Stelle deine eigene Papiermasse her – und verstehe, woran Jeppe, Hannes und Johann tüftelten
Du brauchst keinen 3D-Drucker, um das Prinzip hinter dem Projekt der drei Jungforscher zu verstehen. Mit einem Mixer, altem Zeitungspapier und etwas Kleister kannst du selbst eine formbare Papiermasse herstellen – und daraus kleine Objekte modellieren (Jugend-forscht-MV.de 2024).
Die Idee ist einfach: Zerkleinertes Papier wird mit Wasser und einem Bindemittel zu einer knetbaren Masse verarbeitet. Das ist die gleiche Grundlage, die auch Jeppe, Hannes und Johann für ihren 3D-Drucker nutzen – nur dass du sie mit den Händen formst statt mit einer Maschine.
Was du brauchst
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Altes Zeitungspapier oder Eierkartons
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Einen Mixer (danach gut reinigen!)
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Wasser
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Tapetenkleister oder Mehlkleister (selbst angerührt)
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Eine Schüssel und ein Sieb
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Backpapier oder eine glatte Unterlage zum Trocknen
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Optional: Acrylfarben zum Bemalen
Wusstest du? Papiermaché ist eine uralte Technik, die schon im alten China und im Perserreich verwendet wurde. Die drei Jungforscher haben dieses Prinzip ins 21. Jahrhundert geholt – mit moderner Technik und einer Prise Erfindergeist.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Papier zerkleinern
Reiße das Zeitungspapier in kleine Stücke (etwa 2×2 cm). Je kleiner, desto feiner wird später die Masse. Weiche die Schnipsel über Nacht in einer Schüssel mit Wasser ein.
2. Zerkleinern im Mixer
Gib die eingeweichten Papierschnipsel portionsweise in den Mixer und püriere sie zu einer gleichmäßigen Masse. Das Wasser sollte gerade so bedecken, dass der Mixer arbeiten kann. Es entsteht ein grauer Brei – die Grundlage für alles Weitere.
3. Auswaschen
Gieße die Masse in ein Sieb und drücke das überschüssige Wasser aus. Je weniger Wasser übrig bleibt, desto stabiler wird später das Objekt. Du kannst die Masse auch in einem Geschirrtuch auswringen.
4. Kleister untermischen
Rühre Tapetenkleister nach Packungsanweisung an (oder koche einen Mehlkleister: 1 Teil Mehl, 4 Teile Wasser unter Rühren aufkochen, abkühlen lassen). Vermische die Papiermasse gründlich mit dem Kleister, bis eine homogene, knetbare Masse entsteht.
5. Formen
Jetzt kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen. Forme kleine Figuren, Schalen oder geometrische Objekte. Lege sie zum Trocknen auf Backpapier – das kann je nach Dicke ein bis drei Tage dauern.
6. Verzieren
Die getrockneten Objekte lassen sich mit Acrylfarben bemalen oder mit Klarlack versiegeln. So entstehen kleine Kunstwerke aus Altpapier.
Was du lernen wirst
Du wirst verstehen, warum Jeppe, Hannes und Johann so viel Zeit in die richtige Konsistenz ihrer Masse investieren mussten. Zu feucht, zu trocken, zu wenig Bindemittel – all das beeinflusst das Ergebnis. Deine Handmodellage zeigt dir die gleichen Herausforderungen, nur ohne die zusätzliche Komplexität eines 3D-Druckers. Vielleicht entwickelst du daraus eine eigene Idee für nachhaltige Projekte.
Es gibt viele Wege, diese Idee umzusetzen. Die Anregungen oben sollen nur eine Inspiration sein – wichtig ist, dass du deinen persönlichen Weg findest. Oft verliert man sich, wenn man sich zu streng an den Anleitungen anderer orientiert. Folge deinem Herzen – es weiß immer, wo der richtige Weg ist.
Planst du etwas Ähnliches oder hast du ein solches Projekt erfolgreich umgesetzt? Schreib uns unten in die Kommentare – davon können andere lernen und mitmachen.
Wichtiger Hinweis: Alle Ideen sind Inspirationen, keine geprüften Anleitungen. Du handelst in eigener Verantwortung. Beim Umgang mit Mixer und Kleister ist Vorsicht geboten. Bist du noch jung? Dann sprich vorher mit deinen Eltern. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden, Verletzungen oder Rechtsfolgen, die durch die Nutzung dieser Ideen entstehen.
Weitere hilfreiche Links:
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