Vom Scammer zum Heiligen – Joel aus Liberia.

Wie aus einem möglichen Onlinescam, ein tolles Hilfsprojekt wurde.

Ben Taylor von ‚Pleasant Green‘ wurde eines Tages von einen Mann namens Joel via email kontaktiert. Joel schlug ihm eine dubiose Geschäftsidee vor, statt das email zu löschen, fing Ben an mit ihm zu schreiben. Nach dem Motto, wenn er mit mir beschäftigt ist, betrügt er keinen anderen Menschen. Ben fand heraus, dass Joel Geld brauchte und einen Geschäftspartner suchte. Joel machte den Vorschlag, Schrottteile zu verschiffen und der Gewinn würde geteilt.

Statt Schrott-Handel – Schrott-Fotos.

Statt auf Joel’s Vorschlag einzugehen, macht er einen Gegenvorschlag: Er log Joel an und sagte er hätte eine Foto-Agentur und er bräuchte Bilder. Er schlug ihm vor ein Bild von einem ‚iberischen Sonnenuntergang‘ zu machen. Er würde für die Bilder bezahlt, die gut wären.

Leider, oder besser erwartungsgemäß, kam ein Horror-Foto zurück. Aber Ben gab nicht auf und schickte sogar eine 60 Dollar Kamera zu Joel. Und auf einmal kamen tolle Fotos zurück und Ben musste schnell eine Lösung finden, sonst wurde noch aus ihm ein Betrüger.

Ein Fotobuch ist geboren.

Bald entstand die Idee, Freunde und Familie anzubieten einen kleinen Bildband zu kaufen, um etwas Geld für Joel zu haben. Aber nach ein paar Facebook shares, hatte Ben auf einmal mehrere hunderte Bestellungen. Bis heute gingen 6000 Bestellungen ein.

Joel verdiente eine Menge Geld um seine neunköpfige Familie zu ernähren. Und noch toller, die Hälfte des Profits ging an die örtlichen Schulen. Mittlerweile werden sogar von den Gewinnen Mikrokredite an junge Unternehmer gegeben.

Win-Win für alle.

Sogar für Ben, denn der hat gelernt, was alles passieren kann, wenn man an das gute in Menschen glaubt.

Hier die ganze Geschichte als Video (Englisch)

 

Die Webseite von dem Projekt: https://bydgraceofgod.com/

Twitter: https://twitter.com/pleasantgreen

Instagram: https://www.instagram.com/pleasantgrn/?hl=en

Habt ihr auch schon mal so etwas erlebt? Erst misstraut und dann war alles anders als Du gedacht hast?

 

Heute schon in der Natur geplogged? Umweltschutz 3.0

Das Laufteam von der Runacademy in Schweden. (c) www.runacademy.se
Das Laufteam von der Runacademy in Schweden. (c) www.runacademy.se

#plogging ist der neue Trend aus Schweden – der Sport (Jogging) und Müll sammeln (picking) verbindet zu: #plogging. Was irgendwann 2016 in Schweden begann, ist mittlerweile zu einem weltweiten, Trend geworden. Jogger treffen sich mit Freunden und einer kleinen (recyclebaren) Tüte oder Behälter an der Hand, um dann während des Laufens Müll aufzusammeln (siehe die Bilder).

 

 

Das Schöne an #plogging ist seine Einfachheit. Ein Läufer schnappt sich einfach eine Plastiktüte (und vielleicht ein paar Handschuhe) und los kann die neue Art des Laufens gehen. Manch ein Fitnessguru sagt sogar, dass #plogging Aspekte des Intervall-Trainings beinhaltet. Pause, Belastung, Pause, Belastung. Hinzu kommt das Bücken, das dem Mobility Training ähnelt.

Anna ohne Sammelbehälter unterwegs. (c) Anna Antonia Selander
Anna ohne Sammelbehälter unterwegs. (c) @mazanaanna

Aber viel interessanter, als weitere persönliche sportliche Vorteile zu haben, ist wohl eher die Tatsache, dass die Umwelt entlastet wird. In dem Video oben haben 4 Läufer in nur einer Stunde 10-12 Kilo Müll gesammelt. Wer sich die Daten des Statistischen Bundesamtes anschaut, der kann schon ins Träumen geraten, wenn man nachrechnet wieviel Müll geschätzte 5,23 Mio Läufer in Deutschland zusammen sammeln könnten.

