum selbst zusammenbauen. Copyright www.wurmkiste.at
Die Wurmkiste zum selbst zusammenbauen. Copyright www.wurmkiste.at

Auf der Website bietet das junge Start-up eine Menge gut verständliche Infos über (Wurmkisten) kompostieren an, und via ihres Onlineshops Ihre Wurmkisten oder Seminare. Die Kiste wird, als Fertigmodell (265 Euro (Stand 01/2018) oder zum selbst zusammenbauen (ab 170 Euro) oder sogar zum  komplett selberbauen in einem Workshop zusammen mit David und Thomas (220 Euro) angeboten. Je nach Budget oder handwerklichen Geschick kann der Kunde dort wählen. Mehr Infos auf der Website: www.wurmkiste.at.

 

 

1000 Würmer leben in einer solchen Kiste, die 200g Biomüll am Tag essen. Das Endprodukte ist dann wunderbarer schwarzer Humus. Der kann den Zimmerpflanzen gegeben werden, im eigenen Garten oder, wenn man keines von beiden hat, einfach auf den öffentlichen Beeten “entsorgt” werden. David’s Vision ist, dass eine Wurmkiste genauso in der Küche vorhanden ist, wie heute der Kühlschrank. So könnten die Müllmengen aus der Restmülltonnen sicher enorm reduziert werden.

Wer wenig Geld hat, für den ist die Wurmkiste sicher zu teuer. Da gibt es auch günstige Lowbudget Möglichkeiten. Etwa, in dem man sich 4 Ketchup Eimer gratis aus einer Pommesbude holt und der folgenden Anleitung folgt.

Kosten: 20 Euro für die Regenwürmer oder sogar die kann man sich sparen, wenn man etwas Zeit in Wormhunting im eigenen Garten  oder bei Freunden investiert. Gesamtkosten Null Euro.

Fazit: Die Wurmkiste ist eine tolle Idee und David’s Vision, dass in jeder Küche in der Zukunft eine Wurmkiste zu finden ist, wie heute ein Kühlschrank, ist eine wunderbare – und besonders unterstützenswerte. Also gleich bestellen oder zur nächsten Pommesbude. 🙂

 

Quellenangaben:

wurmkiste.at. (2018). Wurmkiste: Einfach kompostieren mit einem stylischen Hocker. [online] Available at: https://wurmkiste.at/ [Accessed 28 Jan. 2018].

YouTube. (2018). Wurmkiste für Zuhause im ORF heute leben. [online] Available at: https://www.youtube.com/watch?v=Xc0dKzB2lWY [Accessed 28 Jan. 2018].

YouTube. (2018). Wurmkiste Wurmkompost Wurmfarm Wurmeimer Tutorial. [online] Available at: https://www.youtube.com/watch?v=kDGRtes0KVc [Accessed 28 Jan. 2018].

Vimeo. (2018). wurmkomposter in der wohnung wurmkiste fernsehbeitrag. [online] Available at: https://vimeo.com/227234453 [Accessed 22 Jan. 2018].

Kaltenreiner, C. and Mangione, J. (2018). Wurmkiste: Wie man Würmern ein Zuhause baut. [online] Kurier.at. Available at: https://kurier.at/wirtschaft/immobiz/wohnen/wurmkiste-wie-man-wuermern-ein-zuhause-baut/292.400.608 [Accessed 22 Jan. 2018].

Minkin, C. (2018). Pflanzendünger aus dem Sitzhocker. [online] derStandard.at. Available at: https://derstandard.at/2000055269021/Pflanzenduenger-aus-dem-Sitzhocker [Accessed 22 Jan. 2018].

 

Ein neues Lebensgefühl für Obdachtlose

hair-2806123_1920Das ‘Barber Angels Brotherhood’ sind ein Zusammenschluss von über 50 Friseuren, die in ihrer Freizeit quer durch das Land reisen, um Obdachlosen gratis die Haare zu schneiden. Die Idee entstand als Gründer Klaus einen Bericht im Fernsehen über Obdachlose sah. Eine Innere Stimme sprach danach zu ihm: “Du kannst den Menschen helfen!”. Und ja, sagte er sich, welch ein neues Selbstwertgefühl kann ein neuer, fescher Haarschnitt einem Menschen geben. Vielleicht das fehlende Stück Selbstwert, dass für einen Neubeginn noch fehlte?

 

50 Freiwillige helfen bundesweit.

Innerhalb kürzester Zeit fand Klaus 10 Kollegen und das ‘Barber Angels Brotherhood’ (kurz. B.A.B.) war ins Leben gerufen. Mittlerweile sind es mehr als 50 freiwillige Helfer die durch ganz Deutschland reisen um mit Ihren Talenten Obdachlosen ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.

Arte Film über ‚Barber Angels Brotherhood‘

 

Wenn die freiwilligen Scherenkünstler gefragt werden warum sie helfen – kommt übereinstimmend eine Antwort: “Für das Lächeln der Menschen”. Und für das strahlende Dankeschön, das man Ihnen entgegenbringt, wenn die Frisur das erste Mal im Spiegel bewundert wird.

 

Mit dem Namen “Brotherhood” lehnt sich der Verein an Rocker an. So sieht man alle Beteiligten in  Rockerkutten ihre Arbeit verrichten – zum Einen um eine Gemeinsamkeit und Wiedererkennung zu schaffen, aber zum Anderen auch nur als Spass.

 

Unterstützer dürfen sich melden.

