Elternforum startet Projekte für Kinder.

Elternforum started Projekte für Kinder.
Das Elternforum startet Projekte für Kinder.

Das Elternforum in Birmensdorf in der Schweiz trifft sich regelmäßig im ehemaligen Asylbewerberheim, um aktiv die Freizeit Ihrer Kinder mitzugestalten. Dabei entstanden in den letzten Jahren Ideen wie etwa das ‚Kinder-Kino‘ oder der ‚Kinder-Coiffeur‘ – aber auch Ideen für die Eltern wurden ins Leben gerufen: der ‚Stricktreff‘ oder der ‚Französische Treff‘ waren Beiprodukte für die Eltern.

Dabei sieht sich das Elternforum nicht als Alternative zu bestehenden Angeboten von Sportvereinen und Co, sondern als Ergänzung. Denn das Ziel ist es aktiv Brücken zu bauen – zwischen den Eltern untereinander, aber auch zwischen Eltern und Schule, Behörden und Vereinen.

Das Elternforum Birmensdorf lädt den Kinder-Choiffeur ein.
Das Elternforum Birmensdorf lädt den Kinder-Choiffeur ein.

 

Wie werden Ideen im Elternforum umgesetzt?

Das ist ganz einfach: Man trifft sich regelmäßig zu einer Ideenbörse im ehemaligen Asylheim der Gemeinde. Dort werden Vorschläge diskutiert. Hat ein Elternteil eine Idee, wird demokratisch abgestimmt und das Elternteil, dass die den Vorschlag für eine Projekt vorschlug, übernimmt dann die Verantwortung für die Umsetzung.

So entstanden viele Ideen, die die Gemeinde zusammengebracht haben, aber auch das Leben sehr bereichert haben, denn das besondere ist in Birmensdorf dadurch dass die Ideen von den Eltern selbst kam, statt von Behörden oder Jugendamt. Denn wer kennt seine Kinder besser? 🙂

Doch mit dem Projekt wurden auch Ideen umgesetzt die von und für die Eltern waren. So gab es Babykurse für Mütter und Väter, eine Französisch-Gruppe und vieles mehr.

Dieses Projekt ist wohl ein gutes Beispiel für funktionierende Direkte Demokratie. Ob so eine Idee auch in Gemeinden, anderer Ländern Früchte tragen kann? Gerne würden wir davon hören, bitte unten einfach ein Kommentar hinterlassen oder uns kontaktieren.

Oder bist du movitiviert worden selbst ein solches Elternforum in deiner Gemeinde zu gründen? Bitte lass es uns wissen. 🙂

Quellenangaben:

(2016): „Elternforum Birmensdorf“. Elternforum-birmensdorf.ch. Abgerufen am 12. 03. 2016 von http://www.elternforum-birmensdorf.ch/.

Hunziger, Dominik (2016): „Von Kinder-Coiffeur bis Stricktreff: Den Eltern mangelt es nicht an Ideen“. Limmataler Zeitung. 2016.

Nachbarschaftlich leben für Frauen e.V.

Nachbarschaftlich leben für Frauen ist ein Verein, der es Frauen ermöglicht zu fairen Mietpreisen eine Wohnung mit anderen Frauen zu teilen – eine Art Riesen-Wohngemeinschaft, bei dem jeder sein eigenes Reich hat.

Screenshot von der Website des Förderverein nachbarschaftlich Leben für Frauen e.V.
Screenshot von der Website des Förderverein nachbarschaftlich Leben für Frauen e.V.

Geboren wurde diese Idee vor knapp 20 Jahren von Dr. Christa Lippmann. Vor 17 Jahren starte das innovative Konzept des Zusammenwohnens. Lippmann ging es unter anderem darum Rentner mit geringem Einkommen einen schönen Wohnplatz anzubieten. Teilen der Wohnung teilt auch die Kosten, plus dem unbezahlbaren Faktor: Gemeinsamkeit.

Mittlerweile gibt es schon 3 Wohnung mit insgesamt 24 Wohneinheiten in der Umgebung von München. Die Frauen zahlen 10 Euro pro Quadratmeter und teilen sich eine Wohnung mit 8-10 Frauen. Jede Mieterin zahlt so ungefähr 400-500 Euro im Monat, das beinhaltet auch eine eigene kleine Küche und ein persönliches Badezimmer – es gibt aber auch eine große Gemeinschafts-Küche.

Gemeinsamkeit das A und O.

Gemeinschaft ist generell sehr groß geschrieben, so gibt es Gemeinschaftsräume, die auch für private Geburtstage genutzt werden kann. Es werden auch gemeinsame Ausflüge ins Grüne oder Theater unternommen, Vortrage organisiert, oder ganz persönliche Hilfe organisiert, wie Fahrten zum Friedhof des verstorbenen Ehepartners oder Begleitung zum Einkaufen, Friseur oder Arzt.

Screenshot von der Website des Förderverein nachbarschaftlich Leben für Frauen e.V.
Screenshot von der Website des Förderverein nachbarschaftlich Leben für Frauen e.V.

Aber die Verantwortung zur Gemeinsamkeit liegt nicht nur beim Verein: Jeder Mieter verpflichtet sich mit dem Unterschreiben des Mietvertrages zu „nachbarschaftlicher Hilfe gegenüber den anderen Mieterinnen“. Wer sich für eine solche Wohnart entscheidet, ist die nachbarschaftliche Hilfe sicher sehr wichtig. Und wenn man sich die Bilder der freudigen Frauen anschaut, scheint es allen dort sehr gut zu gehen. Laut Frau Lippmann gibt es auch ein riesiges Interesse an diesem Wohnmodel. Es kann sich aber jeder bewerben. Unter www.frauewohnen-im-alter.de oder direkt bei Frau Lippmann anrufen unter 089/ 612 59 02

Nachbarschaftlich Leben für Frauen e.V. fördert gemeinsames Wohnen.

Der Verein arbeitet auf einer weiteren Ebene, so hat Christa Lippmann Bücher zum Thema geschrieben und es wird aktiv versucht das Thema gemeinschaftliches Wohnen in die Gesellschaft zu integrieren – durch ‚Förderungen nachbarschaftlicher Wohngruppen‘, ‚Wohnberatung für ältere Menschen‘, ‚Bildungsveranstaltungen‘, ‚Beratungen von Interessierten, die Wohngruppen gründen möchten‘ und vieles mehr. Mehr Info hier: http://frauenwohnen-im-alter.de/about.html

Letzteres ist vielleicht für Leser vom ‚Gute Ideen Blog‘ interessant – hast Du mit dem Gedanken gespielt eine Wohngruppe zu gründen? Dann kann der Verein ’nachbarschaftliches leben für Frauen im Alter‘ vielleicht helfen.

Quellenangaben:

Alter, Förderverein (2016): „Nachbarschaftlich leben für Frauen im Alter – Warum einsam? Lebt gemeinsam!“. Frauenwohnen-im-alter.de. Abgerufen am 11. 03. 2016 von http://frauenwohnen-im-alter.de/.

Löschau, Ursula (08.04.2016): „Die WG der Seniorinnen“. In: Hallo München. (15).

Kleber, Irene (28.08.2015): „Die Senioren WG“. In: Abendzeitung.