Kathryn Bland Marine Ecologist & Conservationist plogging at the seaside.
Kathryn Bland Marine Ecologist & Conservationist plogging am Meer. @plastic_pollutionsolution

Und was ist mit denen, die keine Jogger sind? (so wie ich etwa 😉 ) Ich finde die Idee so toll, dass ich gleiches tun werde, picking, aber im walking Style. Vielleicht könnte man das dann #palking nennen? 🙂

Anna MIT Sammelbehälter unterwegs. (c) Anna Antonia Selander
Anna MIT Sammelbehälter unterwegs. (c) @mazanaanna

Bei meiner Recherche bin ich dann auf Ricardo Wenzel und sein Team gestossen, die die Idee hatten, ein #binbagchallenge ins Leben zu rufen (angelehnt an dem Ice Bucket Challenge der um die Welt ging). Ähnlich wie #plogging, aber das Laufen ist kein Muss. Es kann gegangen, gepaddelt werden, gekraxelt werden – alles ist erlaubt. Man muss nur einen Bin Bag (Müllsack) voller Müll sammeln, und 3 Freunde aus den Social Networks nominieren.

 

Da werde ich auch mitmachen, und in den nächsten Tagen kommt noch ein separater Artikel zu dem Thema. Wer jetzt schon mitmachen will, schaut auf facebook nach #binbagchallenge, es gibt dort eine Gruppe und eine Seite. Dort können auch Fotos gepostet werden oder Fragen gestellt werden.

 

Und du? Wirst du beim nächsten Mal im Grünen – ob als Jogger oder Spaziergänger eine Plastiktüte mitnehmen? Gerne schick Bilder an guteideenblog@gmail.com oder auf die Facebook Seite https://www.facebook.com/guteideenblog/ .

 

Quellenangabe:

Morrissy-Swan, T. (2018). Is ‚plogging‘ the most 2018 fitness trend yet?. [online] The Telegraph. Available at: http://www.telegraph.co.uk/health-fitness/body/plogging-2018-fitness-trend-yet/ [Accessed 1 Feb. 2018].

YouTube. (2018). Schweden ist Vorreiter: Sport & Umweltschutz vereint. [online] Available at: https://www.youtube.com/watch?v=_hP84iZ1QH4 [Accessed 1 Feb. 2018].

TreeHugger. (2018). Swedish fitness trend of ‚plogging‘ is amazingly awesome. [online] Available at: https://www.treehugger.com/health/swedish-fitness-trend-plogging-amazingly-awesome.html [Accessed 1 Feb. 2018].

Ayoub, N. (2018). Plogging: Dieser Jogging-Trend aus Schweden ist gut für die Umwelt – Utopia.de. [online] Utopia.de. Available at: https://utopia.de/plogging-schweden-jogging-muell-trend-77405/ [Accessed 1 Feb. 2018].

Metro.co.uk. (2018). Have you tried plogging – the hot new trend from Sweden? | Metro News. [online] Available at: http://metro.co.uk/2018/01/29/tried-plogging-hot-new-trend-sweden-7269893/ [Accessed 1 Feb. 2018].

Kompostieren im Wohnzimmer

David Witzenede mit seiner Wurmkiste Copyright www.wurmkiste.at
David Witzenede mit seiner Wurmkiste Copyright www.wurmkiste.at

Als David Witzenede, gelernter Agrarwissenschaftler, sich darüber ärgerte, dass er seinen Biomüll in die Restmülltone werfen musste, wurde zusammen mit seinem Bruder Thomas, (ein gelernter Tischler) eine Idee geboren: Die Wurmkiste – Kompostieren im Wohnzimmer, oder genauer gesagt, in der Küche. Denn Biomüll in den Restmüll war für die beiden ein absolutes No-Go.

