Agroforst – eine Form um dem wandelnden Klima entgegen zu wirken?

Die ältesten Formen des Agroforstes reichen bis 4000 vor Christus zurück. Die Agroforstkultur ist auch durch die Permakultur bekannt geworden. Die Permakultur plant zusammen mit der Natur, um bestimmte Pflanzen, helfende Insekten oder Tiere in den Garten zu holen, um so ein ausgeglichenes Ökosystem entstehen zu lassen.

Ein Agroforst Beispiel
Screenshot: Beispiel: Ein Agroforst wird in Agrarfläche integriert. Copyright Verband Agroforstwirtschaft.

Es gibt ähnliche Vorteile eines Agroforstes. Zum Beispiel werden Vögel und Insekten zum Feld gezogen; es wird Schatten wird im Sommer gespendet für Tiere, wie Kühe, Schafe, Ziegen oder Hühner und Gänse, die unter den Bäumen grasen; das Bodenleben wird positiv verändert und es gibt positive Effekte für die umliegenden Agrarflächen, Bäume geben Windschutz und können Verdunstungseffekte reduzieren, und, und und… Als Hölzer können schnell-wachsende Arten genommen werden oder langfristig mit hochwertigeren Bäumen geplant werden (Fruchtbäume, Edelhölzer).

Was ist ein Agroforst? Eine kurze Beschreibung.

Es gibt Vorteile für den Bauern, die Natur und die Kommune. Man kann vielleicht auch behaupten, die Vorteile überwiegen gegenüber den Nachteilen. Der Gesetzgeber beschränkt zur Zeit aber noch den Anbau eines Agroforstes. Auch eine Förderung für einen Agroforst gibt es in Deutschland noch nicht. Deshalb steht der Fachverband für Agroforstwirtschaft mit der Politik im Dialog. Ziel ist es, es den Bauern einfacher zu machen auf Ihren Feldern einen Agroforst anlegen zu können. Hoffentlich sind sie erfolgreich – denn wenn sogar der Gesetzgeber bei neuen Ideen im Wege steht, ist das ja manchmal überhaupt nicht hilfreich.

Ein Film von Bayern 3 Agroforste: Acker und Wald – Faszination Wissen

Mögen wir mehr natürliche Agroforste bald sehen ! <3

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Was hat ein Schiffer-Tree mit Bienengesundheit zu tun?

Was ist ein Schiffer-Tree? Und warum lieben ihn die Bienen?

Es fing alles mit einer Frage an.

Ein Schiffer-Tree ist kein Baum auf einem Boot, sondern die logische Antwort von Torben Schiffer auf seine Entdeckung bei seiner intensiven Forschungsarbeit über die Bienen. Ein Bienen(baum)haus. Torben Schiffer wurde von Prof Jürgen Tautz beauftragt die natürlichen Lebensbedingungen der Bienen zu erforschen. „Was an sich sehr traurig ist, wir leben seit 1000 Jahren mit Bienen und wissen nicht, wie sie leben, bzw. was ihr artgerechter Lebensraum ist“ – so Torben Schiffer.

Nach intensiver Forschungsarbeit erkannte er, dass zum Beispiel die rechteckig-geformten Bienenstöcke, die heute weitverbreitet sind, überhaupt nicht artgerecht gestaltet sind, sondern Massentierhaltung sind. Während Bienen in artgerechten Wohnräumen in der Natur, nur einen Raum besetzen, der der Form und Größe eines Luftballons ähnelt, sind die zur Zeit weitergenutzten Bienenstöcke gar nicht dieser Form angepasst. An den Ecken entstehen kalte Lufträume, wo sich Kondenswasser absetzen kann und sich Schimmel bildet. Diese kühlen Ecken bringen auch Temperaturunterschiede in den Bienenstock. Und genau wie beim Menschen, schlagen sich diese Temperaturunterschiede auf die Gesundheit der Bienen aus. Zudem wollen die Bienen die Temperatur gleich halten. Um dies zu tun, verausgabt sie sich mehr, weil permanent Wärme abströmt. Die Wärmeausgleichsarbeit der Biene führt zu einem erhöhten Stoffwechsel – das wiederum bedeutet, eine schnellere Alterung, und schließlich einen schnelleren Tod.

Das Problem mit der Wärme.

Diese Wärmeausgleichsarbeit der Bienen mag für den Laien fast banal vorkommen – nach dem Motto, dann müssen sie eben etwas mehr Wärme erzeugen. Dem ist aber nicht so. In Zahlen sieht das so aus. Ein rechteckig-geformter Bienenstock verbraucht bis zu 300 Kilogramm Honig, alleine nur, um den Bienenstock am Leben zu halten. Die Wildbienen, über die im nächsten Absatz gesprochen wird, verbrauchen dagegen als Volk nur 30-50 Kilogramm. In Nektar stehen hier 600 Liter (konventionell) versus 100 Liter für die Wildbienen im Raum. Wie gesagt, nur (!) um den Bienenstock am Leben zu halten und ernähren zu können. Und damit ist die Biene ganz schön beschäftigt, Torben sagte sogar, unter permanenten Dauerstress, weil einfach permanente Honig-Bedarf besteht.

Wie positive sich wenige Wärmeverlust auf die Honigproduktions auswirkt, zeigt ein Beispiel aus dem Sommer 2018. Wie sich jeder erinnern mag, erlebten wir dort extreme Trockenheit und Hitze. Die Trockenheit bewirkte, dass wenig Nektar zur Verfügung stand. Die Imker waren erst besorgt. Doch komischerweise waren die Waben der Imker gefüllt bis in die letzte Wabe. Woher kam das? Ganz einfach: Durch die warme Aussenluft, mussten die Bienen im Bienenhaus weniger Wärmeausgleichsarbeit leisten und hatten somit weniger Bedarf nach Honig. Und hatten so, trotz weniger Nektarquellen, am Ende mehr Honig in den Waben.

