Wie aus der Mühle in Bohlsen einen riesen Ökoimpuls wurde.

Die Mühle in Bohlsen vom Vater zu übernehmen, das kam dem Wirtschaftswissenschaftler Volker Krause nie in den Sinn. Doch während des Studiums muss er dem Vater unter die Arme greifen, dessen Mühle kurz vor dem Konkurs stand. Krause braucht nicht lange und entschloss, die Mühle seines Vater zu übernehmen.

Als aktives Mitglied der damaligen Ökobewegung, wurde schon bald aus der Mühle eine reine Biomühle. Nicht nur verarbeitete er damit umweltverträgliches Getreide, auch Bauern in der Umgebung wurden Biobauern.

Als die finanzielle Situation der Mühle mal nicht so rosig war, ging Volker Krause wieder in den frontal Angriff und gründete eine Biobäckerei, die viele, viele Bioläden in Hamburg mit Brot beliefert. Mit dem Brot, das aus dem Getreide der Mühle gebacken wurde.

Mittlerweile ist die Nachfrage nach Biomehl so gross, dass er sogar aus dem Ausland Getreide dazu kaufen muss. Aber bevorzugt natürlich lokales Getreide. Auch, um im direkten Kontakt mit den Bauern, neue, bzw. uralte Getreidesorten wieder anzubauen, wie etwa das Einkorngetreide.

Aber damit nicht genug. Nun hat er eine Backstrasse vor den Toren des Dorfes gebaut. Über 200 Mitarbeiten backen hier nun so allerhand Bio-Backwaren – die der Markt verlangt.

Wenn es das mal wäre. Auch der Strom wird selbst erzeugt in einer Genossenschaft. Aus den Abfällen der Mühle – Biostrom wahrhaftig Bio.

Die Mühle in Bohlsen und Volker Krause – eine tolle Erfolgsgeschichte!

Mehr details in diesem wunderbaren kurzen Film:

#gutestun

#guteidee

#toll

Vom Scammer zum Heiligen – Joel aus Liberia.

Wie aus einem möglichen Onlinescam, ein tolles Hilfsprojekt wurde.

Ben Taylor von ‚Pleasant Green‘ wurde eines Tages von einen Mann namens Joel via email kontaktiert. Joel schlug ihm eine dubiose Geschäftsidee vor, statt das email zu löschen, fing Ben an mit ihm zu schreiben. Nach dem Motto, wenn er mit mir beschäftigt ist, betrügt er keinen anderen Menschen. Ben fand heraus, dass Joel Geld brauchte und einen Geschäftspartner suchte. Joel machte den Vorschlag, Schrottteile zu verschiffen und der Gewinn würde geteilt.

Statt Schrott-Handel – Schrott-Fotos.

Statt auf Joel’s Vorschlag einzugehen, macht er einen Gegenvorschlag: Er log Joel an und sagte er hätte eine Foto-Agentur und er bräuchte Bilder. Er schlug ihm vor ein Bild von einem ‚iberischen Sonnenuntergang‘ zu machen. Er würde für die Bilder bezahlt, die gut wären.

Leider, oder besser erwartungsgemäß, kam ein Horror-Foto zurück. Aber Ben gab nicht auf und schickte sogar eine 60 Dollar Kamera zu Joel. Und auf einmal kamen tolle Fotos zurück und Ben musste schnell eine Lösung finden, sonst wurde noch aus ihm ein Betrüger.

Ein Fotobuch ist geboren.

Bald entstand die Idee, Freunde und Familie anzubieten einen kleinen Bildband zu kaufen, um etwas Geld für Joel zu haben. Aber nach ein paar Facebook shares, hatte Ben auf einmal mehrere hunderte Bestellungen. Bis heute gingen 6000 Bestellungen ein.

Joel verdiente eine Menge Geld um seine neunköpfige Familie zu ernähren. Und noch toller, die Hälfte des Profits ging an die örtlichen Schulen. Mittlerweile werden sogar von den Gewinnen Mikrokredite an junge Unternehmer gegeben.

Win-Win für alle.

Sogar für Ben, denn der hat gelernt, was alles passieren kann, wenn man an das gute in Menschen glaubt.

Hier die ganze Geschichte als Video (Englisch)

 

Die Webseite von dem Projekt: https://bydgraceofgod.com/

Twitter: https://twitter.com/pleasantgreen

Instagram: https://www.instagram.com/pleasantgrn/?hl=en

Habt ihr auch schon mal so etwas erlebt? Erst misstraut und dann war alles anders als Du gedacht hast?