Anforderungen an die Kiste gab es viele, die wichtigsten waren wohl, dass obwohl in der Kiste 100te von Würmer sich durch verrotteten Biomüll arbeiteten, die Kiste außen nicht riechen sollte. Und zweitens, dass auch keiner der fleissigen Helfer aus der Kiste entfliehen kann. Ausserdem sollte der Komposter nicht wie ein Komposter aussehen. Schnell war ein Prototyp fertig. Das der Prototyp gelungen war, wurde durch das grosse Interesse der Freunde bestätigt – die alle selbst eine solche Kiste ihr eigen nennen wollten.

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Und als alle Freunde mit einer Wurmkiste versorgt waren, war der nächste logische Schritt ein Geschäftsmodell zu entwickeln. Und aus einer Idee wurde ein (Online)Geschäft.

 

Die Wurmkiste zum selbst zusammenbauen. Copyright www.wurmkiste.at
Die Wurmkiste zum selbst zusammenbauen. Copyright www.wurmkiste.at

Auf der Website bietet das junge Start-up eine Menge gut verständliche Infos über (Wurmkisten) kompostieren an, und via ihres Onlineshops Ihre Wurmkisten oder Seminare. Die Kiste wird, als Fertigmodell (265 Euro (Stand 01/2018) oder zum selbst zusammenbauen (ab 170 Euro) oder sogar zum  komplett selberbauen in einem Workshop zusammen mit David und Thomas (220 Euro) angeboten. Je nach Budget oder handwerklichen Geschick kann der Kunde dort wählen. Mehr Infos auf der Website: www.wurmkiste.at.

 

 

1000 Würmer leben in einer solchen Kiste, die 200g Biomüll am Tag essen. Das Endprodukte ist dann wunderbarer schwarzer Humus. Der kann den Zimmerpflanzen gegeben werden, im eigenen Garten oder, wenn man keines von beiden hat, einfach auf den öffentlichen Beeten “entsorgt” werden. David’s Vision ist, dass eine Wurmkiste genauso in der Küche vorhanden ist, wie heute der Kühlschrank. So könnten die Müllmengen aus der Restmülltonnen sicher enorm reduziert werden.

Wer wenig Geld hat, für den ist die Wurmkiste sicher zu teuer. Da gibt es auch günstige Lowbudget Möglichkeiten. Etwa, in dem man sich 4 Ketchup Eimer gratis aus einer Pommesbude holt und der folgenden Anleitung folgt.

Kosten: 20 Euro für die Regenwürmer oder sogar die kann man sich sparen, wenn man etwas Zeit in Wormhunting im eigenen Garten  oder bei Freunden investiert. Gesamtkosten Null Euro.

Fazit: Die Wurmkiste ist eine tolle Idee und David’s Vision, dass in jeder Küche in der Zukunft eine Wurmkiste zu finden ist, wie heute ein Kühlschrank, ist eine wunderbare – und besonders unterstützenswerte. Also gleich bestellen oder zur nächsten Pommesbude. 🙂

 

Quellenangaben:

wurmkiste.at. (2018). Wurmkiste: Einfach kompostieren mit einem stylischen Hocker. [online] Available at: https://wurmkiste.at/ [Accessed 28 Jan. 2018].

YouTube. (2018). Wurmkiste für Zuhause im ORF heute leben. [online] Available at: https://www.youtube.com/watch?v=Xc0dKzB2lWY [Accessed 28 Jan. 2018].

YouTube. (2018). Wurmkiste Wurmkompost Wurmfarm Wurmeimer Tutorial. [online] Available at: https://www.youtube.com/watch?v=kDGRtes0KVc [Accessed 28 Jan. 2018].

Vimeo. (2018). wurmkomposter in der wohnung wurmkiste fernsehbeitrag. [online] Available at: https://vimeo.com/227234453 [Accessed 22 Jan. 2018].

Kaltenreiner, C. and Mangione, J. (2018). Wurmkiste: Wie man Würmern ein Zuhause baut. [online] Kurier.at. Available at: https://kurier.at/wirtschaft/immobiz/wohnen/wurmkiste-wie-man-wuermern-ein-zuhause-baut/292.400.608 [Accessed 22 Jan. 2018].