Wärmehaushalt eines Bienenstocks
copyright: Torben Schiffer vom Beenature Projekt

Ähnlich, wie bei der Hitzewelle – wo weniger Wärme verloren ging – funktioniert auch das Leben der Wildbiene in Baumstümpfen. Das es Wildbienen gibt, die sich bester Gesundheit erfreuen ist nicht so bekannt – dem ist aber so.

Zum Einen, weil sie einen Lebensraum hat, der dem Tier angepasst ist (z.B. keine kalten Ecken). Das Bienenhaus in der Natur (im leeren Baumstumpf) ist dem Wärmefeld des Bienenvolkes angepasst. Das Wärmefeld des Bienenvolkes hat ungefähr die Größe eines 20cm grossen Luftballons – somit ist der Raum komplett mit Bienen ausgefüllt und es geht kaum Wärme verloren.

Weiter: Dadurch das wenig Wärme verloren geht, muss die Biene auch weniger Wärme ausgleichen und wird damit weniger belastet und weniger Honig muss gesammelt wie oben erklärt.

Der kleine Helfer: Der Bücherskorpion.

Beim Thema Varroa Milbe kann vielleicht auch erkannt werden, dass eine artgerechte Umgebung und die Natur helfen kann. Bei Wildbienen ist die Varroa Milbe kein Problem. Sie ist vorhanden, aber sie ist kein Problem wie im konventionellen Bienenhaus. Zum Einen gibt es in der Natur natürliche Helfer, die die Varroa Milbe auffressen: den Bücherskorpion. Bei einer Felduntersuchung konnte Schiffer den Bücherskorpion sogar bei einem Wildbienenvolk finden, dass erst seit ein paar Wochen in einen hohlen Baumstamm wohnte. Der Bücherskorpion scheint in natürlicher Symbiose mit der Biene zu leben und der Bienen zu helfen.

Bücherskorpion

Ein weiterer Aspekt der Varroa-unfreundlichen Umgebung im Baumstumpf sind die kleinen Mengen an Brut. Die Varroa haftet sich an die Brut. Ein wilder Bienenbau hat zwischen 20-40l Volumen – ein konventioneller 80-150l. Größeres Volumen heisst mehr Brutwaben. Und damit mehr Nahrungsraum für die Varroa.

Einen andere hilfreichen Aspekt bietet vielleicht auch, dass die wilde Biene keinen Honig abgibt an den Imker. So wurde bei drei Völkern eines Demeter Imkers ist festgestellt werden, dass Bienen, denen kein Honig entnommen wurden, sich die Fähigkeit im Bienenvolk entwickelte, selbst die Varroa Milbe zu bekämpfen.

Das Bienenhaus oder besser Bienenbaum?

Torben hat nach seinen Forschungen, dann nach einer Lösungen gesucht und den Schiffer-Tree entwickelt. Ein Baumstamm-ähnliches Bienenhaus, dass jeder gratis mit der Bauanleitung auf der Website von Torben nachbauen kann (link siehe unten). Durch die Baumstamm-ähnliche Form hat die Biene nun ein Haus, dass sich an das Wärmefeld des Bienenvolkes anpasst – genau wie in der Natur. Dadurch geht kaum Wärme verloren, anders als beim konventionellen Bienenhaus wie oben beschrieben. Außerdem wird dem Schiffer-Tree kaum Honig entnommen. Maximal 5 Kilo Honig können entnommen werden.

Schiffer-Tree
copyright: Torben Schiffer vom Beenature Projekt

Schiffer nennt ihn liebenswürdig „Energiesparhaus“, weil die Biene weniger Energie verbraucht. Statt bis zu 20 Kilo Winterfutter (im konventionellen, rechteckigen Bienenhaus), werden nur 2 Kilo gebraucht. Es gibt auch weniger tote Bienen oder frühes Sterben der Bienen, weil der Wärmehaushalt ausgeglichen ist und dadurch die Biene geschont wird.

Den Schiffer-Tree kann jeder in seinen Garten stellen. Ob als Imker-Profi oder nur als Laie. Die Anleitung findet man im Internet auf der Website von Torben Schiffer (link siehe unten).

Ich überlege auch, mir selbst so einen Schiffer-Tree bauen. Du auch? Kommentiere doch mal unten.

Fazit: Eine wirklich tolle Idee! Für die Bienen, aber auch die Gesellschaft. Und es ist wirklich motivierend zu lesen das 70-80% der Imker bei Torben’s Vorträgen seine Arbeit wunderbar finden.

Wer Torben unterstützen mag, kann dies auch tun. Torben sucht regelmäßig Praktikanten, die ihm helfen bei der Milben Auszählungen. Das ist sicher ein Job für junge Leute, die sich sehr zum Forschen und den Bienen hingezogen fühlen.

Heute schon in der Natur geplogged? Umweltschutz 3.0

Das Laufteam von der Runacademy in Schweden. (c) www.runacademy.se
Das Laufteam von der Runacademy in Schweden. (c) www.runacademy.se

#plogging ist der neue Trend aus Schweden – der Sport (Jogging) und Müll sammeln (picking) verbindet zu: #plogging. Was irgendwann 2016 in Schweden begann, ist mittlerweile zu einem weltweiten, Trend geworden. Jogger treffen sich mit Freunden und einer kleinen (recyclebaren) Tüte oder Behälter an der Hand, um dann während des Laufens Müll aufzusammeln (siehe die Bilder).

 

 

Das Schöne an #plogging ist seine Einfachheit. Ein Läufer schnappt sich einfach eine Plastiktüte (und vielleicht ein paar Handschuhe) und los kann die neue Art des Laufens gehen. Manch ein Fitnessguru sagt sogar, dass #plogging Aspekte des Intervall-Trainings beinhaltet. Pause, Belastung, Pause, Belastung. Hinzu kommt das Bücken, das dem Mobility Training ähnelt.

