Nachbarschaftlich leben für Frauen e.V. möchte Wohnen im Alter angenehmer machen. Foto von Age Cymru auf Unsplash
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Nachbarschaftlich leben für Frauen e.V. möchte Gemeinsamkeit zwischen älteren Frauen fördern.

(München/Deutschland) „Nachbarschaftlich leben für Frauen“ ist ein Verein, der es Frauen ermöglicht, zu fairen Mietpreisen eine Wohnung mit anderen Frauen zu teilen – eine Art Riesen-Wohngemeinschaft, bei der jede ihr eigenes Reich hat.

Geboren wurde diese Idee vor knapp 20 Jahren von Dr. Christa Lippmann. Vor 17 Jahren startete das innovative Konzept des Zusammenwohnens. Lippmann ging es unter anderem darum, Rentnerinnen mit geringem Einkommen einen schönen Wohnplatz anzubieten. Das Teilen der Wohnung teilt auch die Kosten, plus den unbezahlbaren Faktor: Gemeinsamkeit.

Mittlerweile gibt es schon 3 Wohnungen mit insgesamt 24 Wohneinheiten in der Umgebung von München. Die Frauen zahlen 10 Euro pro Quadratmeter und teilen sich eine Wohnung mit 8–10 Frauen. Jede Mieterin zahlt so ungefähr 400–500 Euro im Monat, das beinhaltet auch eine eigene kleine Küche und ein persönliches Badezimmer – es gibt aber auch eine große Gemeinschaftsküche.

Gemeinsamkeit – das A und O.

Gemeinschaft wird generell sehr großgeschrieben, so gibt es Gemeinschaftsräume, die auch für private Geburtstage genutzt werden können. Es werden auch gemeinsame Ausflüge ins Grüne oder ins Theater unternommen, Vorträge organisiert oder ganz persönliche Hilfe geleistet, wie Fahrten zum Friedhof des verstorbenen Ehepartners oder Begleitung zum Einkaufen, Friseur oder Arzt.

Aber die Verantwortung für die Gemeinsamkeit liegt nicht nur beim Verein: Jede Mieterin verpflichtet sich mit dem Unterschreiben des Mietvertrages zu „nachbarschaftlicher Hilfe gegenüber den anderen Mieterinnen“. Wer sich für eine solche Wohnart entscheidet, für den ist die nachbarschaftliche Hilfe sicher sehr wichtig. Und wenn man sich die Bilder der freudigen Frauen anschaut, scheint es allen dort sehr gut zu gehen. Laut Frau Lippmann gibt es auch ein riesiges Interesse an diesem Wohnmodell. Es kann sich aber jede bewerben. Unter www.frauenwohnen-im-alter.de oder direkt bei Frau Lippmann anrufen unter 089/612 59 02.

„Nachbarschaftlich Leben für Frauen e.V.“ fördert gemeinsames Wohnen.

Der Verein arbeitet auf einer weiteren Ebene: So hat Christa Lippmann Bücher zum Thema geschrieben, und es wird aktiv versucht, das Thema gemeinschaftliches Wohnen in die Gesellschaft zu integrieren – durch „Förderungen nachbarschaftlicher Wohngruppen“, „Wohnberatung für ältere Menschen“, „Bildungsveranstaltungen“, „Beratung von Interessierten, die Wohngruppen gründen möchten“ und vieles mehr. Mehr Infos hier: http://frauenwohnen-im-alter.de/about.html

Letzteres ist vielleicht für Leser vom „Gute Ideen Blog“ interessant – hast du mit dem Gedanken gespielt, eine Wohngruppe zu gründen? Dann kann der Verein „Nachbarschaftlich leben für Frauen im Alter“ vielleicht helfen.

Quellenangaben:

Alter, Förderverein (2016): Nachbarschaftlich leben für Frauen im Alter – Warum einsam? Lebt gemeinsam!. Verfügbar unter: http://frauenwohnen-im-alter.de/ (Zugriff am: 11. März 2016).

Löschau, U. (2016): Die WG der Seniorinnen. In: Hallo München, 8. April, S. 15.

Kleber, I. (2015): Die Senioren-WG. In: Abendzeitung, 28. August.

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