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Wie du beim Bauen oder Renovieren auf zementfreie Alternativen umsteigen kannst

Du musst kein Startup gründen, um die Bauwelt zu verändern. Oxara zeigt: Die Innovation liegt in den Materialien – aber die Nachfrage kommt von uns allen. Wer baut, saniert oder einfach nur das nächste Projekt plant, kann heute schon entscheiden, ob Zement aus der Tonne oder aus der Natur kommt.

Die Idee ist einfach: Statt immer neuen Zement zu brennen, nutzt man das, was ohnehin schon da ist – Abbruchmaterial, Aushub, mineralische Abfälle. Und das Schöne: Die Technik ist reif, die Produkte sind da, und immer mehr Hersteller steigen um. Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie du als Bauherr, Architektin oder einfach engagierter Mensch den Umstieg schaffst.

Was du brauchst

  • Ein Bau- oder Renovierungsprojekt (je größer, desto mehr Wirkung – aber auch kleinere Maßnahmen zählen)

  • Die Bereitschaft, genauer hinzuschauen und nachzufragen

  • Ein offenes Ohr für neue Materialien

  • Vielleicht: Architekt*innen oder Handwerker, die mitmachen

Wusstest du?
In der Schweiz fallen jährlich 45 Millionen Tonnen mineralische Bauabfälle an – genug, um einen Großteil der heimischen Bauindustrie zu versorgen. Das Problem ist nicht der Mangel an Material, sondern die fehlende Nutzung (Solar Impulse Foundation 2025).

Los geht’s – 5 Wege, wie du zementfrei bauen kannst

1. Informiere dich über zementfreie Alternativen

Bevor du entscheiden kannst, musst du wissen, was es gibt. Oxara ist nicht der einzige Anbieter – aber einer der Vorreiter. Die Produktpalette reicht inzwischen von Oulesse® für Beton, Estrich und Mörtel bis zu Oxabloc-Lehmsteinen für Mauerwerk (2050 Materials 2025).

Auch andere Hersteller bieten Alternativen: Terra CO2 mit OPUS SCM+, Upboards mit PP-Board aus recyceltem Kunststoff, oder die Good Plastic Company mit Polygood®. Eine gute Übersicht bietet die Plattform 2050 Materials, die regelmäßig nachhaltige Baustoffe vorstellt (2050 Materials 2025).

2. Sprich mit deinem Architekten oder deiner Handwerkerin

Viele Planer kennen die neuen Materialien noch nicht – oder trauen sich nicht, sie vorzuschlagen. Deshalb ist deine Nachfrage so wichtig. Frag einfach: „Könnten wir bei diesem Projekt zementfreie Alternativen einsetzen? Ich habe von Oxara gehört – was haltet ihr davon?“

Je öfter solche Fragen gestellt werden, desto schneller etablieren sich die neuen Materialien in der Praxis. In der Schweiz haben Oxara und seine Partner bereits gezeigt, dass die Integration in bestehende Produktionsprozesse problemlos funktioniert (Oxara 2025).

3. Achte auf Zertifizierungen und Referenzen

Bei neuen Materialien ist die Sorge vor „unausgereiften“ Lösungen verständlich. Aber Oulesse wurde bereits in mehreren realen Projekten erprobt: im Pavillon Manal an der Hochschule Luzern, im Einfamilienhaus Riehen und in ersten Pflasterstein-Serien von CREABETON (Oxara 2025; Hochparterre 2025).

Die Solar Impulse Foundation hat Oulesse als „Efficient Solution“ zertifiziert – ein Qualitätssiegel für umweltfreundliche und wirtschaftlich tragfähige Innovationen (Solar Impulse Foundation 2025).

4. Wähle bei Neubauten und Sanierungen bewusst

Ob Fußboden, Mauerwerk oder Außenanlagen – überall kannst du ansetzen:

  • Bodenbeläge: Oulesse eignet sich für Estrich und kann mit Fußbodenheizung kombiniert werden (Oxara 2025)

  • Pflastersteine: CREABETON bietet inzwischen eine ganze Kollektion mit bis zu 30 Prozent CO₂-Einsparung an (Oxara 2025)

  • Tragende Wände: Mit Oulesse lassen sich auch lastabtragende Bauteile realisieren (2050 Materials 2025)

5. Werde Botschafter für zirkuläres Bauen

Du musst nicht selbst bauen, um zu helfen. Sprich in deinem Bekanntenkreis über die Möglichkeiten, teile Artikel, frag bei Kommunen nach, ob sie bei öffentlichen Bauten auf zementfreie Alternativen setzen. Je mehr Menschen Bescheid wissen, desto schneller wird aus der Nische der Standard.

Wusstest du?
Oxara arbeitet mit Partnern wie Holcim und KIBAG zusammen, die zusammen einen Großteil des Schweizer Baustoffmarkts abdecken. Das bedeutet: Die Produkte sind nicht mehr exotisch, sondern werden zunehmend regulär verfügbar (Oxara 2024).

Was du lernen wirst

Du wirst erleben, dass nachhaltiges Bauen kein Verzicht ist, sondern eine Bereicherung. Du wirst sehen, dass Materialien aus Abfall oft genauso gut oder besser sind als ihre konventionellen Pendants. Und du wirst stolz sein, wenn dein Haus, deine Terrasse oder dein Gehweg mit einem Material gebaut wurde, das CO₂ spart und Müll vermeidet.

Weiter gedacht: Noch mehr Engagement

  • Kommunale Projekte anstoßen – Frag in deiner Gemeinde an, ob bei öffentlichen Bauten zementfreie Alternativen geprüft werden können. Städte wie Zürich haben bereits große Hebelwirkung.

  • Bauforschung unterstützen – Institute wie die HSLU oder die ETH arbeiten an der Weiterentwicklung. Wer Forschung fördert (etwa über Stiftungen), hilft, die Materialien noch besser zu machen.

  • Netzwerke nutzen – Plattformen wie die Solar Impulse Foundation oder 2050 Materials bieten regelmäßig Updates zu neuen Lösungen. Abonniere Newsletter, bleib dran.

  • Pilotprojekt initiieren – Du hast ein Grundstück, ein Bauvorhaben, Kontakte? Dann sei mutig und biete dich als Pilotprojekt an. Oxara sucht immer wieder Partner für neue Anwendungen (Oxara 2025).


Quellen:

Weitere hilfreiche Links:


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