Anna ohne Sammelbehälter unterwegs. (c) Anna Antonia Selander
Anna ohne Sammelbehälter unterwegs. (c) @mazanaanna

Aber viel interessanter, als weitere persönliche sportliche Vorteile zu haben, ist wohl eher die Tatsache, dass die Umwelt entlastet wird. In dem Video oben haben 4 Läufer in nur einer Stunde 10-12 Kilo Müll gesammelt. Wer sich die Daten des Statistischen Bundesamtes anschaut, der kann schon ins Träumen geraten, wenn man nachrechnet wieviel Müll geschätzte 5,23 Mio Läufer in Deutschland zusammen sammeln könnten.

Kathryn Bland Marine Ecologist & Conservationist plogging at the seaside.
Kathryn Bland Marine Ecologist & Conservationist plogging am Meer. @plastic_pollutionsolution

Und was ist mit denen, die keine Jogger sind? (so wie ich etwa 😉 ) Ich finde die Idee so toll, dass ich gleiches tun werde, picking, aber im walking Style. Vielleicht könnte man das dann #palking nennen? 🙂

Anna MIT Sammelbehälter unterwegs. (c) Anna Antonia Selander
Anna MIT Sammelbehälter unterwegs. (c) @mazanaanna

Bei meiner Recherche bin ich dann auf Ricardo Wenzel und sein Team gestossen, die die Idee hatten, ein #binbagchallenge ins Leben zu rufen (angelehnt an dem Ice Bucket Challenge der um die Welt ging). Ähnlich wie #plogging, aber das Laufen ist kein Muss. Es kann gegangen, gepaddelt werden, gekraxelt werden – alles ist erlaubt. Man muss nur einen Bin Bag (Müllsack) voller Müll sammeln, und 3 Freunde aus den Social Networks nominieren.

 

Da werde ich auch mitmachen, und in den nächsten Tagen kommt noch ein separater Artikel zu dem Thema. Wer jetzt schon mitmachen will, schaut auf facebook nach #binbagchallenge, es gibt dort eine Gruppe und eine Seite. Dort können auch Fotos gepostet werden oder Fragen gestellt werden.

 

Und du? Wirst du beim nächsten Mal im Grünen – ob als Jogger oder Spaziergänger eine Plastiktüte mitnehmen? Gerne schick Bilder an guteideenblog@gmail.com oder auf die Facebook Seite https://www.facebook.com/guteideenblog/ .

 

Quellenangabe:

Morrissy-Swan, T. (2018). Is ‚plogging‘ the most 2018 fitness trend yet?. [online] The Telegraph. Available at: http://www.telegraph.co.uk/health-fitness/body/plogging-2018-fitness-trend-yet/ [Accessed 1 Feb. 2018].

YouTube. (2018). Schweden ist Vorreiter: Sport & Umweltschutz vereint. [online] Available at: https://www.youtube.com/watch?v=_hP84iZ1QH4 [Accessed 1 Feb. 2018].

TreeHugger. (2018). Swedish fitness trend of ‚plogging‘ is amazingly awesome. [online] Available at: https://www.treehugger.com/health/swedish-fitness-trend-plogging-amazingly-awesome.html [Accessed 1 Feb. 2018].

Ayoub, N. (2018). Plogging: Dieser Jogging-Trend aus Schweden ist gut für die Umwelt – Utopia.de. [online] Utopia.de. Available at: https://utopia.de/plogging-schweden-jogging-muell-trend-77405/ [Accessed 1 Feb. 2018].

Metro.co.uk. (2018). Have you tried plogging – the hot new trend from Sweden? | Metro News. [online] Available at: http://metro.co.uk/2018/01/29/tried-plogging-hot-new-trend-sweden-7269893/ [Accessed 1 Feb. 2018].

Kompostieren im Wohnzimmer

David Witzenede mit seiner Wurmkiste Copyright www.wurmkiste.at
David Witzenede mit seiner Wurmkiste Copyright www.wurmkiste.at

Als David Witzenede, gelernter Agrarwissenschaftler, sich darüber ärgerte, dass er seinen Biomüll in die Restmülltone werfen musste, wurde zusammen mit seinem Bruder Thomas, (ein gelernter Tischler) eine Idee geboren: Die Wurmkiste – Kompostieren im Wohnzimmer, oder genauer gesagt, in der Küche. Denn Biomüll in den Restmüll war für die beiden ein absolutes No-Go.

Anforderungen an die Kiste gab es viele, die wichtigsten waren wohl, dass obwohl in der Kiste 100te von Würmer sich durch verrotteten Biomüll arbeiteten, die Kiste außen nicht riechen sollte. Und zweitens, dass auch keiner der fleissigen Helfer aus der Kiste entfliehen kann. Ausserdem sollte der Komposter nicht wie ein Komposter aussehen. Schnell war ein Prototyp fertig. Das der Prototyp gelungen war, wurde durch das grosse Interesse der Freunde bestätigt – die alle selbst eine solche Kiste ihr eigen nennen wollten.

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Und als alle Freunde mit einer Wurmkiste versorgt waren, war der nächste logische Schritt ein Geschäftsmodell zu entwickeln. Und aus einer Idee wurde ein (Online)Geschäft.

 

Die Wurmkiste zum selbst zusammenbauen. Copyright www.wurmkiste.at
Die Wurmkiste zum selbst zusammenbauen. Copyright www.wurmkiste.at

Auf der Website bietet das junge Start-up eine Menge gut verständliche Infos über (Wurmkisten) kompostieren an, und via ihres Onlineshops Ihre Wurmkisten oder Seminare. Die Kiste wird, als Fertigmodell (265 Euro (Stand 01/2018) oder zum selbst zusammenbauen (ab 170 Euro) oder sogar zum  komplett selberbauen in einem Workshop zusammen mit David und Thomas (220 Euro) angeboten. Je nach Budget oder handwerklichen Geschick kann der Kunde dort wählen. Mehr Infos auf der Website: www.wurmkiste.at.

