Wie du queere Projekte weltweit unterstützen kannst
Was du über queere Menschenrechte wissen solltest
In über 60 Ländern der Welt ist Homosexualität illegal. In einigen steht die Todesstrafe darauf. In Kenia ist die Lage ambivalent: Die Gesetze sind repressiv, aber queere Organisationen können sich registrieren lassen. Die Realität für queere Menschen ist oft geprägt von Gewalt, Diskriminierung und dem Gefühl, nirgendwo sicher zu sein.
Bibliotheken wie die von GALCK oder Usikimye sind mehr als Büchersammlungen. Sie sind Schutzräume, Begegnungsorte, Lebensversicherungen. In einer Umgebung, die oft feindselig ist, bieten sie einen Ort, an dem man atmen kann.
[Wusstest du? Die Cosmopolitan Affirming Community in Nairobi ist die einzige queere Kirche Kenias. Ihre Mitglieder kommen aus ganz Ostafrika, manche reisen stundenlang, um einen Ort zu finden, an dem sie ihren Glauben leben können, ohne sich zu verstecken.]
Schritt-für-Schritt: Wie du helfen kannst
Du musst nicht nach Nairobi reisen, um die Arbeit dieser Organisationen zu unterstützen. Hier sind fünf Wege, wie du helfen kannst:
Materialien:
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Internetzugang
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Eine kleine Spende
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Zeit für Recherche und Weiterbildung
Los geht’s:
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Informiere dich: Die Situation queerer Menschen in Afrika ist komplex und wird oft vereinfacht dargestellt. Lese Berichte von Organisationen vor Ort, folge Aktivistinnen in sozialen Medien, bilde dir eine differenzierte Meinung.
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Spende an lokale Organisationen: GALCK, Usikimye, CAC, EEA-H, Kenneth & Jacob’s House – all diese Organisationen arbeiten mit geringen Budgets und sind auf Spenden angewiesen. Schon kleine Beträge helfen, Bücher zu kaufen, Miete zu zahlen, Workshops zu finanzieren.
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Unterstütze Buchspenden: Viele der Bibliotheken haben riesigen Bedarf an Büchern – queerer Literatur, Sachbüchern, Romanen. Frag bei den Organisationen an, ob sie Buchspenden annehmen und wie ihr sie am besten zuschicken könnt.
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Werde digital aktiv: Teile die Geschichten dieser Organisationen in sozialen Medien, schreibe darüber, mach sie sichtbar. Sichtbarkeit ist in einem Umfeld der Unsichtbarkeit schon fast ein Akt des Widerstands.
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Setze dich politisch ein: Internationale Hilfsgelder für queere Projekte sind oft gefährdet. 2025 führte ein US-amerikanischer Förderstopp zu massiven Problemen für Organisationen wie MPEG (Rustin Fund 2025). Schreib an Abgeordnete, unterzeichne Petitionen, mach Druck.
Was du beobachten wirst:
Am Anfang fühlt es sich vielleicht weit weg an – Nairobi, queere Bibliotheken, versteckte Kirchen. Aber wenn du anfängst, die Geschichten zu lesen, die Berichte, die Gesichter hinter den Organisationen zu sehen, wird es nah. Du wirst verstehen, dass es überall auf der Welt Menschen gibt, die für das gleiche kämpfen: einen Ort, an dem sie sein können, ohne Angst.
[Wusstest du? Die Cosmopolitan Affirming Community hat kein festes Gebäude. Sie trifft sich an wechselnden Orten, die aus Sicherheitsgründen erst kurz vorher bekannt gegeben werden. Ihre Bibliothek besteht aus ein paar Regalen in einem Hinterzimmer – und ist doch eine der wichtigsten Sammlungen queerer Literatur in Ostafrika.]
Warum das mehr ist als nur Spende:
Deine Unterstützung ist ein Zeichen. Sie sagt: Wir sehen euch. Wir stehen an eurer Seite. In einer Welt, die oft wegschaut, ist jede Spende, jeder geteilte Post, jede Unterschrift unter einer Petition ein kleines Licht, das den Weg erhellt.
Die junge Frau, die in der GALCK-Bibliothek zum ersten Mal ein Buch über queere Geschichte liest, wird nie erfahren, dass du vielleicht geholfen hast, dieses Buch zu finanzieren. Aber sie wird wissen, dass sie nicht allein ist. Und manchmal ist das alles, was zählt.
Quellen (DIY):
GALCK (2025): Spendenaufruf und Unterstützungsmöglichkeiten. Verfügbar unter: https://www.galck.org/support
Usikimye (2025): How to support our work. Verfügbar unter: https://www.usikimye.org/donate
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