Die bundesweiten Einsätze, und damit verbundene Kosten für Übernachtung und Material, werden durch Mitgliedsbeiträge und Sponsoren finanziert. Jeder der möchte kann das ‘Barber Angels Brotherhood’ unterstützen – mit Geld und materiellen Dingen  oder als Freiwilliger. Mehr infos auf der Website. (http://b-a-b.club)

 

Soziale Organisationen sind eingeladen sich zu melden.

 

Fazit:

Tolles Projekt. Möge es viel Unterstützung bekommen und viele Menschen glücklich machen.

 

Quellen:

Stage, A. and Stage, A. (2018). Barber Angels Brotherhood – Wir haben wundervolles vor. [online] Barber Angels Brotherhood. Available at: http://b-a-b.club [Accessed 22 Jan. 2018].

 

Pixabay.com. (2018). Free Image on Pixabay – Haircut, Barber, Salon, Barber Shop. [online] Available at: https://pixabay.com/de/haarschnitt-friseur-salon-haar-1007891/ [Accessed 22 Jan. 2018].

 

YouTube. (2018). ARTE Re: Frisuren für ein neues Ich – Wie die Barber Angels Obdachlosen helfen (Doku 2017). [online] Available at: https://www.youtube.com/watch?v=AG5SULnGRrE [Accessed 22 Jan. 2018].

Pixabay.com. (2018). Free Image on Pixabay – Hair, Salon, Style, Hairdresser. [online] Available at: https://pixabay.com/de/haar-salon-stil-friseur-frisur-2806123/ [Accessed 22 Jan. 2018].

 

 

Retuna – die weltweit erste Recyling Shopping Mall.

retuna-konferensIn der 70.000 Seelenstadt Eskilstuna eröffnete im August 2015 die weltweit erste recycling Shopping Mall. Alle Produkte, die in der Mall verkauft werden sind recycelte Produkte, die wieder zum Leben erweckt worden sind oder ökologisch oder nachhaltig produziert wurden.

 

Der Kunde trägt zur Sortimentsvielfalt bei.

Wer die Mall besucht, kann auch zum neuen Sortiment beitragen, in dem man wiederverwertbare Spielsachen, Möbel, Kleidung, dekorative Dinge oder elektronische Geräte in dem Depot “Returen” abgibt. Dort wird eine erste Aussortierung durchgeführt. Was ist nutzbar, was nicht. Im nächsten Schritt werden die nutzbaren Sachen an die Shops weitergegeben, die dann entscheiden was sie reparieren, umwandeln oder verfeinern – und dann letztendlich verkaufen wollen.

 

Aber Retuna ist nicht nur ein Verkaufsplatz, sondern auch ein öffentlicher Raum, wo es Events, Workshops, Vorträge oder spezielle Thementage gibt, die versuchen die Besucher näher an das Thema Nachhaltigkeit heranzuführen. Geführt ist die Mall von einer städtischen Firma, die das Ziel hat optimale Vorteile für Kunden, sowie Anwohner anzubieten – mit minimalen Impakt für die Umwelt.

Wie entstand die Idee?

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Die Stadt Eskilstuna hatte das Ziel eine grüne Vorbildfunktion zu sein.  Irgendwann kam die Idee auf, eine Mall zu bauen, die

normale Alltagsprodukte anbot, aber nur mit wiederverwendeten oder upgecyclten Produkten. Im August 2014 beschlossen Politiker dass diese Mall gebaut werden soll. Mittlerweile wurde das Konzept kopiert und in anderen Städten umgesetzt.

 

Wer kennt ein andere Modelle? In welchen Städten sind Sie? Bitte postet unten Links und Infos.

Quellen:

https://www.retuna.se

Klinikclowns. Lachen ist die beste Medizin.

Die Klinikclowns Frau Dr Düsentrieb und Herr Dr. Wackelzeh sind auf Visite im Kinderkrankenhaus. Erst wird höflich geklopft: „Klopf, klopf „Dürfen wir reinkommen?“. Wenn ein „ja“ von den Kindern zurückkommt, treten die Frauen und Herrn Doktoren ein. Vorbereitet, mit persönlichen Informationen über das Kind und seiner Erkrankung, gehen die ‚Ärzte‘ mit einer ‚humorvollen Sensibilität“auf die Kinder ein. Trotz der einfühlsamen Art sind die Kinder am Anfang meist zurückhaltend. Das ändert sich aber wenn die erste Diagnose gestellt wurde: „Lachfieber“ oder etwa „Nasengrummeln“. Sofort steigt die Stimmung und das Eis der Schüchternheit ist schnell gebrochen und die heilende Arbeit der Krankenhaus Clowns kann nun beginnen.

Patch Adams – Ideengeber für die Klinikclowns.

Die Idee eines Klinik-Clowns hatte in den 70er Jahren Patch Adams, ein Absolvent vom Medical College of Virgina. Adams glaubte, dass Familie, die Gemeinschaft und die Umwelt nicht von dem Erkrankten getrennt werden kann. Schon als Medizinstudent glaubte er, dass der Arzt auf den Patienten eingehen muss. Mit dieser Idee stoß er auf allgemeine Ablehnung, aber er hielt an seinem Traum fest und setze seine Idee: ‚Menschen durch Humor zu unterstützen“ um. Wie aus seiner Idee eine Wirklichkeit wurde, wird eindrucksvoll in dem 1999 gleichnamigen Film „Patch Adams“ mit Robin Williams gezeigt. Eine tolle Motivation für jene, die mit Ihren Ideen selbst nicht gerade nicht weiterkommen – manchmal braucht man halt einen langen Atem. 🙂 Mittlerweile bildet Patch Adams andere Ärzte zu Krankenhaus Clowns aus.