 

 

1000 Würmer leben in einer solchen Kiste, die 200g Biomüll am Tag essen. Das Endprodukte ist dann wunderbarer schwarzer Humus. Der kann den Zimmerpflanzen gegeben werden, im eigenen Garten oder, wenn man keines von beiden hat, einfach auf den öffentlichen Beeten “entsorgt” werden. David’s Vision ist, dass eine Wurmkiste genauso in der Küche vorhanden ist, wie heute der Kühlschrank. So könnten die Müllmengen aus der Restmülltonnen sicher enorm reduziert werden.

Wer wenig Geld hat, für den ist die Wurmkiste sicher zu teuer. Da gibt es auch günstige Lowbudget Möglichkeiten. Etwa, in dem man sich 4 Ketchup Eimer gratis aus einer Pommesbude holt und der folgenden Anleitung folgt.

Kosten: 20 Euro für die Regenwürmer oder sogar die kann man sich sparen, wenn man etwas Zeit in Wormhunting im eigenen Garten  oder bei Freunden investiert. Gesamtkosten Null Euro.

Fazit: Die Wurmkiste ist eine tolle Idee und David’s Vision, dass in jeder Küche in der Zukunft eine Wurmkiste zu finden ist, wie heute ein Kühlschrank, ist eine wunderbare – und besonders unterstützenswerte. Also gleich bestellen oder zur nächsten Pommesbude. 🙂

 

Quellenangaben:

wurmkiste.at. (2018). Wurmkiste: Einfach kompostieren mit einem stylischen Hocker. [online] Available at: https://wurmkiste.at/ [Accessed 28 Jan. 2018].

YouTube. (2018). Wurmkiste für Zuhause im ORF heute leben. [online] Available at: https://www.youtube.com/watch?v=Xc0dKzB2lWY [Accessed 28 Jan. 2018].

YouTube. (2018). Wurmkiste Wurmkompost Wurmfarm Wurmeimer Tutorial. [online] Available at: https://www.youtube.com/watch?v=kDGRtes0KVc [Accessed 28 Jan. 2018].

Vimeo. (2018). wurmkomposter in der wohnung wurmkiste fernsehbeitrag. [online] Available at: https://vimeo.com/227234453 [Accessed 22 Jan. 2018].

Kaltenreiner, C. and Mangione, J. (2018). Wurmkiste: Wie man Würmern ein Zuhause baut. [online] Kurier.at. Available at: https://kurier.at/wirtschaft/immobiz/wohnen/wurmkiste-wie-man-wuermern-ein-zuhause-baut/292.400.608 [Accessed 22 Jan. 2018].

Minkin, C. (2018). Pflanzendünger aus dem Sitzhocker. [online] derStandard.at. Available at: https://derstandard.at/2000055269021/Pflanzenduenger-aus-dem-Sitzhocker [Accessed 22 Jan. 2018].

 

Miet dir einen Weihnachtsbaum!

Den Weihnachtsbaum kann man nun mieten.

 

Viele wissen noch gar nicht, unter welchen umweltschädlichen Bedingungen unsere Weihnachtsbäume wachsen. Es werden Herbizide, Pestizide und Kunstdünger benutzt, um ein möglichst perfektes und problemloses Wachsen des Baumes zu haben. Der BUND hat sogar in 3 von 4 Bäumen den Gebrauch von Pestiziden und Herbiziden feststellen können, einmal wurde sogar ein verbotenes Pestizid gefunden.

 

Mehrmals wiedervermietbar.

In Vereinigten Staaten gibt es den Weihnachtsbaummietservice schon seit 2009 – in Deutschland gibt es vereinzelte Mietangebote erst seit ein paar Jahren. Die Idee ist folgende. Die Bäume werden, statt in Erde, in Töpfen gezogen. So werden Sie dann kurz vor Weihnachten zum Kunden geliefert – und nach 10 Tagen wieder abgeholt. Länger können und dürften die Tannen nicht in der Wärme bleiben, da die Bäume sonst geschädigt würden.

Keine Ersparnisse im Geldbeutel, aber Umwelt geschont.

Kosten für einen Mietbaum sind oft genauso hoch, oder gar höher als bei einem Wegwerf-Baum. Ein Weihnachtsmietbaum kann jedoch 4-5 mal wiederverwendet werden. Dann ist der Baum zu gross. Das Start-up hatte die Alt-Bäume dann in Aufforstungsgegenden eingepflanzt.

 

Damit der Baum auch mehrmals wiederverwendet werden kann, muss der Mieter ein paar Sachen beachten. Etwa, dass der Baum keinen Wärmeschock bekommt (zu schnell aus der Kälte ins Warme gebracht) und auch regelmäßig gegossen wird.

Dann steht einem langen Mietbaum-Leben nichts mehr im Wege.

 

Fazit:

Eine tolle Idee – wenn so die Lebensdauer des Baumes verlängert wird, und auch der Gebrauch von Pestiziden und Herbiziden reduziert werden kann. Wer sicher sein will, dass keine Chemie für den Baum verwendet wurde – der darf nur bio-zertifizierte Bäume mieten.

 

Quellen:

Livingchristmas.com. (2018). The Living Christmas Company – Changing the way California Celebrates Christmas!. [online] Available at: https://www.livingchristmas.com/ [Accessed 11 Jan. 2018].

Paderbaeumchen.de. (2018). Green Tree – Echte Weihnachtsbäume mieten. [online] Available at: https://www.paderbaeumchen.de/unsere-produkte/green-tree-b%C3%A4ume-zum-mieten/ [Accessed 11 Jan. 2018].

YouTube. (2018). Miet-Weihnachtsbaum | Servicezeit | WDR. [online] Available at: https://www.youtube.com/watch?v=XVf5Xvm0wko [Accessed 11 Jan. 2018].

Rent Xmas Tree, (2018). [online] Available at: https://www.rentxmastree.com/shop/ [Accessed 11 Jan. 2018].

Flatley, A. (2018). Gute Idee: Weihnachtsbäume mieten statt kaufen – Utopia.de. [online] Utopia.de. Available at: https://utopia.de/ratgeber/weihnachtsbaeume-mieten-statt-kaufen/ [Accessed 11 Jan. 2018].