 

Kompostieren im Wohnzimmer

David Witzenede mit seiner Wurmkiste Copyright www.wurmkiste.at
David Witzenede mit seiner Wurmkiste Copyright www.wurmkiste.at

Als David Witzenede, gelernter Agrarwissenschaftler, sich darüber ärgerte, dass er seinen Biomüll in die Restmülltone werfen musste, wurde zusammen mit seinem Bruder Thomas, (ein gelernter Tischler) eine Idee geboren: Die Wurmkiste – Kompostieren im Wohnzimmer, oder genauer gesagt, in der Küche. Denn Biomüll in den Restmüll war für die beiden ein absolutes No-Go.

Anforderungen an die Kiste gab es viele, die wichtigsten waren wohl, dass obwohl in der Kiste 100te von Würmer sich durch verrotteten Biomüll arbeiteten, die Kiste außen nicht riechen sollte. Und zweitens, dass auch keiner der fleissigen Helfer aus der Kiste entfliehen kann. Ausserdem sollte der Komposter nicht wie ein Komposter aussehen. Schnell war ein Prototyp fertig. Das der Prototyp gelungen war, wurde durch das grosse Interesse der Freunde bestätigt – die alle selbst eine solche Kiste ihr eigen nennen wollten.

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Und als alle Freunde mit einer Wurmkiste versorgt waren, war der nächste logische Schritt ein Geschäftsmodell zu entwickeln. Und aus einer Idee wurde ein (Online)Geschäft.

 

Die Wurmkiste zum selbst zusammenbauen. Copyright www.wurmkiste.at
Die Wurmkiste zum selbst zusammenbauen. Copyright www.wurmkiste.at

Auf der Website bietet das junge Start-up eine Menge gut verständliche Infos über (Wurmkisten) kompostieren an, und via ihres Onlineshops Ihre Wurmkisten oder Seminare. Die Kiste wird, als Fertigmodell (265 Euro (Stand 01/2018) oder zum selbst zusammenbauen (ab 170 Euro) oder sogar zum  komplett selberbauen in einem Workshop zusammen mit David und Thomas (220 Euro) angeboten. Je nach Budget oder handwerklichen Geschick kann der Kunde dort wählen. Mehr Infos auf der Website: www.wurmkiste.at.

 

 

1000 Würmer leben in einer solchen Kiste, die 200g Biomüll am Tag essen. Das Endprodukte ist dann wunderbarer schwarzer Humus. Der kann den Zimmerpflanzen gegeben werden, im eigenen Garten oder, wenn man keines von beiden hat, einfach auf den öffentlichen Beeten “entsorgt” werden. David’s Vision ist, dass eine Wurmkiste genauso in der Küche vorhanden ist, wie heute der Kühlschrank. So könnten die Müllmengen aus der Restmülltonnen sicher enorm reduziert werden.

Wer wenig Geld hat, für den ist die Wurmkiste sicher zu teuer. Da gibt es auch günstige Lowbudget Möglichkeiten. Etwa, in dem man sich 4 Ketchup Eimer gratis aus einer Pommesbude holt und der folgenden Anleitung folgt.

Kosten: 20 Euro für die Regenwürmer oder sogar die kann man sich sparen, wenn man etwas Zeit in Wormhunting im eigenen Garten  oder bei Freunden investiert. Gesamtkosten Null Euro.

Fazit: Die Wurmkiste ist eine tolle Idee und David’s Vision, dass in jeder Küche in der Zukunft eine Wurmkiste zu finden ist, wie heute ein Kühlschrank, ist eine wunderbare – und besonders unterstützenswerte. Also gleich bestellen oder zur nächsten Pommesbude. 🙂

 

Quellenangaben:

wurmkiste.at. (2018). Wurmkiste: Einfach kompostieren mit einem stylischen Hocker. [online] Available at: https://wurmkiste.at/ [Accessed 28 Jan. 2018].

YouTube. (2018). Wurmkiste für Zuhause im ORF heute leben. [online] Available at: https://www.youtube.com/watch?v=Xc0dKzB2lWY [Accessed 28 Jan. 2018].

YouTube. (2018). Wurmkiste Wurmkompost Wurmfarm Wurmeimer Tutorial. [online] Available at: https://www.youtube.com/watch?v=kDGRtes0KVc [Accessed 28 Jan. 2018].

Vimeo. (2018). wurmkomposter in der wohnung wurmkiste fernsehbeitrag. [online] Available at: https://vimeo.com/227234453 [Accessed 22 Jan. 2018].