Weltweites Lachen.

Klinikclowns von Clowns und Clowns im Altersheim. (Bildrechte http://www.clowns-und-clowns.de/)
Klinikclowns von Clowns und Clowns im Altersheim. (Bildrechte http://www.clowns-und-clowns.de/)

So wird nach und nach , überall in der Welt Humor in die Krankenhäuser gebracht. In Deutschland gibt es sogar schon einen Dachverband bei dem 15 Klinikclown-Vereine organisiert sind. Die Clowns können von den Krankenhäusern gebucht werden und sind meist schon ein Institution in den Kinderabteilungen. Manchmal hört man sogar die Kinder sagen, ich möchte erst am Donnerstag entlassen werden – da kommen die Clowns.

Die Arbeit der Clowns ist aber nicht nur in Kinderkrankenhäusern beschränkt. Man sieht sie auch in Hospizen oder Altersheimen und auch dort helfen sie Psyche der Erkrankten aufzuheitern. Denn für kurze Zeit ist der Krankenhausaufenthalt und die damit verbundene oft schwere Zeit vergessen.

 

Quellenangaben:

(2016): „Clowns & Clowns e.V. » Die Leipziger Gesundheitsclowns » Clownerie f�r Jung und Alt » Website“. Clowns-und-clowns.de. Abgerufen am 06. 06. 2016 von http://www.clowns-und-clowns.de.

(2016): „Hieroniemuss‘ Doctor-Clowns e.V.“. Doctor-clowns.de. Abgerufen am 14. 04. 2016 von http://www.doctor-clowns.de/.

(2016): „Home – Gesundheit! Institute“. Gesundheit! Institute. Abgerufen am 01. 06. 2016 von http://www.patchadams.org/.

(2016): „Patch Adams“. Wikipedia. Abgerufen am 01. 06. 2016 von https://en.wikipedia.org/wiki/Patch_Adams.

(2016): „Potsdamer Klinikclowns e.V. – Start“. Potsdamer-klinikclowns.de. Abgerufen am 01. 06. 2016 von http://www.potsdamer-klinikclowns.de/.

(2016): „Der Verein „Rostocker Rotznasen – Klinikclowns im Einsatz„“. Rostockerrotznasen.de. Abgerufen am 01. 06. 2016 von http://www.rostockerrotznasen.de/.

e.V., Dachverband (2016): „Dachverband Clowns in Medizin und Pflege Deutschland e.V.“. Dachverband-clowns.de. Abgerufen am 01. 06. 2016 von http://www.dachverband-clowns.de/.

Die Suchmaschine Ecosia pflanzt 4 Millionen Bäume.

Die Suchmaschine Ecosia ist ein Sozialunternehmen das laut eigener Angabe mindestens 80% seiner Einnahmen für Wiederaufforstungsprojekte spendet, um mit Partnerorganisationen Bäume in Wüstenregionen zu pflanzen.

 

 

Die Suchmachine Ecosia (Screenshot Ecosia.org)
Die Suchmachine Ecosia (Screenshot Ecosia.org)

Die Idee für Ecosia begann in Nepal zu keimen (um einmal in Baum-Sprache zu schreiben). Gründer Christian Kroll wollte schon in Nepal eine Suchmaschine programmieren, die mit den Einnahmen NGO Projekte finanzieren sollte. Doch durch mangelnde Infrastruktur musste er die Idee bald aufgeben. Ganz aufgegeben hatte er jedoch nicht. Als er in Südamerika und durch ein Buch („Hot, flat and crowded“ von Thomas L. Friedman) erfuhr welch einen positiven Einfluss Aufforstungsprojekte in Wüstengebieten haben, war Ecosia – die Baum pflanzende Suchmaschine – geboren. Christian wollte seine originale Idee – eine Suchmaschine die soziale Projekte finanziert – nun speziell mit Aufforstungsprojekten verbinden.

 

Zu Beginn wurden Projekte in Brasilien finanziert. Als Ecosia auf der Suche nach einen neuen Projekt war, kamen Sie auf WeForest, da bei WeForest ganzheitlicher arbeitete (und günstiger) und die ganzen lokalen Menschen in das Projekt mit einbindet und profitieren lässt. Hier ein Video von der Arbeit von WeForest

Warum ist Bäume zu pflanzen eine so gute Sache?

 

 

Die Suchmachine Ecosia pflanzt von Ihren Gewinnen Bäume in Wüstenregionen. (Bildrecht: Ecosia)
Die Suchmaschine Ecosia pflanzt von Ihren Gewinnen Bäume in Wüstenregionen. (Bildrecht: Ecosia)

Bäume zu pflanzen hat einen wirklich positiven Effekt auf eine ganze Region. Wo vorher Trockenheit und Dürre herrschten, bilden sich nach und nach weitere Pflanzen und Büsche – ein neues Mirko-Klima kann entstehen. Damit ergeben sich völlig neue Perspektiven für die Menschen die in diese kargen Regionen leben – schon das eigene Gemüse anzubauen wird leichter sein und größerer Erträge einbringen. Ecosia versucht aber über die Finanzierung der Wiederaufforstungsprojekte zusätzlich auch Social Investment und Empowerment für die lokale Wirtschaft zu unterstützen.

 

Kurz zusammengefasst gibt es diese Vorteile (Quelle: Ecosia 2016):

  • Mehr Regen (Wiederbelebung des Wasserkreislaufs)
  • Mehr einheimische Pflanzen und Tiere (biologische Vielfalt)
  • CO2-Abscheidung und -Speicherung (Abschwächung des Klimawandels)
  • Nachhaltige Bildungsprogramme
  • Wiederbelebung der lokalen Wirtschaft
  • Stärkung der Frauen durch eigene Verdienstmöglichkeiten
  • Mehr Kinder in der Schule

Wie werden die Bäume finanziert?