Livingchristmas.com. (2018). The Living Christmas Company – Changing the way California Celebrates Christmas!. [online] Available at: https://www.livingchristmas.com/ [Accessed 11 Jan. 2018].

Pixabay.com. (2018). Free Image on Pixabay – Christmas Tree, Forest, Bridge. [online] Available at: https://pixabay.com/de/weihnachtsbaum-wald-br%C3%BCcke-2895143/ [Accessed 11 Jan. 2018].

Hamann, S. (2018). Düsseldorfer Startup: Einen Mietweihnachtsbaum, bitte!. [online] RP ONLINE. Available at: http://www.rp-online.de/leben/weihnachtsbaum-mieten-start-up-in-duesseldorf-leiht-tannenbaeume-aus-aid-1.5627517 [Accessed 11 Jan. 2018].

Die Suchmaschine Ecosia pflanzt 4 Millionen Bäume.

Die Suchmaschine Ecosia ist ein Sozialunternehmen das laut eigener Angabe mindestens 80% seiner Einnahmen für Wiederaufforstungsprojekte spendet, um mit Partnerorganisationen Bäume in Wüstenregionen zu pflanzen.

 

 

Die Suchmachine Ecosia (Screenshot Ecosia.org)
Die Suchmachine Ecosia (Screenshot Ecosia.org)

Die Idee für Ecosia begann in Nepal zu keimen (um einmal in Baum-Sprache zu schreiben). Gründer Christian Kroll wollte schon in Nepal eine Suchmaschine programmieren, die mit den Einnahmen NGO Projekte finanzieren sollte. Doch durch mangelnde Infrastruktur musste er die Idee bald aufgeben. Ganz aufgegeben hatte er jedoch nicht. Als er in Südamerika und durch ein Buch („Hot, flat and crowded“ von Thomas L. Friedman) erfuhr welch einen positiven Einfluss Aufforstungsprojekte in Wüstengebieten haben, war Ecosia – die Baum pflanzende Suchmaschine – geboren. Christian wollte seine originale Idee – eine Suchmaschine die soziale Projekte finanziert – nun speziell mit Aufforstungsprojekten verbinden.

 

Zu Beginn wurden Projekte in Brasilien finanziert. Als Ecosia auf der Suche nach einen neuen Projekt war, kamen Sie auf WeForest, da bei WeForest ganzheitlicher arbeitete (und günstiger) und die ganzen lokalen Menschen in das Projekt mit einbindet und profitieren lässt. Hier ein Video von der Arbeit von WeForest

Warum ist Bäume zu pflanzen eine so gute Sache?

 

 

Die Suchmachine Ecosia pflanzt von Ihren Gewinnen Bäume in Wüstenregionen. (Bildrecht: Ecosia)
Die Suchmaschine Ecosia pflanzt von Ihren Gewinnen Bäume in Wüstenregionen. (Bildrecht: Ecosia)

Bäume zu pflanzen hat einen wirklich positiven Effekt auf eine ganze Region. Wo vorher Trockenheit und Dürre herrschten, bilden sich nach und nach weitere Pflanzen und Büsche – ein neues Mirko-Klima kann entstehen. Damit ergeben sich völlig neue Perspektiven für die Menschen die in diese kargen Regionen leben – schon das eigene Gemüse anzubauen wird leichter sein und größerer Erträge einbringen. Ecosia versucht aber über die Finanzierung der Wiederaufforstungsprojekte zusätzlich auch Social Investment und Empowerment für die lokale Wirtschaft zu unterstützen.

 

Kurz zusammengefasst gibt es diese Vorteile (Quelle: Ecosia 2016):

  • Mehr Regen (Wiederbelebung des Wasserkreislaufs)
  • Mehr einheimische Pflanzen und Tiere (biologische Vielfalt)
  • CO2-Abscheidung und -Speicherung (Abschwächung des Klimawandels)
  • Nachhaltige Bildungsprogramme
  • Wiederbelebung der lokalen Wirtschaft
  • Stärkung der Frauen durch eigene Verdienstmöglichkeiten
  • Mehr Kinder in der Schule

Wie werden die Bäume finanziert?

 Das Prinzip der Suchmaschine Ecosia. (Bildrechte: Ecosia)
Das Prinzip der Suchmaschine Ecosia. (Bildrechte: Ecosia)

Ecosia ist eine Suchmaschine wie jede andere – genauer gesagt wie Bing, denn Ecosia ist eine Suchmaske, die auf der Technologie von Bing basiert. Obwohl Ecosia auch eigene Techniker hat, die die Logarithmen der Suchmaschine verändern und verbessern, kommt die Haupttechnik eben von Bing. So auch die Werbegelder: Bing spielt die Werbung auf der Suchergebnisseite ein, und Ecosia verdient dann mit. Genau 0.5 Cent pro Suchanfrage. Von diesen 0.5 Cent werden 0,4 Cent gespendet, 0,1 Cent wird für die Verwaltung aufgewendet. Obwohl Ecosia nur einen so geringen Betrag bekommt, kamen schon seit der Gründung im Jahre 2009 über 3 Millionen Euro zusammen, davon wurden über 4 Millionen Bäume finanziert.

Bei einer aktuellen Anzahl von 2,5 Millionen Menschen die Ecosia monatlich nutzen, kann gesagt werden, dass alle 12 Sekunden ein neuer Baum gekauft wird. Und das wird transparent kommuniziert. Zum Einen kann jeder auf der Website www.info.ecosia.org genau nachlesen, welche Organisation wie viel Geld erhielt, zum Anderen gibt es ein kleines, aber feines Feature auf der Website. Es gibt den Baumzähler auf der Website. Das ist eine kleine Anzeige oben rechts neben dem Suchfeld. Dort wird angezeigt, wie viele Bäume schon finanziert wurden mit der persönlichen Suchtätigkeit. (Siehe Screenshot). Durch mein Suchen mit Ecosia wurde schon 113 Bäume bezahlt.

