Gehörlose Töpfer in Marokko – Die Lalla Asmaa Foundation in Rabat [Marokko]

In Rabat, der Hauptstadt Marokkos, steht ein Ort, der weit über das Land hinaus bekannt ist. Die Lalla Asmaa Foundation für junge gehörlose Kinder ist kein gewöhnliches Förderzentrum. Es ist ein Ort, an dem Kinder nicht nur lernen, zu sprechen und zu hören – sondern auch zu töpfern, zu malen, zu formen. Seit über zwanzig Jahren werden hier Kinder mit Hörbehinderungen aus ganz Afrika und dem Nahen Osten betreut. Über 1.000 Kinder haben bereits Hilfe gefunden, 800 aus Marokko selbst und 240 aus 21 anderen Ländern (Barlaman Today 2025).

[Wusstest du? Die Stiftung wurde von Prinzessin Lalla Asmaa gegründet und hat sich zu einem der führenden Zentren für Gehörlosenbildung auf dem afrikanischen Kontinent entwickelt. Sie bietet Frühdiagnose, spezialisierte Bildung, Sprachtherapie und psychosoziale Unterstützung – alles unter einem Dach.]

Wenn Töpfern zur Therapie wird

Im Juli 2025 bekam das Zentrum hohen Besuch. Gabriela Rodríguez de Bukele, die First Lady von El Salvador, ließ sich durch die Räume führen. Was sie sah, beeindruckte sie: In hellen Werkstätten saßen Kinder und Jugendliche an Töpferrädern, formten Ton zu Schalen und Figuren, bemalten ihre Werke mit leuchtenden Farben. Neben ihnen arbeiteten andere an Skulpturen, wieder andere übten sich in englischer Gebärdensprache (Barlaman Today 2025).

Das Besondere: Hier wird nicht einfach gebastelt. Die kreative Arbeit ist Teil eines umfassenden Therapiekonzepts. Während die Hände den Ton formen, trainieren sie Feinmotorik und Konzentration. Die Freude am eigenen Werk stärkt das Selbstbewusstsein. Und die Arbeit in der Gruppe fördert soziale Kontakte – über Sprachbarrieren hinweg (Barlaman Today 2025).

[Wusstest du? Die Stiftung hat vor kurzem eine Partnerschaft mit der Gallaudet-Universität in Washington geschlossen, der weltweit führenden Hochschule für Gehörlosenbildung. Gemeinsam arbeiten sie an Programmen zur Förderung digitaler Fähigkeiten und besserer Berufschancen für gehörlose Jugendliche.]

Hightech für die stille Welt

Doch die Stiftung setzt nicht nur auf Tradition. Bei ihrem Besuch staunte die Delegation aus El Salvador auch über moderne Technologien: Eine neue KI-gestützte App hilft Sprachtherapeuten und Familien, den Fortschritt der Kinder in Echtzeit zu verfolgen. Spiele und Übungen für zu Hause unterstützen die Entwicklung der Kommunikationsfähigkeiten. Sogar ein Roboter, der Gebärdensprache beherrscht, wird hier getestet (Barlaman Today 2025).

„Diese intelligente Plattform unterstützt die kommunikative Entwicklung der Kinder auf der Grundlage klinischer und wissenschaftlicher Daten“, erklärte ein Vertreter des Zentrums den Gästen (Barlaman Today 2025).

Internationale Zusammenarbeit

Die Verbindung zu El Salvador ist kein Zufall. Zwanzig Kinder aus dem mittelamerikanischen Land werden in Rabat erwartet, um von der marokkanischen Expertise zu profitieren. Sie werden Teil einer Gemeinschaft, die längst über nationale Grenzen hinausgewachsen ist. In den über zwanzig Jahren seit der Gründung der Stiftung wurden nicht nur Kinder aus 21 Ländern behandelt – es entstand auch ein Netzwerk von Fachleuten, das sein Wissen in alle Welt weitergibt (Barlaman Today 2025).

Marokkanische Minister für Bildung und Gesundheit begleiteten den Besuch, und die Vertreter der Stiftung diskutierten mit der salvadorianischen Delegation über Möglichkeiten der weiteren Zusammenarbeit. Was in Rabat begann, könnte bald auch in Mittelamerika Schule machen.


Quellen:

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