Minkin, C. (2018). Pflanzendünger aus dem Sitzhocker. [online] derStandard.at. Available at: https://derstandard.at/2000055269021/Pflanzenduenger-aus-dem-Sitzhocker [Accessed 22 Jan. 2018].

 

Retuna – die weltweit erste Recyling Shopping Mall.

retuna-konferensIn der 70.000 Seelenstadt Eskilstuna eröffnete im August 2015 die weltweit erste recycling Shopping Mall. Alle Produkte, die in der Mall verkauft werden sind recycelte Produkte, die wieder zum Leben erweckt worden sind oder ökologisch oder nachhaltig produziert wurden.

 

Der Kunde trägt zur Sortimentsvielfalt bei.

Wer die Mall besucht, kann auch zum neuen Sortiment beitragen, in dem man wiederverwertbare Spielsachen, Möbel, Kleidung, dekorative Dinge oder elektronische Geräte in dem Depot “Returen” abgibt. Dort wird eine erste Aussortierung durchgeführt. Was ist nutzbar, was nicht. Im nächsten Schritt werden die nutzbaren Sachen an die Shops weitergegeben, die dann entscheiden was sie reparieren, umwandeln oder verfeinern – und dann letztendlich verkaufen wollen.

 

Aber Retuna ist nicht nur ein Verkaufsplatz, sondern auch ein öffentlicher Raum, wo es Events, Workshops, Vorträge oder spezielle Thementage gibt, die versuchen die Besucher näher an das Thema Nachhaltigkeit heranzuführen. Geführt ist die Mall von einer städtischen Firma, die das Ziel hat optimale Vorteile für Kunden, sowie Anwohner anzubieten – mit minimalen Impakt für die Umwelt.

Wie entstand die Idee?

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Die Stadt Eskilstuna hatte das Ziel eine grüne Vorbildfunktion zu sein.  Irgendwann kam die Idee auf, eine Mall zu bauen, die

normale Alltagsprodukte anbot, aber nur mit wiederverwendeten oder upgecyclten Produkten. Im August 2014 beschlossen Politiker dass diese Mall gebaut werden soll. Mittlerweile wurde das Konzept kopiert und in anderen Städten umgesetzt.

 

Wer kennt ein andere Modelle? In welchen Städten sind Sie? Bitte postet unten Links und Infos.

Quellen:

https://www.retuna.se

Degrowth Buch – Handbuch für eine neue Ära.

Das Degrowth Buch ist eine Art schriftliches Manifest für eine Zeit nach dem Kapitalismus. Vor ein paar Jahren haben sich Giacoma d’Alisa, Federico Demaria und Giorgios Kallis zusammengesetzt und das „Degrowth“ Buch zusammengestellt.

Das Degrowth Buch - Handbuch für eine Neue Ära.
Das Degrowth Buch – Handbuch für eine Neue Ära.

Es sollte nicht nur bei einer Zusammenstellung bleiben; die Autoren verfolgten kein größeres Ziel als dass ihr Buch eine Art internationales Standardwerk für den Post-Kapitalismus werden soll. Dieser Wunsch könnte Ihnen leicht erfüllt werden, denn das Werk ist nicht nur eine Kritik am vorhanden System, sondern es versucht alternative Wege, fast Lösungen zu geben. Die Vorschläge kommen teilweise von namhaften Autoren, die sich im „Degrowth“ Buch mit einer großen Anzahl von Themen auseinander gesetzt haben. Ob es ‚Dekolonialisierung‘, ‚Entropie‘, ‚Care-Economy‘ oder ‚Alternativwährungen‘ ist – es scheint, die Autoren haben an alle wichtigen Themen gedacht.

Das Degrowth Buch- für eine neue Ära.

Wer auf der Suche nach Anregungen oder Ideen für eine Zeit nach diesem Wirtschaftssystem ist, für den ist das Buch sicher eine gutes Nachschlagewerk und Inspirationsquelle. Auf der Website vom Oekom Verlag gibt es auch die Möglichkeit in das Inhaltsverzeichnis hineinzuschauen: http://www.oekom.de/fileadmin/buecher/PDF_Inhaltsverzeichnis/d_Alisa_Degrowth_Inhaltsverzeichnis.pdf

Wer das Buch schon gelesen hat kann gerne unten in den Kommentaren seine eigene Sichtweise beschreiben!