 Das Prinzip der Suchmaschine Ecosia. (Bildrechte: Ecosia)
Das Prinzip der Suchmaschine Ecosia. (Bildrechte: Ecosia)

Ecosia ist eine Suchmaschine wie jede andere – genauer gesagt wie Bing, denn Ecosia ist eine Suchmaske, die auf der Technologie von Bing basiert. Obwohl Ecosia auch eigene Techniker hat, die die Logarithmen der Suchmaschine verändern und verbessern, kommt die Haupttechnik eben von Bing. So auch die Werbegelder: Bing spielt die Werbung auf der Suchergebnisseite ein, und Ecosia verdient dann mit. Genau 0.5 Cent pro Suchanfrage. Von diesen 0.5 Cent werden 0,4 Cent gespendet, 0,1 Cent wird für die Verwaltung aufgewendet. Obwohl Ecosia nur einen so geringen Betrag bekommt, kamen schon seit der Gründung im Jahre 2009 über 3 Millionen Euro zusammen, davon wurden über 4 Millionen Bäume finanziert.

Bei einer aktuellen Anzahl von 2,5 Millionen Menschen die Ecosia monatlich nutzen, kann gesagt werden, dass alle 12 Sekunden ein neuer Baum gekauft wird. Und das wird transparent kommuniziert. Zum Einen kann jeder auf der Website www.info.ecosia.org genau nachlesen, welche Organisation wie viel Geld erhielt, zum Anderen gibt es ein kleines, aber feines Feature auf der Website. Es gibt den Baumzähler auf der Website. Das ist eine kleine Anzeige oben rechts neben dem Suchfeld. Dort wird angezeigt, wie viele Bäume schon finanziert wurden mit der persönlichen Suchtätigkeit. (Siehe Screenshot). Durch mein Suchen mit Ecosia wurde schon 113 Bäume bezahlt.

Der Baumzähler der Suchmaschine Ecosia. (Screenshot Ecosia.org)
Der Baumzähler der Suchmaschine Ecosia. (Screenshot Ecosia.org)

Ein tolles Gefühl! Und noch etwas tolles gibt es: Wer partout seine geliebte Google-Suchmaschine nicht verlassen möchte, kann auch via Ecosia mit Google suchen. Einfach auf das „Google“ Tab klicken (siehe Screenshot) und wie gewohnt Google nutzen (Anmerkung: Jedoch verdient Ecosia mit Google nicht viel)

Wenn man über dieses tolle Projekt liest, fragt man sich, warum benutzen nicht mehr Menschen Ecosia. Was könnte bewirkt werden, wenn Ecosia Suchanfragen wie Google hätte? Laut Searchegineland berichtet Google vor kurzem, dass es 100 Billionen Suchanfragen pro Monat verarbeitet. Hätte Ecosia diese Anzahl, dann könnten 50 Billionen Euro pro Monat gespendet werden und statt ein Ziel von 1 Billionen Bäume in 4 Jahren gepflanzt zu haben, würde 3 Billiarden Bäume pro Monat gepflanzt werden können!!!.

in Zahlen sieht das so aus: 3.000.000.000.000.000

Die Suchmaschine Ecosia wartet auf Dich!

Wer umsteigen will, gleich auf www.ecosia.org gehen und die Seite speichern. Wer seinen Browser auf Ecosia umrüsten will, der kann sich auf den folgenden Links unten eine Browser Extension installieren.

Firefox Erweiterung: https://goo.gl/DfzhdB

Opera Erweiterung: https://goo.gl/RQ5wF6

Chrome Erweiterung: https://goo.gl/XkMTOj

Gutes Surfen!!!

 

 

 

 

Quellenangaben:

(2016): „What is Ecosia? – The search engine that plants trees“. Info.ecosia.org. Abgerufen am 25. 03. 2016 von https://info.ecosia.org/.

Henley, Will (2013): „New breed of ethical startups are taking on the giants of the internet“. the Guardian. Abgerufen am 25. 03. 2016 von http://www.theguardian.com/sustainable-business/ethical-startups-taking-on-internet-giants.

Sullivan, Danny (2012): „Google: 100 Billion Searches Per Month, Search To Integrate Gmail, Launching Enhanced Search App For iOS“. Search Engine Land. Abgerufen am 25. 03. 2016 von http://searchengineland.com/google-search-press-129925.

Süddeutsche.de GmbH, Germany (2014): „Alternative Suchmaschinen – Googeln für den Regenwald statt für Google“. Süddeutsche.de. Abgerufen am 25. 03. 2016 von http://www.sueddeutsche.de/digital/alternative-suchmaschinen-googeln-fuer-den-regenwald-statt-fuer-google-1.2116129-2.

(2016): Upworthy „A search engine like Google, except for one small detail: It plants trees!“. Upworthy. Abgerufen am 25. 03. 2016 von http://www.upworthy.com/a-search-engine-like-google-except-for-one-small-detail-it-plants-trees.

Fischetti, Mark (2016): „Search Engine Plants Trees as It Finds Your Info“. Scientific American Blog Network. Abgerufen am 25. 03. 2016 von http://blogs.scientificamerican.com/observations/search-engine-plants-trees-as-it-finds-your-info/.

(2016): „Burkina Faso – Greening the Desert“. Weforest.org. Abgerufen am 10. 04. 2016 von http://www.weforest.org/projects/burkina-faso-greening-desert.

