Wie du dein Zuhause altersgerecht umbaust – und die Pflegekasse dafür bezahlt
Du musst kein Unternehmen gründen, um dein Zuhause fit fürs Alter zu machen. besser zuhause zeigt: Es gibt einen Anspruch auf bis zu 4.000 Euro Zuschuss – und der Weg dorthin ist einfacher, als die meisten denken.
Die Idee ist simpel: Wer einen Pflegegrad hat, kann Geld von der Pflegekasse bekommen, um die Wohnung so umzubauen, dass ein selbstständiges Leben möglich bleibt. Vom Haltegriff bis zur bodengleichen Dusche – vieles ist möglich. Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie du vorgehst.
Was du brauchst
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Einen anerkannten Pflegegrad (das ist die Grundvoraussetzung)
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Ein konkretes Problem in der Wohnung – eine Schwelle, ein zu enges Bad, eine Treppe
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Etwas Geduld für die Antragstellung
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Im besten Fall: einen Dienstleister wie besser zuhause, der dir alles abnimmt
Wusstest du?
Der Zuschuss von bis zu 4.000 Euro gilt pro Person. Leben zwei Pflegebedürftige in einem Haushalt, können also bis zu 8.000 Euro beantragt werden – etwa für einen größeren Umbau des Badezimmers (besserzuhause.com 2021).
Los geht’s – in 5 Schritten
1. Prüfe deinen Anspruch
Voraussetzung für den Zuschuss ist ein anerkannter Pflegegrad. Wer bereits Leistungen von der Pflegekasse erhält, hat automatisch Anspruch. Wer unsicher ist, kann bei seiner Kasse nachfragen oder einen Antrag auf Einstufung stellen.
2. Identifiziere die Barrieren
Geh mit offenen Augen durch deine Wohnung: Wo wird es schwer? Die Schwelle zur Dusche? Die Treppe zur Wohnung? Der fehlende Haltegriff neben dem Klo? Mach eine Liste – und überleg, was wirklich helfen würde.
3. Hol dir professionelle Beratung
Du musst das Rad nicht neu erfinden. Die Pflegekassen haben oft eigene Berater, auch unabhängige Stellen wie die Wohnberatungsstellen der Kommunen helfen kostenlos. Oder du wendest dich direkt an einen Anbieter wie besser zuhause, der den gesamten Prozess für dich übernimmt – von der Planung bis zur Abrechnung (besserzuhause.com 2021).
4. Stell den Antrag
Mit der Liste der geplanten Maßnahmen und einem Kostenvoranschlag vom Handwerker gehst du zur Pflegekasse. Die prüft, ob die Maßnahmen notwendig und geeignet sind – und gibt in der Regel grünes Licht. Wichtig: Den Antrag vor Beginn der Arbeiten stellen, sonst gibt es kein Geld.
Wusstest du?
Zu den förderfähigen Maßnahmen gehören nicht nur klassische Umbauten, sondern auch digitale Helfer: Notrufsysteme, Hausnotruf mit Bewegungsmeldern, einfache Assistenzroboter – alles, was die Selbstständigkeit fördert (besserzuhause.com 2021).
5. Umbauen lassen und abrechnen
Wenn der Antrag bewilligt ist, kann es losgehen. Die Handwerker kommen, bauen um, und am Ende reichst du die Rechnung bei der Kasse ein. Oder – wenn du einen Rundum-Sorglos-Dienstleister beauftragt hast – der macht das für dich. Dann musst du dich um gar nichts mehr kümmern.
Was du lernen wirst
Du wirst erleben, wie viel einfacher der Alltag plötzlich ist. Du wirst verstehen, dass Barrierefreiheit nichts mit „Altersheim-Atmosphäre“ zu tun hat, sondern mit Design, das allen hilft. Und du wirst stolz sein, wenn du merkst: Ich habe mein Zuhause so gestaltet, dass ich hier bleiben kann – so lange ich will.
Weiter gedacht: Mehr Ideen für dein Engagement
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Präventiv denken – Auch ohne Pflegegrad lohnt sich barrierefreies Bauen. Viele Maßnahmen kann man schon heute umsetzen – und später davon profitieren.
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Nachbarn helfen – Kennst du ältere Menschen in deiner Nachbarschaft, die vielleicht auch Anspruch hätten, aber sich nicht trauen? Sprich sie an, biete Hilfe an.
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Information verbreiten – Die größte Hürde ist Unwissenheit. Erzähl in deinem Bekanntenkreis, bei Seniorennachmittagen, im Verein von dieser Möglichkeit. Ein kleiner Hinweis kann Großes bewirken.
Quellen:
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besserzuhause.com. 2021. „Herzlich Willkommen“. [online] Verfügbar unter: https://www.besserzuhause.com/herzlich-willkommen [Zugriff am 16. März 2026].
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Gründer.de. 2017. „besser zuhause: Hilfe für ein selbstbestimmtes Leben im Alter“. [online] Verfügbar unter: https://www.gruender.de/startups/besser-zuhause/ [Zugriff am 16. März 2026].
Weitere hilfreiche Links:
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Pflegekasse des eigenen Trägers (AOK, Barmer, DAK etc.) – dort direkt nachfragen
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Wohnberatungsstellen der Kommunen – Suchbegriff „Wohnberatung [Name deiner Stadt]“ bei Google
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Kuratorium Deutsche Altershilfe: https://www.kda.de/
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