Wie du Musik von verfolgten Künstlerinnen unterstützen kannst
Was du über Musik als Widerstand wissen solltest
In Afghanistan ist Musik heute verboten. Wer spielt, riskiert Folter oder Tod. Das Zohra Orchestra zeigt, dass Musik trotzdem weiterlebt – im Exil, in Konzertsälen, in den Herzen der Menschen. Jede gespielte Note ist ein Akt des Widerstands.
Musik ist mehr als Unterhaltung. Sie ist Identität, Geschichte, Trost. Für die Afghanen im Exil ist sie die Brücke zur Heimat. Für die Zurückgebliebenen ist sie Hoffnung, dass eines Tages die Stille endet.
[Wusstest du? Das Zohra Orchestra hat vor der Flucht 2019 Australien bereist und in der Sydney Opera House gespielt. Drei der Musikerinnen entschieden sich damals, nicht zurückzukehren – sie leben heute in Sydney und bewahren dort die afghanische Musik (SBS News 2023).]
Schritt-für-Schritt: Wie du verfolgte Musikerinnen unterstützen kannst
Materialien:
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Internetzugang
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Eine kleine Spende
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Offene Ohren und ein offenes Herz
Los geht’s:
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Höre ihre Musik: Das Zohra Orchestra hat Aufnahmen veröffentlicht, die traditionelle afghanische Klänge mit westlicher Klassik verbinden. Suche auf Streaming-Plattformen nach „Zohra Orchestra“ oder „Afghan Women’s Orchestra“. Jeder Klick, jeder Stream zeigt, dass ihre Kunst ein Publikum hat.
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Spende an Hilfsorganisationen: Das Afghanistan National Institute of Music lebt von Spenden. Über die Website der Freunde von ANIM kannst du direkt helfen – für Instrumente, für Stipendien, für die Familienangehörigen, die noch auf Einreise warten.
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Besuche Konzerte: Wenn das Orchester wieder in Europa oder den USA tourt – geh hin. Zeig Präsenz. Deine Eintrittskarte ist mehr als Geld: Sie ist ein Zeichen, dass die Welt hinsieht.
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Teile ihre Geschichten: Die meisten Menschen wissen nichts von diesem Orchester. Erzähl von Sevinch, die mit neun ins Waisenhaus musste, um lernen zu können. Von Farida, die Erde vom Familiengrab mitnahm. Von Zohra, die trotz allem Hoffnung hat.
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Setze dich politisch ein: Die Taliban sind international isoliert, aber nicht alle Länder halten sich an Sanktionen. Schreib an Abgeordnete, unterstütze Organisationen, die afghanische Flüchtlinge aufnehmen, mach Druck.
Was du beobachten wirst:
Wenn du anfängst, die Musik zu hören, wirst du etwas spüren: eine Melancholie, aber auch eine unglaubliche Kraft. Die Lieder der Hazara, die von Verfolgung und Vertreibung handeln. Die klassischen Stücke, die plötzlich anders klingen, wenn man weiß, wer sie spielt. Und dann, irgendwann, wirst du die Gesichter der Musikerinnen vor dir sehen – und verstehen, dass jede Note ein kleines Wunder ist.
[Wusstest du? Die Musikerinnen mussten bei ihrer Flucht ihre Instrumente zurücklassen. Viele von ihnen spielen heute auf geliehenen oder gespendeten Instrumenten. Einige haben ihre Geigen und Sitare unter Lebensgefahr aus Afghanistan geschmuggelt.]
Warum das mehr ist als nur Musik:
Sevinch Majidi sagt: „Musik heißt für mich Leben.“ Für sie ist das kein poetisches Bild, sondern Realität. Ohne ihre Geige wäre sie vielleicht zerbrochen an dem, was sie erlebt hat. Die Musik hat sie gerettet.
Deine Unterstützung, so klein sie scheint, hilft, dass diese Rettung weitergeht. Dass die Mädchen von Zohra ihre Instrumente haben. Dass ihre Familien eines Tages nachkommen können. Dass die Welt nicht vergisst, was in Afghanistan passiert.
Und vielleicht, eines Tages, wenn die Taliban wieder verschwunden sind, kehrt das Orchester zurück. Dann werden sie spielen – für sich, für ihre Familien, für ein freies Afghanistan.
Quellen (DIY):
Freunde von ANIM (2025): Unterstützung für das Afghanistan National Institute of Music. Verfügbar unter: https://www.friends-of-anim.org
SBS News (2023): How a passion for music forced members of this orchestra to flee their homeland. Verfügbar unter: https://www.sbs.com.au/news/article/how-a-passion-for-music-forced-members-of-this-orchestra-to-flee-their-homeland/3ryjbtj2v
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