(2016): „Ecosia hat 4 Millionen Bäume gepflanzt: Dankeschön!“. YouTube. Abgerufen am 10. 04. 2016 von https://www.youtube.com/watch?v=3gy666XPpJw.

Einfach eine solidarische Landwirtschaft finden.

Eine solidarische Landwirtschaft finden ist nicht einfach. Nun gibt es Ernte-teilen.org. Es ist eine Onlineplattform, die auf einer interaktiven Karte alle Solidarischen Landwirtschaften (SoLaWi) in Deutschland auflistet – mit dem Ziel: „Verbrauchern und Landwirten es einfacher zu machen, sich an Solidarischer Landwirtschaft zu beteiligen“ (Ernte-teilen.de 2016).

Ob man als Verbraucher eine solidarische Landwirtschaft finden möchte, oder als Landwirt, der eine SoLaWi gegründet hat und dies der Welt mitteilen will. Unterstützt wird Ernte-teilen.org vom Netzwerk Solidarische Landwirtschaft.

Eine Solidarische Landwirtschaft finden mit Ernte-Teilen.org
Eine Solidarische Landwirtschaft finden auf der Karte von Ernte-Teilen.org (Bildrechte Ernte-Teilen.org)

Aber nun werden sich manche Leser sicher Fragen: „Was ist eine SoLaWi (Solidarische Landwirtschaft)?“ Das Konzept für die Solidarische Landwirtschaft entstand in den 60er Jahren in Japan. Es ist ein Zusammenschluss von Menschen, die einem Bauern im Voraus einen regelmäßigen (Mitglieds)Beitrag zahlen, um dafür eine angemessene Menge an Gemüse zu bekommen. Meist bindet man sich für 1 Jahr. Das Gemüse holt man selbst auf dem Hof ab, teilweise helfen die Mitglieder auch bei der Ernte oder anderen Aktivitäten. Dabei ist wichtig, dass der Preis vom Produkt entbunden ist, dass heißt, es wird kein Preis festgesetzt für einen Salat oder 1 Kilo Tomaten, sondern es gibt eine bestimmte Menge geerntetes Gemüse, das dann durch die Mitglieder geteilt wird. Im Winter kann es weniger sein, im Sommer meist mehr. Gibt es Menschen, die weniger Geld zur Verfügung haben, dann darf man um eine Verringerung bitten – übernommen werden die Kosten von Familien, die besser verdienen, oder externen Sponsoren. Somit ist jeder ein Gewinner: Der Bauer, weil er regelmäßige Einnahmen hat und so besser, und mit weniger Risiko, planen kann und der Verbraucher, weil er frisches Gemüse bekommt, auf dem Bauernhof mithelfen kann und dadurch auch einen viel näheren Bezug zu seiner Nahrung bekommt.

In den letzten Jahren sind in Deutschland SoLaWi’s wie die Pilze aus dem Boden geschossen. Gründe gibt es viele, ein Hauptgrund ist sicher der immer größere werdende Kostendruck in der Landwirtschaft, und auf der anderen Seite, dass immer mehr Menschen wissen möchte wo ihr Essen herkommt.

Genau hier soll die Website ernte-teilen.org helfen ansetzen und unterstützend wirken – dass noch mehr Menschen zu einer SoLaWi finden oder noch mehr SoLaWi’s gegründet werden können.

Lasst uns eine solidarische Landwirtschaft finden.

Simon und seine Freunde starteten die Idee, als sie selbst frustriert waren und es sehr schwer fanden selbst eine Solidarische Landwirtschaft zu finden. Mit Hilfe einer Förderung der Open Knowledge Foundation Deutschland (im Rahmen des Programms Stadt Land Code)  gab es die notwendige finanzielle Unterstützung und seitdem wird das Projekt langsam, aber kontinuierlich in der Freizeit weiterentwickelt.

Und bist du schon bei einer SoLaWi? Konntest du eine SoLaWi in deiner Nähe auf der Karte finden? Erzähl deine Erfahrungen von SoLaWi’s wenn du welche hast oder frage unten in der Kommentar-Box.

Guten Hunger!

Gründung des Projektes durch:

  • Simon Jockers (Design und Softwareentwicklung)
  • Christian Rijke (Softwareentwicklung)
  • Tobias Preuss (Softwareentwicklung)
  • Charis Braun (Inhaltliche Betreueung)

Quellenangaben:

(2016): „Solidarische Landwirtschaft“. De.wikipedia.org. Abgerufen am 29. 03. 2016 von https://de.wikipedia.org/wiki/Solidarische_Landwirtschaft#Entwicklung.

e.V., Solidarische (2016): „Startseite :: Solidarische Landwirtschaft e.V.“. Solidarische-landwirtschaft.org. Abgerufen am 29. 03. 2016 von http://www.solidarische-landwirtschaft.org.

(2016): „Ernte teilen“. Ernte-teilen.org. Abgerufen am 29. 03. 2016 von http://ernte-teilen.org/.

(2016): „Stadt Land Code – digitale Werkzeuge für Bürger“. Stadtlandcode.de. Abgerufen am 10. 04. 2016 von http://stadtlandcode.de/.

#NatureCleanUp Day – Jetzt wird in die Hände gespuckt!

Welch tolle Idee, die sich Max Green und Jürgen Brocke da zusammen ausgedacht haben: den #NatureCleanUp Day. Der #NatureCleanUp Day ist ein bundesweites – oder vielleicht weltweites Event, dass am ‚Tag der Umwelt‘ Menschen zusammenbringen soll, um Wald und Wiesen oder unsere Nachbarschaft sauber zu machen. Handschuh und Müllsack reichen – und los geht es.

