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So prüfst du, ob ein gemeinsamer Hauskauf für dich infrage kommt

Die Beispiele aus Dresden, Berlin, Chemnitz, Linz und München zeigen: Ein gemeinsamer Hauskauf ist möglich, aber kein Spaziergang. Wer sich darauf einlässt, braucht Zeit, Nerven und Verbündete. Mit diesen Schritten findest du heraus, ob das Modell für deine Hausgemeinschaft taugt.

Schritt-für-Schritt: Deine Machbarkeitsprüfung

Materialien:

  • Ein Notizbuch für Gesprächsprotokolle

  • Excel oder Papier für erste Kostenrechnungen

  • Kontakt zu einer Beratungsstelle (Mietshäuser Syndikat, mitbauzentrale, lokale Genossenschaften)

Los geht’s:

  1. Bildet einen Kern aus 3–5 besonders motivierten Mitstreitern. Die Chemnitzer Gruppe traf sich monatelang regelmäßig, bevor sie die Genossenschaft gründete . Ohne Verlässlichkeit geht nichts.

  2. Findet heraus, wer der Eigentümer ist. Oft ist das der erste und schwerste Schritt. Im Idealfall – wie beim Oldenburger Erben in Berlin – ist der Verkäufer kooperativ . Manchmal braucht es monatelange Recherche.

  3. Macht eine grobe Kostenrechnung. Kaufpreis, Grunderwerbsteuer, Notar, Sanierung – die Münchner Gruppe kalkulierte 2,8 Mio. Euro für das Haus in der Wörthstraße . Holt erste Angebote von Banken oder Genossenschaften ein.

  4. Informiert euch über Rechtsformen. Genossenschaft, GmbH, Verein – jede Form hat Vor- und Nachteile. Die Zürcher Hausgemeinschaft wog wochenlang ab, ob Stockwerkeigentum oder Genossenschaft besser passt . Holt euch professionelle Beratung.

  5. Sucht Partner. Das Mietshäuser Syndikat, lokale Genossenschaften (wie die Luisenstadt eG in Berlin), Stiftungen oder die mitbauzentrale München helfen bei Finanzierung, Rechtsform und Vernetzung.

  6. Prüft Direktkredite. Die Linzer Gruppe finanzierte ihr Haus zu einem guten Teil mit 250 Mikrokrediten von Privatpersonen . Die Münchner sammelten 2,8 Mio. Euro von über 200 Geldgebern . Ein aufwendiger, aber möglicher Weg.

Was du lernen wirst

Ihr werdet merken, ob eure Hausgemeinschaft tragfähig ist – oder ob die Interessen zu weit auseinanderliegen. Vielleicht stellt sich heraus, dass eine bestehende Genossenschaft der bessere Partner ist. Vielleicht gründet ihr eure eigene, wie in Chemnitz. Vielleicht wird es nichts – aber ihr habt dann Klarheit.

Die Berliner Mieter sagen: „Das Ganze begann mit einem Schreck. Dann wurden wir aktiv und eins führte zum anderen.“ Es lohnt sich, den ersten Schritt zu wagen.


Quellen (DIY):

guteideenblog.org sollte ein interner Link sein. guteideenblog.org © 2025 by Gute Ideen ist lizenziert unter CC BY 4.0. Kurz erklärt: Nutze alles und verlinke auf diesen Artikel.

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