Kaltenreiner, C. and Mangione, J. (2018). Wurmkiste: Wie man Würmern ein Zuhause baut. [online] Kurier.at. Available at: https://kurier.at/wirtschaft/immobiz/wohnen/wurmkiste-wie-man-wuermern-ein-zuhause-baut/292.400.608 [Accessed 22 Jan. 2018].

Minkin, C. (2018). Pflanzendünger aus dem Sitzhocker. [online] derStandard.at. Available at: https://derstandard.at/2000055269021/Pflanzenduenger-aus-dem-Sitzhocker [Accessed 22 Jan. 2018].

 

Ein neues Lebensgefühl für Obdachtlose

hair-2806123_1920Das ‘Barber Angels Brotherhood’ sind ein Zusammenschluss von über 50 Friseuren, die in ihrer Freizeit quer durch das Land reisen, um Obdachlosen gratis die Haare zu schneiden. Die Idee entstand als Gründer Klaus einen Bericht im Fernsehen über Obdachlose sah. Eine Innere Stimme sprach danach zu ihm: “Du kannst den Menschen helfen!”. Und ja, sagte er sich, welch ein neues Selbstwertgefühl kann ein neuer, fescher Haarschnitt einem Menschen geben. Vielleicht das fehlende Stück Selbstwert, dass für einen Neubeginn noch fehlte?

 

50 Freiwillige helfen bundesweit.

Innerhalb kürzester Zeit fand Klaus 10 Kollegen und das ‘Barber Angels Brotherhood’ (kurz. B.A.B.) war ins Leben gerufen. Mittlerweile sind es mehr als 50 freiwillige Helfer die durch ganz Deutschland reisen um mit Ihren Talenten Obdachlosen ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.

Arte Film über ‚Barber Angels Brotherhood‘

 

Wenn die freiwilligen Scherenkünstler gefragt werden warum sie helfen – kommt übereinstimmend eine Antwort: “Für das Lächeln der Menschen”. Und für das strahlende Dankeschön, das man Ihnen entgegenbringt, wenn die Frisur das erste Mal im Spiegel bewundert wird.

 

Mit dem Namen “Brotherhood” lehnt sich der Verein an Rocker an. So sieht man alle Beteiligten in  Rockerkutten ihre Arbeit verrichten – zum Einen um eine Gemeinsamkeit und Wiedererkennung zu schaffen, aber zum Anderen auch nur als Spass.

 

Unterstützer dürfen sich melden.

Die bundesweiten Einsätze, und damit verbundene Kosten für Übernachtung und Material, werden durch Mitgliedsbeiträge und Sponsoren finanziert. Jeder der möchte kann das ‘Barber Angels Brotherhood’ unterstützen – mit Geld und materiellen Dingen  oder als Freiwilliger. Mehr infos auf der Website. (http://b-a-b.club)

 

Soziale Organisationen sind eingeladen sich zu melden.

 

Fazit:

Tolles Projekt. Möge es viel Unterstützung bekommen und viele Menschen glücklich machen.

 

Quellen:

Stage, A. and Stage, A. (2018). Barber Angels Brotherhood – Wir haben wundervolles vor. [online] Barber Angels Brotherhood. Available at: http://b-a-b.club [Accessed 22 Jan. 2018].

 

Pixabay.com. (2018). Free Image on Pixabay – Haircut, Barber, Salon, Barber Shop. [online] Available at: https://pixabay.com/de/haarschnitt-friseur-salon-haar-1007891/ [Accessed 22 Jan. 2018].

 

YouTube. (2018). ARTE Re: Frisuren für ein neues Ich – Wie die Barber Angels Obdachlosen helfen (Doku 2017). [online] Available at: https://www.youtube.com/watch?v=AG5SULnGRrE [Accessed 22 Jan. 2018].

Pixabay.com. (2018). Free Image on Pixabay – Hair, Salon, Style, Hairdresser. [online] Available at: https://pixabay.com/de/haar-salon-stil-friseur-frisur-2806123/ [Accessed 22 Jan. 2018].

 

 

Retuna – die weltweit erste Recyling Shopping Mall.

retuna-konferensIn der 70.000 Seelenstadt Eskilstuna eröffnete im August 2015 die weltweit erste recycling Shopping Mall. Alle Produkte, die in der Mall verkauft werden sind recycelte Produkte, die wieder zum Leben erweckt worden sind oder ökologisch oder nachhaltig produziert wurden.