Die Idee entstand, als Jürgen ein Video von Max sah, wo dieser von einer Gruppe Menschen berichtete, die gemeinsam und freiwillig einen See säuberten. Daraufhin entstand zunächst das NatureCleanUp Challenge. Jürgen wollte mehr Menschen motivieren die Natur in ihrer näheren Umgebung sauber zu machen – und so nominierte er mit einem Youtube-Video 5 seiner Freunde um Gleiches zu tun. Siehe Video hier:

 

 

Unter dem Hashtag #NatureCleanUp sollten Videos oder Photos auf allen Sozialen Medien von dem gesammelten Müll gepostet werden und, wie bei ihm, 5 weitere Menschen aus dem Freundeskreis nominiert werden um Gleiches zu tun. Bis Anfang 2016 haben so 30 Menschen mit Bildern oder Videos geantwortet (Hier eine Liste von Video Antworten https://www.youtube.com/playlist?list=PLJFeUOSzTUQMUUcs1pWvF21gsqnQrkrz7).

Nach dem tollen Feedback entstand die Idee eine größere Aktion mit noch mehr Menschen ins Lebens zu rufen – vielleicht deutschlandweit, vielleicht sogar über die Grenzen Deutschlands hinweg?

Der #NatureCleanUp Day findet al 05. Juni statt.

Bei der Suche nach einem idealen Tag für #NatureCleanUp Day stattfinden, wurde der ‚Internationale Tag der Umwelt‘ ausgesucht (Mehr Infos hier: http://www.bmub.bund.de/service/veranstaltungen/kalender/tag-der-umwelt-informationen-und-mottos-seit-1980/). Es gibt eigentlich keinen besseren Tag, denn an dem ‚Tag der Umwelt‘ gibt es schon bundesweit Aktionen zum Thema Naturschutz. Und vielleicht kann der #NatureCleanUp -Day dort integriert werden? Vielleicht macht dein Verein ein Event für den ‚Tag der Umwelt‘ und man kann dort den #NatureCleanUp Day integrieren? Vielleicht hat jemand auch eine tolle Idee, um eine Aktion mit Kindern zu machen – jene Generation, die auch Jürgen und Max mit ansprechen wollen?

Logo #NatureCleanUp Day (Copyright CC0 1.0 Universell)
Logo #NatureCleanUp Day (Copyright CC0 1.0 Universell)

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wie der Tag organisiert wird steht jedem offen, Ziel ist nur viel Müll zu sammeln und die Umwelt zu säubern – und davon später Videos oder Bilder unter dem Hashtag #NatureCleanUp auf allen Sozialen Medien zu posten.

Wer sich mit gleichgesinnten austauschen will, der kann gerne der Facebookgruppe für den #NatureCleanUp Day beitreten (den Link kann man hier finden: https://www.facebook.com/groups/1102884346412674/?notif_t=group_r2j_approved&notif_id=1459540870105561)

Nun stellt sich nur noch eine Frage? Wann legst du los und organisiert mit deinen Freunden ein #NatureCleanUp Event in deiner Nachbarschaft oder Freundeskreis? Vielleicht hast du ja Lust selbst eine Gruppe in deiner Stadt zu gründen? Du kannst es wie Cat Ti machen, die einfach eine Facebookgruppe „Lasst uns Witten schöner machen“ (https://www.facebook.com/groups/1661906530725773/) gründetet und nun regelmäßig mit Menschen aus Ihrer Stadt die Natur in Witten und Umgebung säubert.

Also viel Spaß – gerne könnte ihr links von eurer Aktionen unten in den Kommentaren posten.

Weiterführende Links:

Quellenangaben:

(2016): „NatureCleanUp – Aktion für eine saubere Natur“. Naturecleanup.info. Abgerufen am 01. 04. 2016 von http://www.naturecleanup.info.

(2016): „#NatureCleanUp Challenge: MACH MIT! Müll gehört nicht in die Natur!“. YouTube. Abgerufen am 01. 04. 2016 von https://www.youtube.com/watch?v=bLVWz_2xdw4.

(2016): „TRAUST DU DICH? #NatureCleanUp | Max GREEN“. YouTube. Abgerufen am 01. 04. 2016 von https://www.youtube.com/watch?v=OvJq_HWtSp0.

(2016): „#NatureCleanUp – Challenge – Kein Müll in die Natur – YouTube“. Youtube.com. Abgerufen am 04. 04. 2016 von https://www.youtube.com/playlist?list=PLJFeUOSzTUQMUUcs1pWvF21gsqnQrkrz7.

(2016): „Lasst und Witten schöner machen“. Facebook.com. Abgerufen am 04. 04. 2016 von https://www.facebook.com/groups/1661906530725773/.

BMUB, Internetseite (2016): „Details“. Bmub.bund.de. Abgerufen am 04. 04. 2016 von http://www.bmub.bund.de/service/veranstaltungen/details/event/internationaler-tag-der-umwelt-weltumwelttag/.

 

20 Jahre Saatgutfonds für Artenvielfalt.

75% des international Saatgutmarktes werden von nur 10 großen Konzernen kontrolliert und zur gleichen Zeit bewirkt diese Konzentration von wenigen Firmen auch eine Abnahme von Artenvielfalt. Ein Beispiel: in den 60er Jahren gab es auf den Philippinen noch über 3000 Reissorten, in den 90er Jahren fand man auf 98% der Anbaufläche nur 2 Reissorten. Mittlerweile ist mehr und mehr in der breiten Öffentlichkeit bekannt, wie die Situation um unser Saatgut steht – das war 1995 noch ganz anders. Aus dieser Situation heraus entstand der Saatgutfonds.