Das Buch ist in Englisch und neuerdings in Deutsch erhältlich. Erschienen im Oekom Verlag in München.

Details:

272 Seiten, oekom verlag München, 2016
ISBN-13: 978-3-86581-767-9
Erscheinungstermin: 14.03.2016

Weitere Website zum Thema Degrowth:

„Club for Degrowth“. Clubfordegrowth.org. Abgerufen am 16. 03. 2016 von http://clubfordegrowth.org/.

„degrowth.de | Web portal on degrowth“. Degrowth.de. Abgerufen am 16. 03. 2016 von http://www.degrowth.de.

„Research and actions to consume less and share more“. Research and actions to consume less and share more. Abgerufen am 16. 03. 2016 von http://www.degrowth.org/.

Quellenangaben:

(2016): „Buch – : Degrowth“. Oekom.de. Abgerufen am 16. 03. 2016 von http://www.oekom.de/nc/buecher/gesamtprogramm/buch/degrowth.html.

(2016): Inhaltsangabe Buch Degrowth. 1. Aufl. München: Oekom Verlag. http://www.oekom.de/fileadmin/buecher/PDF_Inhaltsverzeichnis/d_Alisa_Degrowth_Inhaltsverzeichnis.pdf

Der Film: „Wenn ein Garten wächst“

Der Film „Wenn ein Garten wächst“ ist ein Projekt von Ines Reinisch (Regie, Produktion, Schnitt). Ines wurde seinerzeit in der Medienstadt Hamburg geboren und verfolgte auch einen Berufsweg in den Medien. Als diplomierte Filmemacherin arbeitete Sie über mehrere für ARD/ZDF und andere Institutionen. Erst im Jahre 2010 beschloss Sie ein zweites Studium für Agrarwissenschaften in Kassel zu beginnen. Als die dort mit dem Gemeinschaftsgarten ‚Huttenplatz‘ in Kontakt kam, entstand die Idee zum Film „Wenn ein Garten wächst“. Hier der Trailer:

 

Denn Sie faszinierte, wie durch Gemeinsamkeit in der urbanen Nachbarschaft ein ökologisches Projekt wie der Huttenplatz Gemeinschaftsgarten entstehen konnte. Manche Nachbarn hatten jahrelang nie ein Wort gewechselt, vielleicht ein mal ein scheues „Hallo, einen schönen Tag“ über die Lippen gebracht – der Gemeinschaftsgarten änderte dies und es entstanden persönliche, enge Freundschaften. Und genau diese enge Gemeinsamkeit sieht Ines als Fundament dieses Gartenprojektes an und möchte dies auch im Film kommunizieren. Nach dem Motto, „zusammen schaffen wir alles“.

Screenshot vom Film "Wenn ein Garten wächst"
Screenshot vom Film „Wenn ein Garten wächst“

Beim Film „Wenn ein Garten wächst“ – wuchs die Gemeinschaft.

Der Garten am Huttenplatz ist schon über die Stadtviertel bekannt geworden. Dieser Film „Wenn ein Garten wächst“wird sicher dazu beitragen, dass bundesweit Menschen über dieses Projekt erfahren und dann vielleicht selbst inspiriert werden, mit Freunden und Bekannten auch Grünland in ihrer Stadt „zu privatisieren“. Reinisch’s Film wurde sogar schon von dem Toronto Filmfestival ausgezeichnet und vier weiteren Wettbewerben.

Screenshot vom Film "Wenn ein Garten wächst"
Screenshot vom Film „Wenn ein Garten wächst“

Der Film ist sicher ein gutes Beispiel dafür, was eine Gemeinschaft bewirken kann, wenn man gemeinsame Ziele verfolgt. 🙂

Gibt es bei Dir in der Umgebung ein ähnliches Projekt? Bitte erzähl uns mehr – unten in den Kommentaren oder via der Kontaktform oben rechts.