 

Der Kunde trägt zur Sortimentsvielfalt bei.

Wer die Mall besucht, kann auch zum neuen Sortiment beitragen, in dem man wiederverwertbare Spielsachen, Möbel, Kleidung, dekorative Dinge oder elektronische Geräte in dem Depot “Returen” abgibt. Dort wird eine erste Aussortierung durchgeführt. Was ist nutzbar, was nicht. Im nächsten Schritt werden die nutzbaren Sachen an die Shops weitergegeben, die dann entscheiden was sie reparieren, umwandeln oder verfeinern – und dann letztendlich verkaufen wollen.

 

Aber Retuna ist nicht nur ein Verkaufsplatz, sondern auch ein öffentlicher Raum, wo es Events, Workshops, Vorträge oder spezielle Thementage gibt, die versuchen die Besucher näher an das Thema Nachhaltigkeit heranzuführen. Geführt ist die Mall von einer städtischen Firma, die das Ziel hat optimale Vorteile für Kunden, sowie Anwohner anzubieten – mit minimalen Impakt für die Umwelt.

Wie entstand die Idee?

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Die Stadt Eskilstuna hatte das Ziel eine grüne Vorbildfunktion zu sein.  Irgendwann kam die Idee auf, eine Mall zu bauen, die

normale Alltagsprodukte anbot, aber nur mit wiederverwendeten oder upgecyclten Produkten. Im August 2014 beschlossen Politiker dass diese Mall gebaut werden soll. Mittlerweile wurde das Konzept kopiert und in anderen Städten umgesetzt.

 

Wer kennt ein andere Modelle? In welchen Städten sind Sie? Bitte postet unten Links und Infos.

Quellen:

https://www.retuna.se

Miet dir einen Weihnachtsbaum!

Den Weihnachtsbaum kann man nun mieten.

 

Viele wissen noch gar nicht, unter welchen umweltschädlichen Bedingungen unsere Weihnachtsbäume wachsen. Es werden Herbizide, Pestizide und Kunstdünger benutzt, um ein möglichst perfektes und problemloses Wachsen des Baumes zu haben. Der BUND hat sogar in 3 von 4 Bäumen den Gebrauch von Pestiziden und Herbiziden feststellen können, einmal wurde sogar ein verbotenes Pestizid gefunden.

 

Mehrmals wiedervermietbar.

In Vereinigten Staaten gibt es den Weihnachtsbaummietservice schon seit 2009 – in Deutschland gibt es vereinzelte Mietangebote erst seit ein paar Jahren. Die Idee ist folgende. Die Bäume werden, statt in Erde, in Töpfen gezogen. So werden Sie dann kurz vor Weihnachten zum Kunden geliefert – und nach 10 Tagen wieder abgeholt. Länger können und dürften die Tannen nicht in der Wärme bleiben, da die Bäume sonst geschädigt würden.

Keine Ersparnisse im Geldbeutel, aber Umwelt geschont.

Kosten für einen Mietbaum sind oft genauso hoch, oder gar höher als bei einem Wegwerf-Baum. Ein Weihnachtsmietbaum kann jedoch 4-5 mal wiederverwendet werden. Dann ist der Baum zu gross. Das Start-up hatte die Alt-Bäume dann in Aufforstungsgegenden eingepflanzt.

 

Damit der Baum auch mehrmals wiederverwendet werden kann, muss der Mieter ein paar Sachen beachten. Etwa, dass der Baum keinen Wärmeschock bekommt (zu schnell aus der Kälte ins Warme gebracht) und auch regelmäßig gegossen wird.

Dann steht einem langen Mietbaum-Leben nichts mehr im Wege.

 

Fazit:

Eine tolle Idee – wenn so die Lebensdauer des Baumes verlängert wird, und auch der Gebrauch von Pestiziden und Herbiziden reduziert werden kann. Wer sicher sein will, dass keine Chemie für den Baum verwendet wurde – der darf nur bio-zertifizierte Bäume mieten.

 

Quellen:

Livingchristmas.com. (2018). The Living Christmas Company – Changing the way California Celebrates Christmas!. [online] Available at: https://www.livingchristmas.com/ [Accessed 11 Jan. 2018].

Paderbaeumchen.de. (2018). Green Tree – Echte Weihnachtsbäume mieten. [online] Available at: https://www.paderbaeumchen.de/unsere-produkte/green-tree-b%C3%A4ume-zum-mieten/ [Accessed 11 Jan. 2018].