 

Hier ein Film der die Situation genauer beleuchtet: „Die Saatgut Retter“ (ZDF 2014) ( (2016). http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2103992/Die-Saatgut-Retter#/beitrag/video/2103992/Die-Saatgut-Retter

Zuchinisamen bei der Auswahl.(Bild Saatgutfonds)
Zuchinisamen bei der Auswahl. (Bild Saatgutfonds)

Damals gab es schon Initiativen, die einen Gegenimpuls setzen wollten und an Saatgutzüchtungen für die Allgemeinheit arbeiteten. Aus der öffentlichen Hand gab es keine Fördergelder für diese zeitintensive Arbeit. So entstand die Idee des Saatgutfonds, der genau diese Initiativen unterstützen sollte.

 

Es waren Albert Fink (damals Vorstand der GLS Treuhand) und Dirk Lücke (ehemaliger Manager in der Verpackungsindustrie und Bio-Landwirt) die sich zusammenschließen und mit 140.000 DM Gründungskapital den Fonds ins Leben riefen. Dieser nahm schon im darauf folgenden Jahr seine Arbeit auf und unterstützte die ersten Saatgutzüchtungsprojekte.

Das Ziel.

Das Ziel des Fonds sollte sein: „ein Spendensammelfonds für die Förderung der gemeinnützige, biologische und biodynamische Züchtungsforschung“ (Saatgutfonds 2016) zu sein. Außerdem tritt man für „Fruchtbarkeit, Vielfalt und Saatgutforschung ohne Patente und Gentechnik“ ein.

Das Besondere am Saatgutfonds ist, dass es keine Stiftung oder ein Fonds im traditionellen Sinne ist, sondern wie schon erwähnt, die Projekte werden mit Geld gefördert, das durch regelmäßige Spenden eingesammelt wird. (im Vergleich: Eine Stiftung fördert gemeinnützige Projekte mit den Zinserträgen aus dem Stiftungsvermögen). Zur Zeit zählen zu den Unterstützern über 4000 Bürger und Bürgerinnen und eine große Anzahl namhafter Unternehmen und Organisationen, die teilweise schon sehr lange dem Saatgutfonds verbunden sind. So ist etwa Alnatura, eine Biosupermarktkette, schon seit über 10 Jahren mit dabei.

854.000 Euro für Saatgutzüchtungen in 2015.

Man würde sich sicher jederzeit über neue Unterstützer freuen, denn die Entwicklung einer einzigen Sorte kostet um die 600.000 €. Im Jahre wurde 854.000 € für Saatgutzüchtungsforschung im Bereich ‚Gemüse-‚, ‚Getreide-‚ und ‚Obstzüchtung‘ verteilt. Dieser Link zeigt genau wo das Geld im Jahre 2015 hingeflossen ist: (http://goo.gl/hSxPhr)

Wie die Fördergelder verteilt werden, wird vom Treuhänderkreis entschieden. „Die Mitglieder des Treuhänderkreises sind, neben der Geschäftsführung der Zukunftsstiftung Landwirtschaft und einem Mitarbeiter bzw. einer Mitarbeiterin, Vertreter/innen von Bio-Verbänden, Forschungseinrichtungen des biologischen Landbaus und den Züchtungsinitiativen. Sie informieren sich wechselseitig über die Arbeit und Entwicklung der geförderten Projekte und unterstützen das Team der Zukunftsstiftung Landwirtschaft bei der inhaltlichen Vorbereitung der jährlich stattfindenden Saatgut-Tagung.“ (Saatgutfonds 2016)

Der Saatgutfonds sucht Förderer.

Wie kann man den Fonds unterstützen? Oder vielleicht ist man auf der Suche nach finanzieller Unterstützung für die eigene Saatgutzucht? Dann bitte einfach den folgenden Link folgen, dort gibt es allerhand Informationen. Mehr hier: http://goo.gl/pW6zZn

Was hältst du von dieser Idee? Bist du schon Unterstützer oder planst du den Saatgutfonds zu unterstützen? Bitte hinterlasse uns eine Nachricht unten in den Kommentaren. 🙂

Quellenangaben:

(2016): „Die Saat der Zukunft“. Alnatura.de. Abgerufen am 18. 03. 2016 von http://www.alnatura.de/de-de/panorama/kultur-und-gesellschaft/gesellschaft/die-saat-der-zukunft.

(2016): „Saatgutfonds – Zukunftsstiftung Landwirtschaft“. Zukunftsstiftung-landwirtschaft.de. Abgerufen am 18. 03. 2016 von http://goo.gl/aFjn1u

(2016): „Die Saatgut-Retter – planet e – ZDFmediathek – ZDF Mediathek“. Zdf.de. Abgerufen am 18. 03. 2016 von http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2103992/Die-Saatgut-Retter#/beitrag/video/2103992/Die-Saatgut-Retter.

