„Spielend das Klima retten“: Wie der KlimaKarl aus Köln Büros in grüne Wettkampfarenen verwandelt

Es ist Montagmorgen in der Kaffeeküche eines Kölner Unternehmens. Die Kollegen diskutieren nicht über das Wochenende, sondern über ihre CO₂-Bilanz. „Ich bin heute mit dem Rad gekommen – 500 Punkte!“ „Ich habe fleischlos gefrühstückt – noch mal 200!“ Was wie ein seltsames Bürospiel klingt, ist der KlimaKarl – ein Wettbewerb, der Klimaschutz spielerisch in den Arbeitsalltag integriert und Teams gegeneinander antreten lässt (LinkedIn 2024a).

Die Idee ist so einfach wie genial: Über mehrere Wochen treten Teams aus Kolleginnen und Kollegen im CO₂-Sparen gegeneinander an. Per Chat geben sie durch, wenn sie klimafreundliche Aufgaben erledigt haben – ob sie mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, fleischlos essen, Licht ausschalten oder Einwegplastik vermeiden. Dafür sammeln sie Punkte, schalten Belohnungen frei und können Spenden für grüne Projekte generieren (LinkedIn 2024a). Am Ende erhält das Unternehmen einen detaillierten Abschlussbericht mit Auswertungen zu den tatsächlichen Einsparungen und den Ergebnissen von Mitarbeiterbefragungen (klimakarl.de).

Wusstest du? Die GEMA trat mit 75 Mitarbeitenden in 15 Teams an – und sparte in nur 14 Tagen sagenhafte 5,8 Tonnen CO₂ ein. Das ist mehr, als ein Kleinwagen in zwei Jahren ausstößt (LinkedIn 2024b).

Wettkampf mit Wirkung

Was den KlimaKarl von anderen Nachhaltigkeitsinitiativen unterscheidet, ist der spielerische Wettbewerbscharakter. Die Teams wachsen zusammen, entwickeln Ehrgeiz und merken plötzlich: Klimaschutz kann Spaß machen. Bei der IT4IPM GmbH berichtete eine Mitarbeiterin begeistert: „Ich war sofort an Bord. Ein echter Aha-Moment war es, zu sehen, wie kleine Veränderungen einen großen Unterschied machen können. Ob es nun das Ausschalten unnötiger Lichter ist, das Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel oder die Entscheidung für ein veganes Mittagessen – es fühlte sich gut an, Teil der Lösung zu sein“ (LinkedIn 2024a).

Die Erfolge der GEMA zeigen, was möglich ist: Durch nachhaltiges Mobilitätsverhalten wurden 37.500 Autokilometer über atmosfair kompensiert. Durch bewussten Umgang mit Ressourcen schützten die Mitarbeitenden eine Regenwaldfläche von insgesamt 70 Fußballfeldern – gemeinsam mit dem WWF (LinkedIn 2024b). Das Gewinnerteam erhielt als Preis ein Kakaobaum-Zertifikat in Panama und unterstützte mit dem Kauf den Bau eines Mädchenhauses in Ruanda (LinkedIn 2024b).

Wusstest du? Neben den CO₂-Einsparungen liefert der KlimaKarl Unternehmen wertvolle Daten. Der Abschlussbericht zeigt nicht nur, wie viel eingespart wurde, sondern auch, wo die Belegschaft bereit ist, ihr Verhalten zu ändern (klimakarl.de).

Ein schöner Nebeneffekt: Teamgeist

Teodora Velinova von der IT4IPM GmbH berichtet, dass nicht alle Bereiche gleich einfach waren: „Einfach war für mich der Wechsel zu nachhaltigeren Verkehrsmitteln und die Reduktion von Einwegverpackungen. Schwieriger wird es beim Thema Heizen und spritsparendem Fahren – vor allem, weil ich zugeben muss, dass Geduld nicht unbedingt meine Stärke ist“ (LinkedIn 2024a). Genau diese ehrliche Reflexion macht den Wert des KlimaKarl aus: Mitarbeitende entdecken ihre eigenen Stärken und Schwächen im Klimaschutz – und werden motiviert, sich zu verbessern.

Die GEMA zog ein begeistertes Fazit: „Die KlimaKarl-App bietet eine schöne Sensibilisierungsmaßnahme zum Thema Umweltschutz. Unser Ergebnis ist bisher keinem anderen Unternehmen gelungen“ (LinkedIn 2024b). Und die IT4IPM ergänzt: „Alle teilnehmenden Kollegen haben gezeigt, dass wir einen Unterschied machen können“ (LinkedIn 2024a).

Was bleibt

KlimaKarl ist mehr als eine App – er ist ein Motor für Verhaltensänderung. Indem er Klimaschutz in den Büroalltag integriert und Teams spielerisch gegeneinander antreten lässt, schafft er genau das, was viele Nachhaltigkeitskampagnen vermissen: Begeisterung, Verbindlichkeit und messbare Erfolge. Wer in Köln und Umgebung seinen Arbeitsplatz grüner machen will, findet auf der Website alle Informationen für die nächste Challenge (klimakarl.de).

Quellen:

  • LinkedIn. 2024a. „Danke IT4IPM GmbH und Teodora Velinova fürs Teilen eurer Erfahrungen!“ [online]

  • LinkedIn. 2024b. „Unser Kompliment an die Mitarbeitenden der GEMA“. [online]

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