YouTube. (2018). Miet-Weihnachtsbaum | Servicezeit | WDR. [online] Available at: https://www.youtube.com/watch?v=XVf5Xvm0wko [Accessed 11 Jan. 2018].

Rent Xmas Tree, (2018). [online] Available at: https://www.rentxmastree.com/shop/ [Accessed 11 Jan. 2018].

Flatley, A. (2018). Gute Idee: Weihnachtsbäume mieten statt kaufen – Utopia.de. [online] Utopia.de. Available at: https://utopia.de/ratgeber/weihnachtsbaeume-mieten-statt-kaufen/ [Accessed 11 Jan. 2018].

Livingchristmas.com. (2018). The Living Christmas Company – Changing the way California Celebrates Christmas!. [online] Available at: https://www.livingchristmas.com/ [Accessed 11 Jan. 2018].

Pixabay.com. (2018). Free Image on Pixabay – Christmas Tree, Forest, Bridge. [online] Available at: https://pixabay.com/de/weihnachtsbaum-wald-br%C3%BCcke-2895143/ [Accessed 11 Jan. 2018].

Hamann, S. (2018). Düsseldorfer Startup: Einen Mietweihnachtsbaum, bitte!. [online] RP ONLINE. Available at: http://www.rp-online.de/leben/weihnachtsbaum-mieten-start-up-in-duesseldorf-leiht-tannenbaeume-aus-aid-1.5627517 [Accessed 11 Jan. 2018].

Die Suchmaschine Ecosia pflanzt 4 Millionen Bäume.

Die Suchmaschine Ecosia ist ein Sozialunternehmen das laut eigener Angabe mindestens 80% seiner Einnahmen für Wiederaufforstungsprojekte spendet, um mit Partnerorganisationen Bäume in Wüstenregionen zu pflanzen.

 

 

Die Suchmachine Ecosia (Screenshot Ecosia.org)
Die Suchmachine Ecosia (Screenshot Ecosia.org)

Die Idee für Ecosia begann in Nepal zu keimen (um einmal in Baum-Sprache zu schreiben). Gründer Christian Kroll wollte schon in Nepal eine Suchmaschine programmieren, die mit den Einnahmen NGO Projekte finanzieren sollte. Doch durch mangelnde Infrastruktur musste er die Idee bald aufgeben. Ganz aufgegeben hatte er jedoch nicht. Als er in Südamerika und durch ein Buch („Hot, flat and crowded“ von Thomas L. Friedman) erfuhr welch einen positiven Einfluss Aufforstungsprojekte in Wüstengebieten haben, war Ecosia – die Baum pflanzende Suchmaschine – geboren. Christian wollte seine originale Idee – eine Suchmaschine die soziale Projekte finanziert – nun speziell mit Aufforstungsprojekten verbinden.

 

Zu Beginn wurden Projekte in Brasilien finanziert. Als Ecosia auf der Suche nach einen neuen Projekt war, kamen Sie auf WeForest, da bei WeForest ganzheitlicher arbeitete (und günstiger) und die ganzen lokalen Menschen in das Projekt mit einbindet und profitieren lässt. Hier ein Video von der Arbeit von WeForest

Warum ist Bäume zu pflanzen eine so gute Sache?

 

 

Die Suchmachine Ecosia pflanzt von Ihren Gewinnen Bäume in Wüstenregionen. (Bildrecht: Ecosia)
Die Suchmaschine Ecosia pflanzt von Ihren Gewinnen Bäume in Wüstenregionen. (Bildrecht: Ecosia)

Bäume zu pflanzen hat einen wirklich positiven Effekt auf eine ganze Region. Wo vorher Trockenheit und Dürre herrschten, bilden sich nach und nach weitere Pflanzen und Büsche – ein neues Mirko-Klima kann entstehen. Damit ergeben sich völlig neue Perspektiven für die Menschen die in diese kargen Regionen leben – schon das eigene Gemüse anzubauen wird leichter sein und größerer Erträge einbringen. Ecosia versucht aber über die Finanzierung der Wiederaufforstungsprojekte zusätzlich auch Social Investment und Empowerment für die lokale Wirtschaft zu unterstützen.

 

Kurz zusammengefasst gibt es diese Vorteile (Quelle: Ecosia 2016):

  • Mehr Regen (Wiederbelebung des Wasserkreislaufs)
  • Mehr einheimische Pflanzen und Tiere (biologische Vielfalt)
  • CO2-Abscheidung und -Speicherung (Abschwächung des Klimawandels)
  • Nachhaltige Bildungsprogramme
  • Wiederbelebung der lokalen Wirtschaft
  • Stärkung der Frauen durch eigene Verdienstmöglichkeiten
  • Mehr Kinder in der Schule

Wie werden die Bäume finanziert?