Zur Zeit läuft der Film in mehreren Städten in Deutschland. Termine wo und wann, können auf der Website entnommen werden: http://www.wenneingartenwaechst.de/termine/

Der Trailer:

 

Quellenangaben:

(2016): „Wenn ein Garten wächst – Ein Dokumentarfilm von Ines Reinisch“. Wenneingartenwaechst.de. Abgerufen am 16. 03. 2016 von http://www.wenneingartenwaechst.de/.

(2015): „Wenn ein Garten wächst – Trailer“. Vimeo. Abgerufen am 16. 03. 2016 von https://vimeo.com/134846390.

Montreal will Plastikflaschen verbieten

Der Bürgermeister von Montreal plant Plastikflaschen zu verbieten. In der 1,6 Mio einwohnerstarken Stadt sammeln sich jährlich über 700 Millionen Plastikflaschen auf Mülldeponien an. Die Industrie spricht sich gegen ein Verbot aus. Es gibt aber Unterstützung von Umweltschutz-Organisationen. Mehr im Artikel der Jetzt:[…] Continue reading „Montreal will Plastikflaschen verbieten“

Elternforum startet Projekte für Kinder.

Elternforum started Projekte für Kinder.
Das Elternforum startet Projekte für Kinder.

Das Elternforum in Birmensdorf in der Schweiz trifft sich regelmäßig im ehemaligen Asylbewerberheim, um aktiv die Freizeit Ihrer Kinder mitzugestalten. Dabei entstanden in den letzten Jahren Ideen wie etwa das ‚Kinder-Kino‘ oder der ‚Kinder-Coiffeur‘ – aber auch Ideen für die Eltern wurden ins Leben gerufen: der ‚Stricktreff‘ oder der ‚Französische Treff‘ waren Beiprodukte für die Eltern.

Dabei sieht sich das Elternforum nicht als Alternative zu bestehenden Angeboten von Sportvereinen und Co, sondern als Ergänzung. Denn das Ziel ist es aktiv Brücken zu bauen – zwischen den Eltern untereinander, aber auch zwischen Eltern und Schule, Behörden und Vereinen.

Das Elternforum Birmensdorf lädt den Kinder-Choiffeur ein.
Das Elternforum Birmensdorf lädt den Kinder-Choiffeur ein.

 

Wie werden Ideen im Elternforum umgesetzt?

Das ist ganz einfach: Man trifft sich regelmäßig zu einer Ideenbörse im ehemaligen Asylheim der Gemeinde. Dort werden Vorschläge diskutiert. Hat ein Elternteil eine Idee, wird demokratisch abgestimmt und das Elternteil, dass die den Vorschlag für eine Projekt vorschlug, übernimmt dann die Verantwortung für die Umsetzung.

So entstanden viele Ideen, die die Gemeinde zusammengebracht haben, aber auch das Leben sehr bereichert haben, denn das besondere ist in Birmensdorf dadurch dass die Ideen von den Eltern selbst kam, statt von Behörden oder Jugendamt. Denn wer kennt seine Kinder besser? 🙂

Doch mit dem Projekt wurden auch Ideen umgesetzt die von und für die Eltern waren. So gab es Babykurse für Mütter und Väter, eine Französisch-Gruppe und vieles mehr.

Dieses Projekt ist wohl ein gutes Beispiel für funktionierende Direkte Demokratie. Ob so eine Idee auch in Gemeinden, anderer Ländern Früchte tragen kann? Gerne würden wir davon hören, bitte unten einfach ein Kommentar hinterlassen oder uns kontaktieren.

Oder bist du movitiviert worden selbst ein solches Elternforum in deiner Gemeinde zu gründen? Bitte lass es uns wissen. 🙂

Quellenangaben:

(2016): „Elternforum Birmensdorf“. Elternforum-birmensdorf.ch. Abgerufen am 12. 03. 2016 von http://www.elternforum-birmensdorf.ch/.

Hunziger, Dominik (2016): „Von Kinder-Coiffeur bis Stricktreff: Den Eltern mangelt es nicht an Ideen“. Limmataler Zeitung. 2016.

Nachbarschaftlich leben für Frauen e.V.