Der Film: „Wenn ein Garten wächst“

Der Film „Wenn ein Garten wächst“ ist ein Projekt von Ines Reinisch (Regie, Produktion, Schnitt). Ines wurde seinerzeit in der Medienstadt Hamburg geboren und verfolgte auch einen Berufsweg in den Medien. Als diplomierte Filmemacherin arbeitete Sie über mehrere für ARD/ZDF und andere Institutionen. Erst im Jahre 2010 beschloss Sie ein zweites Studium für Agrarwissenschaften in Kassel zu beginnen. Als die dort mit dem Gemeinschaftsgarten ‚Huttenplatz‘ in Kontakt kam, entstand die Idee zum Film „Wenn ein Garten wächst“. Hier der Trailer:

 

Denn Sie faszinierte, wie durch Gemeinsamkeit in der urbanen Nachbarschaft ein ökologisches Projekt wie der Huttenplatz Gemeinschaftsgarten entstehen konnte. Manche Nachbarn hatten jahrelang nie ein Wort gewechselt, vielleicht ein mal ein scheues „Hallo, einen schönen Tag“ über die Lippen gebracht – der Gemeinschaftsgarten änderte dies und es entstanden persönliche, enge Freundschaften. Und genau diese enge Gemeinsamkeit sieht Ines als Fundament dieses Gartenprojektes an und möchte dies auch im Film kommunizieren. Nach dem Motto, „zusammen schaffen wir alles“.

Screenshot vom Film "Wenn ein Garten wächst"
Screenshot vom Film „Wenn ein Garten wächst“

Beim Film „Wenn ein Garten wächst“ – wuchs die Gemeinschaft.

Der Garten am Huttenplatz ist schon über die Stadtviertel bekannt geworden. Dieser Film „Wenn ein Garten wächst“wird sicher dazu beitragen, dass bundesweit Menschen über dieses Projekt erfahren und dann vielleicht selbst inspiriert werden, mit Freunden und Bekannten auch Grünland in ihrer Stadt „zu privatisieren“. Reinisch’s Film wurde sogar schon von dem Toronto Filmfestival ausgezeichnet und vier weiteren Wettbewerben.

Screenshot vom Film "Wenn ein Garten wächst"
Screenshot vom Film „Wenn ein Garten wächst“

Der Film ist sicher ein gutes Beispiel dafür, was eine Gemeinschaft bewirken kann, wenn man gemeinsame Ziele verfolgt. 🙂

Gibt es bei Dir in der Umgebung ein ähnliches Projekt? Bitte erzähl uns mehr – unten in den Kommentaren oder via der Kontaktform oben rechts.

Zur Zeit läuft der Film in mehreren Städten in Deutschland. Termine wo und wann, können auf der Website entnommen werden: http://www.wenneingartenwaechst.de/termine/

Der Trailer:

 

Quellenangaben:

(2016): „Wenn ein Garten wächst – Ein Dokumentarfilm von Ines Reinisch“. Wenneingartenwaechst.de. Abgerufen am 16. 03. 2016 von http://www.wenneingartenwaechst.de/.

(2015): „Wenn ein Garten wächst – Trailer“. Vimeo. Abgerufen am 16. 03. 2016 von https://vimeo.com/134846390.

Elternforum startet Projekte für Kinder.

Elternforum started Projekte für Kinder.
Das Elternforum startet Projekte für Kinder.

Das Elternforum in Birmensdorf in der Schweiz trifft sich regelmäßig im ehemaligen Asylbewerberheim, um aktiv die Freizeit Ihrer Kinder mitzugestalten. Dabei entstanden in den letzten Jahren Ideen wie etwa das ‚Kinder-Kino‘ oder der ‚Kinder-Coiffeur‘ – aber auch Ideen für die Eltern wurden ins Leben gerufen: der ‚Stricktreff‘ oder der ‚Französische Treff‘ waren Beiprodukte für die Eltern.

Dabei sieht sich das Elternforum nicht als Alternative zu bestehenden Angeboten von Sportvereinen und Co, sondern als Ergänzung. Denn das Ziel ist es aktiv Brücken zu bauen – zwischen den Eltern untereinander, aber auch zwischen Eltern und Schule, Behörden und Vereinen.

Das Elternforum Birmensdorf lädt den Kinder-Choiffeur ein.
Das Elternforum Birmensdorf lädt den Kinder-Choiffeur ein.

 

Wie werden Ideen im Elternforum umgesetzt?

Das ist ganz einfach: Man trifft sich regelmäßig zu einer Ideenbörse im ehemaligen Asylheim der Gemeinde. Dort werden Vorschläge diskutiert. Hat ein Elternteil eine Idee, wird demokratisch abgestimmt und das Elternteil, dass die den Vorschlag für eine Projekt vorschlug, übernimmt dann die Verantwortung für die Umsetzung.

So entstanden viele Ideen, die die Gemeinde zusammengebracht haben, aber auch das Leben sehr bereichert haben, denn das besondere ist in Birmensdorf dadurch dass die Ideen von den Eltern selbst kam, statt von Behörden oder Jugendamt. Denn wer kennt seine Kinder besser? 🙂

Doch mit dem Projekt wurden auch Ideen umgesetzt die von und für die Eltern waren. So gab es Babykurse für Mütter und Väter, eine Französisch-Gruppe und vieles mehr.

Dieses Projekt ist wohl ein gutes Beispiel für funktionierende Direkte Demokratie. Ob so eine Idee auch in Gemeinden, anderer Ländern Früchte tragen kann? Gerne würden wir davon hören, bitte unten einfach ein Kommentar hinterlassen oder uns kontaktieren.

Oder bist du movitiviert worden selbst ein solches Elternforum in deiner Gemeinde zu gründen? Bitte lass es uns wissen. 🙂

Quellenangaben:

(2016): „Elternforum Birmensdorf“. Elternforum-birmensdorf.ch. Abgerufen am 12. 03. 2016 von http://www.elternforum-birmensdorf.ch/.

Hunziger, Dominik (2016): „Von Kinder-Coiffeur bis Stricktreff: Den Eltern mangelt es nicht an Ideen“. Limmataler Zeitung. 2016.