Der Baumzähler der Suchmaschine Ecosia. (Screenshot Ecosia.org)
Der Baumzähler der Suchmaschine Ecosia. (Screenshot Ecosia.org)

Ein tolles Gefühl! Und noch etwas tolles gibt es: Wer partout seine geliebte Google-Suchmaschine nicht verlassen möchte, kann auch via Ecosia mit Google suchen. Einfach auf das „Google“ Tab klicken (siehe Screenshot) und wie gewohnt Google nutzen (Anmerkung: Jedoch verdient Ecosia mit Google nicht viel)

Wenn man über dieses tolle Projekt liest, fragt man sich, warum benutzen nicht mehr Menschen Ecosia. Was könnte bewirkt werden, wenn Ecosia Suchanfragen wie Google hätte? Laut Searchegineland berichtet Google vor kurzem, dass es 100 Billionen Suchanfragen pro Monat verarbeitet. Hätte Ecosia diese Anzahl, dann könnten 50 Billionen Euro pro Monat gespendet werden und statt ein Ziel von 1 Billionen Bäume in 4 Jahren gepflanzt zu haben, würde 3 Billiarden Bäume pro Monat gepflanzt werden können!!!.

in Zahlen sieht das so aus: 3.000.000.000.000.000

Die Suchmaschine Ecosia wartet auf Dich!

Wer umsteigen will, gleich auf www.ecosia.org gehen und die Seite speichern. Wer seinen Browser auf Ecosia umrüsten will, der kann sich auf den folgenden Links unten eine Browser Extension installieren.

Firefox Erweiterung: https://goo.gl/DfzhdB

Opera Erweiterung: https://goo.gl/RQ5wF6

Chrome Erweiterung: https://goo.gl/XkMTOj

Gutes Surfen!!!

 

 

 

 

Quellenangaben:

(2016): „What is Ecosia? – The search engine that plants trees“. Info.ecosia.org. Abgerufen am 25. 03. 2016 von https://info.ecosia.org/.

Henley, Will (2013): „New breed of ethical startups are taking on the giants of the internet“. the Guardian. Abgerufen am 25. 03. 2016 von http://www.theguardian.com/sustainable-business/ethical-startups-taking-on-internet-giants.

Sullivan, Danny (2012): „Google: 100 Billion Searches Per Month, Search To Integrate Gmail, Launching Enhanced Search App For iOS“. Search Engine Land. Abgerufen am 25. 03. 2016 von http://searchengineland.com/google-search-press-129925.

Süddeutsche.de GmbH, Germany (2014): „Alternative Suchmaschinen – Googeln für den Regenwald statt für Google“. Süddeutsche.de. Abgerufen am 25. 03. 2016 von http://www.sueddeutsche.de/digital/alternative-suchmaschinen-googeln-fuer-den-regenwald-statt-fuer-google-1.2116129-2.

(2016): Upworthy „A search engine like Google, except for one small detail: It plants trees!“. Upworthy. Abgerufen am 25. 03. 2016 von http://www.upworthy.com/a-search-engine-like-google-except-for-one-small-detail-it-plants-trees.

Fischetti, Mark (2016): „Search Engine Plants Trees as It Finds Your Info“. Scientific American Blog Network. Abgerufen am 25. 03. 2016 von http://blogs.scientificamerican.com/observations/search-engine-plants-trees-as-it-finds-your-info/.

(2016): „Burkina Faso – Greening the Desert“. Weforest.org. Abgerufen am 10. 04. 2016 von http://www.weforest.org/projects/burkina-faso-greening-desert.

(2016): „Ecosia hat 4 Millionen Bäume gepflanzt: Dankeschön!“. YouTube. Abgerufen am 10. 04. 2016 von https://www.youtube.com/watch?v=3gy666XPpJw.

#NatureCleanUp Day – Jetzt wird in die Hände gespuckt!

Welch tolle Idee, die sich Max Green und Jürgen Brocke da zusammen ausgedacht haben: den #NatureCleanUp Day. Der #NatureCleanUp Day ist ein bundesweites – oder vielleicht weltweites Event, dass am ‚Tag der Umwelt‘ Menschen zusammenbringen soll, um Wald und Wiesen oder unsere Nachbarschaft sauber zu machen. Handschuh und Müllsack reichen – und los geht es.

Die Idee entstand, als Jürgen ein Video von Max sah, wo dieser von einer Gruppe Menschen berichtete, die gemeinsam und freiwillig einen See säuberten. Daraufhin entstand zunächst das NatureCleanUp Challenge. Jürgen wollte mehr Menschen motivieren die Natur in ihrer näheren Umgebung sauber zu machen – und so nominierte er mit einem Youtube-Video 5 seiner Freunde um Gleiches zu tun. Siehe Video hier:

 

 

Unter dem Hashtag #NatureCleanUp sollten Videos oder Photos auf allen Sozialen Medien von dem gesammelten Müll gepostet werden und, wie bei ihm, 5 weitere Menschen aus dem Freundeskreis nominiert werden um Gleiches zu tun. Bis Anfang 2016 haben so 30 Menschen mit Bildern oder Videos geantwortet (Hier eine Liste von Video Antworten https://www.youtube.com/playlist?list=PLJFeUOSzTUQMUUcs1pWvF21gsqnQrkrz7).

Nach dem tollen Feedback entstand die Idee eine größere Aktion mit noch mehr Menschen ins Lebens zu rufen – vielleicht deutschlandweit, vielleicht sogar über die Grenzen Deutschlands hinweg?

Der #NatureCleanUp Day findet al 05. Juni statt.