 Das Prinzip der Suchmaschine Ecosia. (Bildrechte: Ecosia)
Das Prinzip der Suchmaschine Ecosia. (Bildrechte: Ecosia)

Ecosia ist eine Suchmaschine wie jede andere – genauer gesagt wie Bing, denn Ecosia ist eine Suchmaske, die auf der Technologie von Bing basiert. Obwohl Ecosia auch eigene Techniker hat, die die Logarithmen der Suchmaschine verändern und verbessern, kommt die Haupttechnik eben von Bing. So auch die Werbegelder: Bing spielt die Werbung auf der Suchergebnisseite ein, und Ecosia verdient dann mit. Genau 0.5 Cent pro Suchanfrage. Von diesen 0.5 Cent werden 0,4 Cent gespendet, 0,1 Cent wird für die Verwaltung aufgewendet. Obwohl Ecosia nur einen so geringen Betrag bekommt, kamen schon seit der Gründung im Jahre 2009 über 3 Millionen Euro zusammen, davon wurden über 4 Millionen Bäume finanziert.

Bei einer aktuellen Anzahl von 2,5 Millionen Menschen die Ecosia monatlich nutzen, kann gesagt werden, dass alle 12 Sekunden ein neuer Baum gekauft wird. Und das wird transparent kommuniziert. Zum Einen kann jeder auf der Website www.info.ecosia.org genau nachlesen, welche Organisation wie viel Geld erhielt, zum Anderen gibt es ein kleines, aber feines Feature auf der Website. Es gibt den Baumzähler auf der Website. Das ist eine kleine Anzeige oben rechts neben dem Suchfeld. Dort wird angezeigt, wie viele Bäume schon finanziert wurden mit der persönlichen Suchtätigkeit. (Siehe Screenshot). Durch mein Suchen mit Ecosia wurde schon 113 Bäume bezahlt.

Der Baumzähler der Suchmaschine Ecosia. (Screenshot Ecosia.org)
Der Baumzähler der Suchmaschine Ecosia. (Screenshot Ecosia.org)

Ein tolles Gefühl! Und noch etwas tolles gibt es: Wer partout seine geliebte Google-Suchmaschine nicht verlassen möchte, kann auch via Ecosia mit Google suchen. Einfach auf das „Google“ Tab klicken (siehe Screenshot) und wie gewohnt Google nutzen (Anmerkung: Jedoch verdient Ecosia mit Google nicht viel)

Wenn man über dieses tolle Projekt liest, fragt man sich, warum benutzen nicht mehr Menschen Ecosia. Was könnte bewirkt werden, wenn Ecosia Suchanfragen wie Google hätte? Laut Searchegineland berichtet Google vor kurzem, dass es 100 Billionen Suchanfragen pro Monat verarbeitet. Hätte Ecosia diese Anzahl, dann könnten 50 Billionen Euro pro Monat gespendet werden und statt ein Ziel von 1 Billionen Bäume in 4 Jahren gepflanzt zu haben, würde 3 Billiarden Bäume pro Monat gepflanzt werden können!!!.

in Zahlen sieht das so aus: 3.000.000.000.000.000

Die Suchmaschine Ecosia wartet auf Dich!

Wer umsteigen will, gleich auf www.ecosia.org gehen und die Seite speichern. Wer seinen Browser auf Ecosia umrüsten will, der kann sich auf den folgenden Links unten eine Browser Extension installieren.

Firefox Erweiterung: https://goo.gl/DfzhdB

Opera Erweiterung: https://goo.gl/RQ5wF6

Chrome Erweiterung: https://goo.gl/XkMTOj

Gutes Surfen!!!

 

 

 

 

Quellenangaben:

(2016): „What is Ecosia? – The search engine that plants trees“. Info.ecosia.org. Abgerufen am 25. 03. 2016 von https://info.ecosia.org/.

Henley, Will (2013): „New breed of ethical startups are taking on the giants of the internet“. the Guardian. Abgerufen am 25. 03. 2016 von http://www.theguardian.com/sustainable-business/ethical-startups-taking-on-internet-giants.

Sullivan, Danny (2012): „Google: 100 Billion Searches Per Month, Search To Integrate Gmail, Launching Enhanced Search App For iOS“. Search Engine Land. Abgerufen am 25. 03. 2016 von http://searchengineland.com/google-search-press-129925.

