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Baue eine eigene Farbstoffsolarzelle – mit Rotkohlsaft aus der Küche

Du musst kein Labor haben, um das Prinzip von Djamilas Forschung zu verstehen. Mit ein paar einfachen Materialien und Rotkohlsaft kannst du selbst eine funktionierende Farbstoffsolarzelle bauen – und nebenbei lernen, wie Pflanzenfarben Strom erzeugen.

Die Idee ist einfach: Ein mit Farbstoff beschichtetes Glasplättchen absorbiert Licht und gibt Elektronen ab, die als Strom fließen. Rotkohl enthält wie Johannisbeeren Anthocyane – perfekt für den Versuch.

Was du brauchst

  • Zwei Glasplättchen (Objektträger aus dem Drogeriemarkt)

  • Titandioxid-Pulver (gibt’s günstig im Internet oder als Sonnencreme-Zusatz)

  • Rotkohlsaft (frisch gekocht und abgeseiht)

  • Eine Kerze oder Feuerzeug

  • Jodlösung (aus der Apotheke) als Elektrolyt

  • Ein Multimeter zum Messen

  • Krokodilklemmen

  • Zwei Büroklammern

Wusstest du? Genau wie Djamila mit Johannisbeersaft forschte, kannst du mit Rotkohl experimentieren. Der Farbstoff ist der gleiche – nur die Quelle eine andere.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Die Elektroden beschichten

Verreibe eine dünne Schicht Titandioxid-Pulver auf einer Seite jedes Glasplättchens – so glatt wie möglich. Die Schicht sollte gleichmäßig sein, damit sie später gut mit Farbstoff reagieren kann.

2. Das Titandioxid sintern

Erhitze die beschichteten Plättchen vorsichtig über der Kerzenflamme. Das Titandioxid muss etwa 10 Minuten bei 450 Grad gebacken werden – das geht nur mit einem speziellen Ofen, aber du kannst es auch in einer Muffel im Chemieraum machen. Frag in der Schule nach!

3. Den Farbstoff auftragen

Leg die abgekühlten Plättchen für 10 Minuten in den Rotkohlsaft. Die Titandioxid-Schicht saugt sich voll und färbt sich tiefrot oder violett.

4. Die Zelle zusammenbauen

Leg die beiden Plättchen mit den beschichteten Seiten aufeinander – wie ein Sandwich. Fixier sie mit Büroklammern. Trag an einer offenen Kante einen Tropfen Jodlösung auf. Der Elektrolyt wird zwischen die Plättchen gezogen.

5. Messen

Verbinde die Krokodilklemmen mit den beiden Plättchen und schließe das Multimeter an. Halt die Zelle ins Licht – du solltest eine Spannung messen können!

Was du lernen wirst

Du wirst verstehen, warum Djamila so viel Zeit in ihre Versuche investiert hat. Du wirst sehen, dass selbst einfache Küchenzutaten Strom liefern können – und dass die Optimierung solcher Zellen eine echte Herausforderung ist. Vielleicht entdeckst du, welche Früchte am besten funktionieren, und forschst selbst weiter.


Es gibt viele Wege, diese Idee umzusetzen. Die Anregungen oben sollen nur eine Inspiration sein – wichtig ist, dass du deinen persönlichen Weg findest. Oft verliert man sich, wenn man sich zu streng an den Anleitungen anderer orientiert. Folge deinem Herzen – es weiß immer, wo der richtige Weg ist.

Planst du etwas Ähnliches oder hast du ein solches Projekt erfolgreich umgesetzt? Schreib uns unten in die Kommentare – davon können andere lernen und mitmachen.

Wichtiger Hinweis: Alle Ideen sind Inspirationen, keine geprüften Anleitungen. Du handelst in eigener Verantwortung. Beim Erhitzen von Titandioxid ist Vorsicht geboten – lass dir von Erwachsenen helfen. Bist du noch jung? Dann sprich vorher mit deinen Eltern. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden oder Rechtsfolgen, die durch die Nutzung dieser Ideen entstehen.

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