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Stelle deine eigene Tusche aus Kerzenruß her

Arpit Dhupar hat mit einer genialen Idee ein High-Tech-Verfahren entwickelt, um Dieselruß in Tinte zu verwandeln. Das Grundprinzip kannst du mit einfachen Mitteln zuhause nachahmen – und aus Ruß, der sonst die Luft verschmutzen würde, eigene Zeichentusche herstellen.

Schritt-für-Schritt: Deine eigene Rußtusche

Materialien:

  • Eine alte Kerze (am besten eine weiße, paraffinhaltige Kerze)

  • Ein altes Glas oder eine Tasse

  • Ein Löffel

  • Eine alte Zeitung oder Pappe (als Unterlage)

  • Ein Stück dünner Karton oder eine alte Postkarte

  • Gummi Arabicum (gibt es im Bastelladen oder online)

  • Ein paar Tropfen Wasser

  • Ein kleines Schraubglas oder eine alte Tuscheflasche

  • Handschuhe (Ruß färbt stark ab)

Los geht’s:

  1. Bereite die Ruß-Falle vor. Rolle den dünnen Karton zu einer Röhre und stelle ihn über die Kerze. Die Röhre sollte etwa 10-15 Zentimeter hoch sein und die Kerzenflamme umschließen, aber nicht ersticken. Der Karton wird sich von innen mit Ruß bedecken.

  2. Zünde die Kerze an. Lass sie ein paar Minuten brennen, bis sich innen in der Kartonröhre eine deutliche schwarze Schicht gebildet hat. Je länger du wartest, desto mehr Ruß sammelt sich.

  3. Sammle den Ruß. Klopfe vorsichtig mit dem Löffel gegen die Röhre, so dass der Ruß auf die Zeitung oder in das Glas fällt. Du kannst den Ruß auch mit einem trockenen Pinsel von der Innenwand der Röhre abbürsten.

  4. Bereite das Bindemittel vor. Gib einen halben Teelöffel Gummi Arabicum in das kleine Schraubglas und löse es mit wenigen Tropfen Wasser auf. Rühre so lange, bis eine dickflüssige, klebrige Masse entsteht. Gummi Arabicum ist das traditionelle Bindemittel für Tusche – es sorgt dafür, dass der Ruß auf dem Papier haftet und nicht verwischt.

  5. Mische die Tusche. Gib den gesammelten Ruß nach und nach zu der Gummi-Lösung. Rühre alles zu einer glatten, schwarzen Paste. Je mehr Ruß, desto intensiver die Farbe. Wenn die Mischung zu dick wird, kannst du noch ein paar Tropfen Wasser zugeben.

  6. Fülle ab und teste. Fülle deine selbst gemachte Tusche in ein sauberes Schraubglas oder eine alte Tuscheflasche. Teste sie mit einer Feder oder einem Pinsel auf Papier. Wie intensiv ist das Schwarz? Wie gut deckt es?

Was du lernen wirst

Du hast gerade das gleiche Prinzip angewendet, das Arpit Dhupar in großem Stil nutzt: Ruß, der bei der Verbrennung entsteht, wird nicht in die Luft geblasen, sondern gesammelt und in ein nützliches Produkt verwandelt. Deine Tusche ist natürlich nicht so rein wie die industriell hergestellte, aber sie zeigt: Aus Abfall kann Wertvolles entstehen. In Indien rettet diese Idee heute tausenden Menschen die Gesundheit. Bei dir zuhause rettet sie vielleicht ein Zeichenprojekt.


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