Bei der Suche nach einem idealen Tag für #NatureCleanUp Day stattfinden, wurde der ‚Internationale Tag der Umwelt‘ ausgesucht (Mehr Infos hier: http://www.bmub.bund.de/service/veranstaltungen/kalender/tag-der-umwelt-informationen-und-mottos-seit-1980/). Es gibt eigentlich keinen besseren Tag, denn an dem ‚Tag der Umwelt‘ gibt es schon bundesweit Aktionen zum Thema Naturschutz. Und vielleicht kann der #NatureCleanUp -Day dort integriert werden? Vielleicht macht dein Verein ein Event für den ‚Tag der Umwelt‘ und man kann dort den #NatureCleanUp Day integrieren? Vielleicht hat jemand auch eine tolle Idee, um eine Aktion mit Kindern zu machen – jene Generation, die auch Jürgen und Max mit ansprechen wollen?

Logo #NatureCleanUp Day (Copyright CC0 1.0 Universell)
Logo #NatureCleanUp Day (Copyright CC0 1.0 Universell)

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wie der Tag organisiert wird steht jedem offen, Ziel ist nur viel Müll zu sammeln und die Umwelt zu säubern – und davon später Videos oder Bilder unter dem Hashtag #NatureCleanUp auf allen Sozialen Medien zu posten.

Wer sich mit gleichgesinnten austauschen will, der kann gerne der Facebookgruppe für den #NatureCleanUp Day beitreten (den Link kann man hier finden: https://www.facebook.com/groups/1102884346412674/?notif_t=group_r2j_approved&notif_id=1459540870105561)

Nun stellt sich nur noch eine Frage? Wann legst du los und organisiert mit deinen Freunden ein #NatureCleanUp Event in deiner Nachbarschaft oder Freundeskreis? Vielleicht hast du ja Lust selbst eine Gruppe in deiner Stadt zu gründen? Du kannst es wie Cat Ti machen, die einfach eine Facebookgruppe „Lasst uns Witten schöner machen“ (https://www.facebook.com/groups/1661906530725773/) gründetet und nun regelmäßig mit Menschen aus Ihrer Stadt die Natur in Witten und Umgebung säubert.

Also viel Spaß – gerne könnte ihr links von eurer Aktionen unten in den Kommentaren posten.

Weiterführende Links:

Quellenangaben:

(2016): „NatureCleanUp – Aktion für eine saubere Natur“. Naturecleanup.info. Abgerufen am 01. 04. 2016 von http://www.naturecleanup.info.

(2016): „#NatureCleanUp Challenge: MACH MIT! Müll gehört nicht in die Natur!“. YouTube. Abgerufen am 01. 04. 2016 von https://www.youtube.com/watch?v=bLVWz_2xdw4.

(2016): „TRAUST DU DICH? #NatureCleanUp | Max GREEN“. YouTube. Abgerufen am 01. 04. 2016 von https://www.youtube.com/watch?v=OvJq_HWtSp0.

(2016): „#NatureCleanUp – Challenge – Kein Müll in die Natur – YouTube“. Youtube.com. Abgerufen am 04. 04. 2016 von https://www.youtube.com/playlist?list=PLJFeUOSzTUQMUUcs1pWvF21gsqnQrkrz7.

(2016): „Lasst und Witten schöner machen“. Facebook.com. Abgerufen am 04. 04. 2016 von https://www.facebook.com/groups/1661906530725773/.

BMUB, Internetseite (2016): „Details“. Bmub.bund.de. Abgerufen am 04. 04. 2016 von http://www.bmub.bund.de/service/veranstaltungen/details/event/internationaler-tag-der-umwelt-weltumwelttag/.

 

20 Jahre Saatgutfonds für Artenvielfalt.

75% des international Saatgutmarktes werden von nur 10 großen Konzernen kontrolliert und zur gleichen Zeit bewirkt diese Konzentration von wenigen Firmen auch eine Abnahme von Artenvielfalt. Ein Beispiel: in den 60er Jahren gab es auf den Philippinen noch über 3000 Reissorten, in den 90er Jahren fand man auf 98% der Anbaufläche nur 2 Reissorten. Mittlerweile ist mehr und mehr in der breiten Öffentlichkeit bekannt, wie die Situation um unser Saatgut steht – das war 1995 noch ganz anders. Aus dieser Situation heraus entstand der Saatgutfonds.

 

Hier ein Film der die Situation genauer beleuchtet: „Die Saatgut Retter“ (ZDF 2014) ( (2016). http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2103992/Die-Saatgut-Retter#/beitrag/video/2103992/Die-Saatgut-Retter

Zuchinisamen bei der Auswahl.(Bild Saatgutfonds)
Zuchinisamen bei der Auswahl. (Bild Saatgutfonds)

Damals gab es schon Initiativen, die einen Gegenimpuls setzen wollten und an Saatgutzüchtungen für die Allgemeinheit arbeiteten. Aus der öffentlichen Hand gab es keine Fördergelder für diese zeitintensive Arbeit. So entstand die Idee des Saatgutfonds, der genau diese Initiativen unterstützen sollte.

 

Es waren Albert Fink (damals Vorstand der GLS Treuhand) und Dirk Lücke (ehemaliger Manager in der Verpackungsindustrie und Bio-Landwirt) die sich zusammenschließen und mit 140.000 DM Gründungskapital den Fonds ins Leben riefen. Dieser nahm schon im darauf folgenden Jahr seine Arbeit auf und unterstützte die ersten Saatgutzüchtungsprojekte.

Das Ziel.

Das Ziel des Fonds sollte sein: „ein Spendensammelfonds für die Förderung der gemeinnützige, biologische und biodynamische Züchtungsforschung“ (Saatgutfonds 2016) zu sein. Außerdem tritt man für „Fruchtbarkeit, Vielfalt und Saatgutforschung ohne Patente und Gentechnik“ ein.

Das Besondere am Saatgutfonds ist, dass es keine Stiftung oder ein Fonds im traditionellen Sinne ist, sondern wie schon erwähnt, die Projekte werden mit Geld gefördert, das durch regelmäßige Spenden eingesammelt wird. (im Vergleich: Eine Stiftung fördert gemeinnützige Projekte mit den Zinserträgen aus dem Stiftungsvermögen). Zur Zeit zählen zu den Unterstützern über 4000 Bürger und Bürgerinnen und eine große Anzahl namhafter Unternehmen und Organisationen, die teilweise schon sehr lange dem Saatgutfonds verbunden sind. So ist etwa Alnatura, eine Biosupermarktkette, schon seit über 10 Jahren mit dabei.