Nachbarschaftlich leben für Frauen ist ein Verein, der es Frauen ermöglicht zu fairen Mietpreisen eine Wohnung mit anderen Frauen zu teilen – eine Art Riesen-Wohngemeinschaft, bei dem jeder sein eigenes Reich hat.

Screenshot von der Website des Förderverein nachbarschaftlich Leben für Frauen e.V.
Screenshot von der Website des Förderverein nachbarschaftlich Leben für Frauen e.V.

Geboren wurde diese Idee vor knapp 20 Jahren von Dr. Christa Lippmann. Vor 17 Jahren starte das innovative Konzept des Zusammenwohnens. Lippmann ging es unter anderem darum Rentner mit geringem Einkommen einen schönen Wohnplatz anzubieten. Teilen der Wohnung teilt auch die Kosten, plus dem unbezahlbaren Faktor: Gemeinsamkeit.

Mittlerweile gibt es schon 3 Wohnung mit insgesamt 24 Wohneinheiten in der Umgebung von München. Die Frauen zahlen 10 Euro pro Quadratmeter und teilen sich eine Wohnung mit 8-10 Frauen. Jede Mieterin zahlt so ungefähr 400-500 Euro im Monat, das beinhaltet auch eine eigene kleine Küche und ein persönliches Badezimmer – es gibt aber auch eine große Gemeinschafts-Küche.

Gemeinsamkeit das A und O.

Gemeinschaft ist generell sehr groß geschrieben, so gibt es Gemeinschaftsräume, die auch für private Geburtstage genutzt werden kann. Es werden auch gemeinsame Ausflüge ins Grüne oder Theater unternommen, Vortrage organisiert, oder ganz persönliche Hilfe organisiert, wie Fahrten zum Friedhof des verstorbenen Ehepartners oder Begleitung zum Einkaufen, Friseur oder Arzt.

Screenshot von der Website des Förderverein nachbarschaftlich Leben für Frauen e.V.
Screenshot von der Website des Förderverein nachbarschaftlich Leben für Frauen e.V.

Aber die Verantwortung zur Gemeinsamkeit liegt nicht nur beim Verein: Jeder Mieter verpflichtet sich mit dem Unterschreiben des Mietvertrages zu „nachbarschaftlicher Hilfe gegenüber den anderen Mieterinnen“. Wer sich für eine solche Wohnart entscheidet, ist die nachbarschaftliche Hilfe sicher sehr wichtig. Und wenn man sich die Bilder der freudigen Frauen anschaut, scheint es allen dort sehr gut zu gehen. Laut Frau Lippmann gibt es auch ein riesiges Interesse an diesem Wohnmodel. Es kann sich aber jeder bewerben. Unter www.frauewohnen-im-alter.de oder direkt bei Frau Lippmann anrufen unter 089/ 612 59 02

Nachbarschaftlich Leben für Frauen e.V. fördert gemeinsames Wohnen.

Der Verein arbeitet auf einer weiteren Ebene, so hat Christa Lippmann Bücher zum Thema geschrieben und es wird aktiv versucht das Thema gemeinschaftliches Wohnen in die Gesellschaft zu integrieren – durch ‚Förderungen nachbarschaftlicher Wohngruppen‘, ‚Wohnberatung für ältere Menschen‘, ‚Bildungsveranstaltungen‘, ‚Beratungen von Interessierten, die Wohngruppen gründen möchten‘ und vieles mehr. Mehr Info hier: http://frauenwohnen-im-alter.de/about.html

Letzteres ist vielleicht für Leser vom ‚Gute Ideen Blog‘ interessant – hast Du mit dem Gedanken gespielt eine Wohngruppe zu gründen? Dann kann der Verein ’nachbarschaftliches leben für Frauen im Alter‘ vielleicht helfen.

Quellenangaben:

Alter, Förderverein (2016): „Nachbarschaftlich leben für Frauen im Alter – Warum einsam? Lebt gemeinsam!“. Frauenwohnen-im-alter.de. Abgerufen am 11. 03. 2016 von http://frauenwohnen-im-alter.de/.

Löschau, Ursula (08.04.2016): „Die WG der Seniorinnen“. In: Hallo München. (15).

Kleber, Irene (28.08.2015): „Die Senioren WG“. In: Abendzeitung.