Baue deine eigene Givebox für den Stadtteil
Du musst kein Schreiner sein, um eine Givebox aufzustellen. Die französische Boîte à Partage zeigt: Es beginnt mit einer einfachen Kiste und der Bereitschaft, zu teilen. Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie du in deiner Nachbarschaft eine Tauschbox ins Leben rufst (smarticular 2016).
Die Idee ist einfach: Ein wetterfester Schrank oder eine Kiste wird zum Ort des kostenlosen Tauschens. Jeder kann Dinge hineinlegen, jeder kann sich bedienen. Hier erfährst du, wie du so ein Projekt startest.
Was du brauchst
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Eine Handvoll Mitstreiter – gemeinsam geht alles leichter
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Einen geeigneten Standort (mit Genehmigung!)
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Eine wetterfeste Box – selbstgebaut, umgebaute Telefonzelle oder alte Hütte
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Zeit für die Betreuung – regelmäßig nach dem Rechten sehen
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Geduld – manche Nachbarn müssen die Idee erst verstehen
Wusstest du? In Frankreich entstanden die ersten Boîtes à Partage aus umgebauten Telefonzellen. In Deutschland werden oft alte Kühlschränke oder selbstgebaute Holzhäuschen genutzt (Mehrwert Revier 2025).
Los geht’s – in 5 Schritten
1. Finde Mitstreiter
Eine Givebox lebt von der Gemeinschaft. Sprich in deiner Nachbarschaft, im Freundeskreis, im örtlichen Verein. Ein Kernteam von zwei bis vier Leuten ist ideal – ihr könnt euch die Aufgaben teilen und motiviert euch gegenseitig (Mehrwert Revier 2025).
2. Kläre den Standort
Der perfekte Ort ist gut sichtbar, ohne Barrieren erreichbar und wird von vielen Menschen passiert – eine Bushaltestelle, ein Dorfplatz, der Eingang eines Bürgerzentrums (Mehrwert Revier 2025). Wichtig: Kläre vorher mit der Stadtverwaltung oder dem Eigentümer, ob du die Box aufstellen darfst. Auf öffentlichen Flächen brauchst du meist eine Genehmigung (smarticular 2016).
3. Besorge Material und baue die Box
Du kannst eine Open-Source-Bauanleitung verwenden oder kreativ werden: Eine alte Telefonzelle, ein ausgedienter Getränkekühlschrank oder eine selbstgebaute Holzhütte – alles ist möglich. Wichtig ist, dass die Box wetterfest, stabil und sicher ist (smarticular 2016). Vielleicht findest du einen lokalen Baumarkt, der Material spendet, oder einen Schreiner, der hilft.
4. Finanziere dein Projekt
Die Kosten können schnell mehrere hundert Euro betragen. Viele Städte haben Fonds für Nachbarschaftsprojekte – frag im Rathaus nach. Auch Crowdfunding ist eine gute Möglichkeit, Geld zu sammeln. Die BonnBox finanzierte sich mit knapp 500 Euro aus einer Schwarmfinanzierung (Mehrwert Revier 2025).
5. Starte mit einer kleinen Feier
Mach die Eröffnung zu einem Ereignis. Lade die Nachbarn ein, organisiere Kaffee und Kuchen, erkläre die Idee. Je mehr Menschen von Anfang an eingebunden sind, desto besser wird die Box angenommen (Die Plaudertasche 2018).
Und dann?
Eine Givebox braucht Pflege. Verabredet euch, wer regelmäßig nachsieht, Unrat entfernt und die Ordnung bewahrt. Hängt eine Nutzungsordnung aus, auf der die Idee erklärt wird – was darf rein, was nicht? Und habt Geduld: Manche Menschen müssen die Box erst entdecken. In Frankreich dauerte es Wochen, bis die erste Kiste richtig genutzt wurde. Heute ist sie nicht mehr wegzudenken.
Es gibt viele Wege, diese Idee umzusetzen. Die Anregungen oben sollen nur eine Inspiration sein – wichtig ist, dass du deinen persönlichen Weg findest. Oft verliert man sich, wenn man sich zu streng an den Anleitungen anderer orientiert. Folge deinem Herzen – es weiß immer, wo der richtige Weg ist.
Planst du etwas Ähnliches oder hast du ein solches Projekt erfolgreich umgesetzt? Schreib uns unten in die Kommentare – davon können andere lernen und mitmachen.
Quellen:
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smarticular 2016. „So einfach kannst du eine eigene Givebox aufstellen“. [online]
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Mehrwert Revier 2025. „Eine Givebox aufstellen – so geht’s“. [online]
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Die Plaudertasche 2018. „Mein Herzensprojekt ‚giveBOX‘“. [online]
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Rheinische Anzeigenblätter 2019. „Tauschen statt wegwerfen“. [online]
Weitere hilfreiche Links:
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