854.000 Euro für Saatgutzüchtungen in 2015.

Man würde sich sicher jederzeit über neue Unterstützer freuen, denn die Entwicklung einer einzigen Sorte kostet um die 600.000 €. Im Jahre wurde 854.000 € für Saatgutzüchtungsforschung im Bereich ‚Gemüse-‚, ‚Getreide-‚ und ‚Obstzüchtung‘ verteilt. Dieser Link zeigt genau wo das Geld im Jahre 2015 hingeflossen ist: (http://goo.gl/hSxPhr)

Wie die Fördergelder verteilt werden, wird vom Treuhänderkreis entschieden. „Die Mitglieder des Treuhänderkreises sind, neben der Geschäftsführung der Zukunftsstiftung Landwirtschaft und einem Mitarbeiter bzw. einer Mitarbeiterin, Vertreter/innen von Bio-Verbänden, Forschungseinrichtungen des biologischen Landbaus und den Züchtungsinitiativen. Sie informieren sich wechselseitig über die Arbeit und Entwicklung der geförderten Projekte und unterstützen das Team der Zukunftsstiftung Landwirtschaft bei der inhaltlichen Vorbereitung der jährlich stattfindenden Saatgut-Tagung.“ (Saatgutfonds 2016)

Der Saatgutfonds sucht Förderer.

Wie kann man den Fonds unterstützen? Oder vielleicht ist man auf der Suche nach finanzieller Unterstützung für die eigene Saatgutzucht? Dann bitte einfach den folgenden Link folgen, dort gibt es allerhand Informationen. Mehr hier: http://goo.gl/pW6zZn

Was hältst du von dieser Idee? Bist du schon Unterstützer oder planst du den Saatgutfonds zu unterstützen? Bitte hinterlasse uns eine Nachricht unten in den Kommentaren. 🙂

Quellenangaben:

(2016): „Die Saat der Zukunft“. Alnatura.de. Abgerufen am 18. 03. 2016 von http://www.alnatura.de/de-de/panorama/kultur-und-gesellschaft/gesellschaft/die-saat-der-zukunft.

(2016): „Saatgutfonds – Zukunftsstiftung Landwirtschaft“. Zukunftsstiftung-landwirtschaft.de. Abgerufen am 18. 03. 2016 von http://goo.gl/aFjn1u

(2016): „Die Saatgut-Retter – planet e – ZDFmediathek – ZDF Mediathek“. Zdf.de. Abgerufen am 18. 03. 2016 von http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2103992/Die-Saatgut-Retter#/beitrag/video/2103992/Die-Saatgut-Retter.

Der Film: „Wenn ein Garten wächst“

Der Film „Wenn ein Garten wächst“ ist ein Projekt von Ines Reinisch (Regie, Produktion, Schnitt). Ines wurde seinerzeit in der Medienstadt Hamburg geboren und verfolgte auch einen Berufsweg in den Medien. Als diplomierte Filmemacherin arbeitete Sie über mehrere für ARD/ZDF und andere Institutionen. Erst im Jahre 2010 beschloss Sie ein zweites Studium für Agrarwissenschaften in Kassel zu beginnen. Als die dort mit dem Gemeinschaftsgarten ‚Huttenplatz‘ in Kontakt kam, entstand die Idee zum Film „Wenn ein Garten wächst“. Hier der Trailer:

 

Denn Sie faszinierte, wie durch Gemeinsamkeit in der urbanen Nachbarschaft ein ökologisches Projekt wie der Huttenplatz Gemeinschaftsgarten entstehen konnte. Manche Nachbarn hatten jahrelang nie ein Wort gewechselt, vielleicht ein mal ein scheues „Hallo, einen schönen Tag“ über die Lippen gebracht – der Gemeinschaftsgarten änderte dies und es entstanden persönliche, enge Freundschaften. Und genau diese enge Gemeinsamkeit sieht Ines als Fundament dieses Gartenprojektes an und möchte dies auch im Film kommunizieren. Nach dem Motto, „zusammen schaffen wir alles“.

Screenshot vom Film "Wenn ein Garten wächst"
Screenshot vom Film „Wenn ein Garten wächst“

Beim Film „Wenn ein Garten wächst“ – wuchs die Gemeinschaft.

Der Garten am Huttenplatz ist schon über die Stadtviertel bekannt geworden. Dieser Film „Wenn ein Garten wächst“wird sicher dazu beitragen, dass bundesweit Menschen über dieses Projekt erfahren und dann vielleicht selbst inspiriert werden, mit Freunden und Bekannten auch Grünland in ihrer Stadt „zu privatisieren“. Reinisch’s Film wurde sogar schon von dem Toronto Filmfestival ausgezeichnet und vier weiteren Wettbewerben.

Screenshot vom Film "Wenn ein Garten wächst"
Screenshot vom Film „Wenn ein Garten wächst“

Der Film ist sicher ein gutes Beispiel dafür, was eine Gemeinschaft bewirken kann, wenn man gemeinsame Ziele verfolgt. 🙂

Gibt es bei Dir in der Umgebung ein ähnliches Projekt? Bitte erzähl uns mehr – unten in den Kommentaren oder via der Kontaktform oben rechts.

Zur Zeit läuft der Film in mehreren Städten in Deutschland. Termine wo und wann, können auf der Website entnommen werden: http://www.wenneingartenwaechst.de/termine/

Der Trailer:

 

Quellenangaben:

(2016): „Wenn ein Garten wächst – Ein Dokumentarfilm von Ines Reinisch“. Wenneingartenwaechst.de. Abgerufen am 16. 03. 2016 von http://www.wenneingartenwaechst.de/.

(2015): „Wenn ein Garten wächst – Trailer“. Vimeo. Abgerufen am 16. 03. 2016 von https://vimeo.com/134846390.