Süddeutsche.de GmbH, Germany (2014): „Alternative Suchmaschinen – Googeln für den Regenwald statt für Google“. Süddeutsche.de. Abgerufen am 25. 03. 2016 von http://www.sueddeutsche.de/digital/alternative-suchmaschinen-googeln-fuer-den-regenwald-statt-fuer-google-1.2116129-2.

(2016): Upworthy „A search engine like Google, except for one small detail: It plants trees!“. Upworthy. Abgerufen am 25. 03. 2016 von http://www.upworthy.com/a-search-engine-like-google-except-for-one-small-detail-it-plants-trees.

Fischetti, Mark (2016): „Search Engine Plants Trees as It Finds Your Info“. Scientific American Blog Network. Abgerufen am 25. 03. 2016 von http://blogs.scientificamerican.com/observations/search-engine-plants-trees-as-it-finds-your-info/.

(2016): „Burkina Faso – Greening the Desert“. Weforest.org. Abgerufen am 10. 04. 2016 von http://www.weforest.org/projects/burkina-faso-greening-desert.

(2016): „Ecosia hat 4 Millionen Bäume gepflanzt: Dankeschön!“. YouTube. Abgerufen am 10. 04. 2016 von https://www.youtube.com/watch?v=3gy666XPpJw.

Degrowth Buch – Handbuch für eine neue Ära.

Das Degrowth Buch ist eine Art schriftliches Manifest für eine Zeit nach dem Kapitalismus. Vor ein paar Jahren haben sich Giacoma d’Alisa, Federico Demaria und Giorgios Kallis zusammengesetzt und das „Degrowth“ Buch zusammengestellt.

Das Degrowth Buch - Handbuch für eine Neue Ära.
Das Degrowth Buch – Handbuch für eine Neue Ära.

Es sollte nicht nur bei einer Zusammenstellung bleiben; die Autoren verfolgten kein größeres Ziel als dass ihr Buch eine Art internationales Standardwerk für den Post-Kapitalismus werden soll. Dieser Wunsch könnte Ihnen leicht erfüllt werden, denn das Werk ist nicht nur eine Kritik am vorhanden System, sondern es versucht alternative Wege, fast Lösungen zu geben. Die Vorschläge kommen teilweise von namhaften Autoren, die sich im „Degrowth“ Buch mit einer großen Anzahl von Themen auseinander gesetzt haben. Ob es ‚Dekolonialisierung‘, ‚Entropie‘, ‚Care-Economy‘ oder ‚Alternativwährungen‘ ist – es scheint, die Autoren haben an alle wichtigen Themen gedacht.

Das Degrowth Buch- für eine neue Ära.

Wer auf der Suche nach Anregungen oder Ideen für eine Zeit nach diesem Wirtschaftssystem ist, für den ist das Buch sicher eine gutes Nachschlagewerk und Inspirationsquelle. Auf der Website vom Oekom Verlag gibt es auch die Möglichkeit in das Inhaltsverzeichnis hineinzuschauen: http://www.oekom.de/fileadmin/buecher/PDF_Inhaltsverzeichnis/d_Alisa_Degrowth_Inhaltsverzeichnis.pdf

Wer das Buch schon gelesen hat kann gerne unten in den Kommentaren seine eigene Sichtweise beschreiben!

Das Buch ist in Englisch und neuerdings in Deutsch erhältlich. Erschienen im Oekom Verlag in München.

Details:

272 Seiten, oekom verlag München, 2016
ISBN-13: 978-3-86581-767-9
Erscheinungstermin: 14.03.2016

Weitere Website zum Thema Degrowth:

„Club for Degrowth“. Clubfordegrowth.org. Abgerufen am 16. 03. 2016 von http://clubfordegrowth.org/.

„degrowth.de | Web portal on degrowth“. Degrowth.de. Abgerufen am 16. 03. 2016 von http://www.degrowth.de.

„Research and actions to consume less and share more“. Research and actions to consume less and share more. Abgerufen am 16. 03. 2016 von http://www.degrowth.org/.

Quellenangaben:

(2016): „Buch – : Degrowth“. Oekom.de. Abgerufen am 16. 03. 2016 von http://www.oekom.de/nc/buecher/gesamtprogramm/buch/degrowth.html.

