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Starte einen Co‑Working‑Space oder Makerspace in deiner Stadt

Das Project Bay zeigt, was mit Mut, lokaler Vernetzung und einer gehörigen Portion Idealismus möglich ist. Du musst nicht gleich ein ganzes Hotel kaufen – aber du kannst mit einem kleineren Projekt beginnen und Schritt für Schritt wachsen.

Schritt‑für‑Schritt: Dein eigener kreativer Arbeitsort

Materialien:

  • Ein Raum (leer stehendes Ladenlokal, ehemalige Fabrik, Gemeindezentrum)

  • Grundausstattung: Tische, Stühle, schnelles Internet

  • Werkzeuge (je nach Ausrichtung: für Büro, für Holz‑/Metallwerkstatt, für Digitales)

  • Ein paar Mitstreiter, die mit anpacken

Los geht’s:

  1. Finde Verbündete. In Lietzow begann es mit zwei Rückkehrern, die eine gemeinsame Vision hatten. Sprich mit anderen Selbstständigen, Kreativen, Handwerkern in deiner Region. Gibt es einen Verein, der sich für mehr Leben im Ort einsetzt? Vielleicht die Wirtschaftsförderung der Stadt?

  2. Suche einen Raum. Leerstand gibt es fast überall. Manchmal stellt die Gemeinde Räume günstig zur Verfügung, manchmal kann man ein altes Fabrikgebäude mit wenigen Mitteln reaktivieren. Das Project Bay entstand in einem ehemaligen Hotel, das lange leer stand.

  3. Entwickelt ein tragfähiges Konzept. Soll es ein reiner Co‑Working‑Space sein oder wie in Lietzow auch eine Werkstatt für Macher? Wer soll die Zielgruppe sein: Digitale Nomaden, regionale Start‑ups, Handwerker, Künstler? Je klarer das Profil, desto leichter ist die Vermarktung.

  4. Suche Fördermittel. Das Project Bay wurde mit Landesmitteln unterstützt. Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Förderprogramme für kreative Räume, Dorfentwicklung und Digitalisierung.

  5. Binde die Gemeinde ein. Die Gründer in Lietzow haben von Anfang an mit den umliegenden Kommunen zusammengearbeitet. Das schafft Akzeptanz und öffnet Türen. Stelle dein Projekt im Gemeinderat vor, such das Gespräch mit dem Bürgermeister.

  6. Mach den Ort zu einem Treffpunkt. Ein reiner Arbeitsplatz bleibt leer, wenn niemand kommt. Das Project Bay lebt von Veranstaltungen, Schulungen und dem offenen Austausch zwischen Gästen und Einheimischen. Organisiere regelmäßige Netzwerktreffen, Workshops, offene Werkstattabende.

  7. Bleib dran und wachse. Aus dem ersten Co‑Working‑Space auf Rügen sind inzwischen zwei weitere geworden. Vielleicht wird deine Idee auch zum Leuchtturm für die ganze Region.

Was du lernen wirst

Du wirst verstehen, warum die Gründer sagen: „Wir wollen zeigen, dass eine strukturschwache Region zum Technologie‑Hotspot werden kann.“ Du wirst erleben, wie viel Energie freigesetzt wird, wenn Menschen einen Ort haben, an dem sie sich entfalten können. Und du wirst sehen, dass Arbeit und Leben keine Gegensätze sein müssen – besonders nicht auf dem Land.


Weitere hilfreiche Links:

Thema Link / Suchbegriff
Bundesverband Coworking Deutschland https://coworking-germany.org/
Makerspace gründen – Anleitung Makerspace gründen Leitfaden bei Google
FabLab-Netzwerk in Deutschland https://www.fablab.de/
Förderung für Digitalprojekte Digitales Dorf Förderung bei Google

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