(2016): Inhaltsangabe Buch Degrowth. 1. Aufl. München: Oekom Verlag. http://www.oekom.de/fileadmin/buecher/PDF_Inhaltsverzeichnis/d_Alisa_Degrowth_Inhaltsverzeichnis.pdf

Der Trend zur eigenen Biomolkerei

Immer mehr Bauern schließen sich zusammen, um eine eigene Biomolkerei zu gründen. Verkaufen an die großen Molkereien das mag ein Biobauer gar nicht. Oft werden die kleinen Milchverarbeitungsanlagen durch die Bevölkerung aus der Umgebung finanziert – denn die wollen ja regionale und ökologische Produkte.

Die Situation um die deutsche Biomilch ist komplizierter, als es auf den ersten Anblick scheint. Obwohl Biobauern seit Einführung von Bio-Milcherzeugergemeinschaften (man verkauft gemeinsam an eine Molkerei, um einen guten Preis zu erhalten) sich über einen stabilen Milchpreis freuen dürfen – ist es trotzdem nicht einfach die gute Biomilch an den Mann oder die Frau zu bringen. Der einfache Weg wäre an große Molkereien zu verkaufen, die auch Biomilch zertifizierte Milch verarbeiten dürfen. Um nur einmal zu illustrieren was ‚groß‘ bedeutet: „Die konventionelle Molkerei DMK verarbeitet rund 18 mal so viel Milch, wie die fünf größten Biomolkereien Andechser, Gläserne Meierei, Berchtesgardener Land, Söbbeke und die deutschen Ableger der dänischen Molkerei Arla zusammen“ (Bioland 2016). Verständlicherweise möchte ein Biobauer lieber an eine reine Biomolkerei verkaufen, denn wer möchte schon schon seine gute Biomilch mit konventioneller Milch vermischt haben?

Die Lösung war eine eigene Biomolkerei

Unter anderem aus dieser Motivation, ‚die Großen‘ zu vermeiden, entstand die Erzeugergemeinschaft Hamfelder Hof, die 2013 sich mit 27 Bioland Milchbauern (wieder)gegründete wurde. Seit 01.08.2015 produziert der Hamfelder Hof leckere Biomilch. Dabei ist der Hamfelder Hof schon sehr professionell aufgestellt und kann den Bedarf der Supermärkte und Kundschaft bedienen und produziert auch länger haltbare Biomilch. Anderen Mikromolkereien, wie etwa die Tü-Bio aus Tübingen fehlt diese Technik (um Milch haltbar zu machen). Als Resultat waren Bestellung, und sind Bestellung immer noch verhalten, denn die Tü-Bio Milch ist nur 7 Tage haltbar. Trotzdem erfreut sich das Angebot der Tü-Bio größter und wachsender Begeisterung. Das die Konsumenten aus Region voll hinter dem Konzept der Biomolkerei stehen, zeigen die 300.000 Euro, die von Bürgern aus der Region in die Molkerei investiert worden sind.

Langfristig kann nur gesagt werden, dass ein Konzept wie die Mikromolkerei Zukunft hat und voll im Trend liegt. Etwa ist der Anteil von Biomilch im Milchmarkt zwischen 2008 und 2014 um 30 % gestiegen (Bioland 2016), obwohl die Deutschen immer weniger Milch trinken. Der deutsche Biomilchmarkt ist auch immer noch auf Importe aus Österreich und Dänemark angewiesen – das liegt zuletzt daran, dass der österreichische Biobauer 6% (Bioland 2016) mehr erhält als im eigenen Land.

Links zu verschiedenen kleinen Biomolkereien:

Tü-Bio Molkerei http://www.tue-bio.de/

In der Region Tübingen.

Hamfelder Hof http://www.hamfelderhof.de

Ein Zusammenschluss von 27 Biolandbauern in Schleswig-Holstein.

De Öko Melkburen http://deoekomelkburen.de/

Eine kleine Mikromolkerei, die aus 3 Biolandbauern besteht.

Quellenangaben:

Bioland.de, (2016): „Bioland: Der Trend geht zur eigenen Molkerei“. Abgerufen am 28. 02. 2016 von http://www.bioland.de/im-fokus/hintergrund/detail/article/milch.html.

Loderhose, Jan (2016): „Startseite der Tübinger Bio-Bauernmilch GmbH – Tü Bio“. Tue-bio.de. Abgerufen am 28. 02. 2016 von http://www.tue-bio.de/.

Hamfelderhof.de, (2016): „Milchprodukte aus der Meierei Bauerngemeinschaft – Hamfelder-Hof“. Abgerufen am 28. 02. 2016 von http://www.hamfelderhof.de.